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Samstag, 24. Oktober 2026

Topfenbrötchen

Sonntag, Brot ist aus und ein frisches backen dauert Stunden. Schnell einen Topfenteig zusammengerührt und frische Brötchen in unter 30 Minuten gezaubert. Soviel Geduld hat sogar das Kind.


Topfenbrötchen
für 6 Stück
250g Magertopfen
1 Ei
3-4 El Wasser
250g Mehl
1/2 Pk Backpulver (7g)
7g Salz
Sesam/Mohn/Sonnenblumenkerne nach Geschmack

1. Backrohr auf 220°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Alle Zutaten bis auf die Körner in einer Schüssel zu einem homogenen Teig verrühren. Er darf klebrig sein, sollte aber einigermaßen formbar bleiben. Wasser nach Bedarf hinzufügen.
2. Teig in 6 Teile teilen, in Körnern wälzen und aufs Blech setzen. 20–25 Minuten backen.

Sonntag, 27. September 2026

Apfel Honig Challah

Dieser hübsche, glänzende Germteigknopf nennt sich Challah und ist die hebräische Version eines Striezels. Challah gibt es in den verschiedensten Formen und Füllungen oder auch ganz einfach pur und leicht salzig, je nach Anlass. Der Unterschied zum Striezel liegt vor allem darin, dass ein Challah keine Milchprodukte enthält, also mit Wasser und Öl anstatt Milch und Butter zubereitet wird. Meine Version ist mit Äpfeln gefüllt, weil es im Herbst kaum etwas besseres gibt und Honig, weil das nie eine schlechte Idee sein kann. Das Challah ist nur leicht süß und ich finde es perfekt so, aber man könnte auch noch extra Honig unter die Apfelpaste mischen, damit die Füllung süßer wird. Oder man streicht den Honig ganz einfach auf eine Scheibe fertig gebackenes Challah. 






Apfel Honig Challah
Teig adaptiert von The Smitten Kitchen Cookbook
500g Mehl
1 Tl Salz
1 Packerl Trockengerm (7g)
2 Eier
85g Honig
160ml warmes Wasser
70ml Öl

Fülle:
1 Glas Apfelmus (560g), reduziert auf 200g Apfelpaste
2 mittelgroße Äpfel
Zimt

1 verquirltes Ei, zum Einstreichen

1. Mehl, Salz, Germ, Eier, Honig und Öl in eine große Schüssel geben und verkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist. Das geht am einfachsten in der Küchenmaschine, aber genauso gut per Hand. Den Teig in eine geölte Schüssel setzen, abdecken und an einem warmen Ort etwa eine Stunde lang gehen lassen, bis er doppelt so groß ist.
2. Inzwischen das Apfelmus in einer weiten, beschichteten Pfanne auf ganz niedriger Flamme erhitzen und alle paar Minuten umrühren, damit sich nichts anlegt. Das Apfelmus soll zu einer streichfähigen, honigfarbenen Masse eindicken. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Die Äpfel schälen und in sehr kleine Würfel schneiden, mit Zitronensaft mischen und beiseite stellen.
3. Den Teig in zwei Hälften teilen und eine Hälfte auf bemehlter Arbeitsfläche zu einem länglichen Rechteck ausrollen. Die halbe Apfelpaste darauf streichen, die Hälfte der Apfelstücke darauf verteilen, mit Zimt bestreuen und an der langen Kante aufrollen, sodass eine lange Wurst entsteht. Diese Wurst noch ein bisschen länger ziehen und beiseite legen. (Ich schätze bei mir waren das um die 80cm oder noch länger.) Das ganze mit der zweiten Teighälfte und Füllung wiederholen und danach beide Stränge in der Mitte durchschneiden, sodass wir vier gleich lange Teigwürste haben.
4. Die vier Stränge wie oben im Bild auf die Arbeitsfläche legen und miteinander verweben. Das heißt, dass jeder Strang der unter einem anderen liegt, als nächstes über einem anderen liegen muss. Zum Schluss die Enden unter den Teigknopf stecken. (Letztendlich funktioniert aber jede beliebige Form. Man kann auch ganz einfach einen Striezel flechten.) Das Ei verquirlen und über das Challah pinseln. Noch eine Stunde lang gehen lassen.
5. Backrohr auf 200°C vorheizen. Challah noch einmal mit Ei bestreichen. 35-45 Minuten backen bis das Challah schön gebräunt und durchgebacken ist. Wenn es zu schnell bräunt, einfach mit einem Stück Backpapier abdecken.

Schneller Apfelkuchen

Apfelsaison hat begonnen! Ganz schnell einen einfachen Apfelkuchen backen und sich auf den Herbst freuen, liebes Krebsen!


Schneller Apfelkuchen
für eine Springform mit 24cm Durchmesser
100g Butter
150g Zucker
2 Pk Vanillezucker oder etwas Vanilleextrakt
2 Eier
100g Mehl
1 Tl Backpulver
1 Prise Salz
60ml Milch
1 El Rum
1 kg säuerliche Äpfel
Saft von einer halben Zitrone

1. Backrohr auf 175°C vorheizen und eine Springform (24cm Durchmesser) fetten und mit Mehl ausstäuben oder mit Backpapier auslegen. Äpfel schälen, entkernen, in dünne Spalten schneiden und mit dem Zitronensaft mischen. Beiseite stellen.
2. Butter in einem Topf schmelzen. Zucker, Vanille und Eier in einer Schüssel schaumig schlagen und die handwarme Butter dabei langsam unterrühren. Mehl, Backpulver und Salz in einer zweiten Schüssel mischen. Mehlmischung abwechseln mit Milch und Rum unter den Teig rühren.
3. Die Apfelstücke unter den Teig heben, alles in die Form füllen und etwa 45 Minuten backen, bis die Äpfel weich und der Teig durchgebacken ist. Wenn der Kuchen davor schon zu dunkel wird, einfach mit Backpapier abdecken und fertig backen. Schmeckt lauwarm am besten mit etwas Staubzucker bestreut, aber auch ganz wunderbar am nächsten Tag kalt aus dem Kühlschrank. Vanillesoße ist auch kein Fehler.


Freitag, 12. Dezember 2025

Haselnuss Cantuccini mit Anis

Es ist Keks-Saison und zu den altbekannten Lieblingen gesellen sich mal wieder ein paar Wildcards. Ein klassisches Cantuccini-Rezept ohne Butter und mit Mandeln gibt es hier bereits. Hier kommt eine Variante mit Haselnüssen, Anis und Orangenschale – eine besonders feine Kombination, winterlich und nicht übermäßig süß.


Haselnuss Cantuccini
adaptiert von Tartine
100g Haselnüsse
100g weiche Butter
150g hellbrauner Rohrzucker
2 große Eier, bei Zimmertemperatur
abgeriebene Schale einer Bio-Orange
1 Tl Anis
1 El Grand Marnier oder Rum oder auch nichts
300g Mehl
1 Tl Backpulver
1 Prise Salz

1. Backrohr auf 180°C vorheizen, die Haselnüssen auf ein Blech geben und für 10 Minuten ins Backrohr schieben, bis sie duften. Herausnehmen und in ein Geschirrtuch geben, um die Schalen abzurubbeln.
2. Backrohr auf 160°C reduzieren. Butter und Zucker in einer Schüssel schaumig rühren. Eier nach und nach unterrühren, bis sie sich gut verbunden haben, danach Orangenschale, Anis und gegebenenfalls Grand Marnier dazugeben. Zum Schluss Mehl, Backpulver und Salz kurz unterrühren, bis alles gerade so vermischt ist.
3. Ein Blech mit Backpapier auslegen. Den Teig in zwei Portionen teilen und mit nassen Händen zwei lange Stränge auf dem Blech formen, die gut 10cm Abstand voneinander haben sollten. Die Stränge mit nassen Händen glattstreichen und für 30 Minuten backen.
4. 10 Minuten abkühlen lassen, danach auf einem Brett am besten mit einem Brotmesser in 1,5cm dicke Scheiben schneiden, mit der Schnittkante dicht an dicht auf das Blech legen und nochmal 5–10 Minuten backen, je nachdem ob man sie lieber weicher oder knuspriger isst.
5. Abkühlen lassen und in einem luftdichten Behälter aufbewahren. Halten sich kühl gelagert einige Wochen.


Sonntag, 7. Dezember 2025

Regenbogentorte zum Geburtstag

Das Kind kann jetzt Fahrradfahren, trinkt sein Wasser am liebsten eiskalt und gibt die besten Bussi-Attacken.




Mittwoch, 30. Juli 2025

Marmorkuchen

Vor einigen Jahren habe ich viel Zeit mit Marmorgugelhupf-Experimenten verbracht und damals das für mich perfekte Rezept entwickelt. Daran hat sich auch nichts geändert, aber manchmal hat man einfach keine Lust aufs Eier trennen, Schnee schlagen und bangen, ob sich der Kuchen am Ende auch wirklich zur Gänze aus der Form lösen lässt. Für solche Momente habe ich eine neue Variante entwickelt: leicht veränderte Proportionen, Methode und Form, mindestens genauso fluffig, saftig und klassisch, wie in sich die Marmor-Enthusiasten wünschen. Ein neuer Klassiker.

Marmorkuchen

170g weiche Butter
200g Zucker
1 Pk Vanillezucker
abgeriebene Schale einer Biozitrone (optional)
3 Eier
150g Sauerrahm
2 El Milch
200g Mehl
20g Speisestärke
1 Prise Salz
1 Tl Backpulver
20g Kakaopulver

1. Alle Zutaten auf Zimmertemperatur bringen. Eine Kastenform fetten und mit Mehl ausstreuen oder mit Backpapier auslegen. Backrohr auf 180°C vorheizen.
2. Butter, Zucker, Vanille und ggf. Zitronenschale schaumig schlagen. Eier nach und nach unterrühren. Aufschlagen bis die Masse heller wird. Sauerrahm unterrühren.
3. Mehl, Speisestärke, Salz und Backpulver mischen, über den Teig sieben und alles kurz verrühren. Ein Drittel des Teigs in eine zweite Schüssel geben, Kakao darüber sieben und mit 2 Esslöffel Milch verrühren.
4. Teige abwechselnd in die Form löffeln. Zuerst mit dem hellen Teig anfangen, dann eine Schicht dunkel, wieder hell, dunkel und mit dem letzten Rest hellem Teig abschließen. Ein Buttermesser wellenförmig durch den Teig ziehen und so das Marmormuster erzeugen.
5. Kuchen etwa 45-55 Minuten backen (Stäbchenprobe). 10 Minuten in der Form stehen lassen, danach auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen und mit Staubzucker bestreuen. Schmeckt am zweiten Tag noch besser, wenn er gut luftdicht aufbewahrt wird.

Montag, 19. Mai 2025

Himbeertarte mit Pistazienganache montée für die Mama

Mamas Geburtstagstarte: Mandelmürbteig, Pistazienganache montée, frische Himbeeren. Kein Rezept, nur eine Notiz.



Donnerstag, 24. April 2025

Sauerteig Brownies

Meine zwei Sauerteige werden im Winter regelmäßig gefüttert, weil ich da die größte Motivation zum Brotbacken habe. Dementsprechend fällt auch viel Sauerteig-Rest an, den ich gerne zu Crackern verarbeite. Genauso gut kann man ihn aber auch in Kuchenteige einarbeiten oder hier in diese unsagbar saftigen Brownies. Die sind dank Sauerteig nochmal extra komplex im Geschmack und machen gleichzeitig null Aufwand.


Sauerteig Brownies
adaptiert von King Arthur Baking

100g Butter
250g Zucker (gerne weißer Rübenzucker gemischt mit braunem Rohrzucker)
60g Kakao
1/2 Tl Salz
2 große Eier
100g Sauerteig-Rest, ungefüttert, direkt aus dem Kühlschrank
1/2 Tl Backpulver
100g grob gehackte dunkle Schokolade

1. Eine quadratische Backform mit 20cm Kantenlänge mit Backpapier auslegen. Backrohr auf 180°C vorheizen.
2. Butter in einem Topf schmelzen, Zucker dazugeben und erhitzen bis die Masse anfängt Bläschen zu werfen. Kakao und Salz dazugeben und gut verrühren. Abkühlen lassen, bis die Masse warm, aber nicht mehr heiß ist, damit die Eier nicht stocken.
3. Eier nach einander einrühren, danach den Sauerteig und das Backpulver unterrühren. Zum Schluss die Hälfte der Schokolade unterheben, den Teig in die Form füllen, glatt streichen und die die übrige Schokolade darüber streuen. 
4. Etwa 25 Minuten backen, bis die Oberfläche glänzt, aber nicht mehr feucht ist und sich die Brownie-Kanten von der Form zu lösen beginnen. Mindestens eine Stunde abkühlen lassen und innerhalb einer Woche ausfessen. Schmeckt großartig bei Zimmertemperatur, ich mag sie aber besonders gern gekühlt.

Sonntag, 23. Februar 2025

Schwarze Sesam Kekse

Ein feiner, nussiger und nicht zu süßer Keks, der auf der Zunge zergeht. Wer kein schwarzes Sesampulver hat, nimmt gemahlene Mandeln, so wie in diesem Rezept, das ich vor über 10 Jahren hier bereits veröffentlicht habe.


Schwarze Sesam Kekse
adaptiert von David Lebovitz
70g glattes Mehl
70g Vollkornmehl
35g gemahlener schwarzer Sesam (gibts im Chinesischen oder Koreanischen Supermarkt)
75g kalte Butter, in Flocken
75g Zucker
1 Prise Salz
100g Tahini (gut durchgerührt und flüssig)
1 El Wasser (optional)
Sesam zum Rollen (optional)

1. Backrohr auf 175°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Mehl, Sesampulver, Zucker und Salz mischen und die Butterflocken mit den Fingern unterreiben, bis die Masse krümelig wird. Dann Tahini dazugeben und mit einem Kochlöffel oder Spatel vermischen. Das sollte einen festen Keksteig ergeben. Falls er noch zu krümelig ist und nicht zusammenhält, einfach noch einen Löffel kaltes Wasser dazugeben.
2. Den Teig zu kleinen Kugeln rollen, (optional in Sesam tunken), mit etwas Abstand aufs Blech setzen und mit zwei Fingern leicht platt drücken. Etwa 15 Minuten backen, oder so lange bis die Kekse leicht braun werden und bei leichtem Druck ihre Form behalten. Sie halten sich luftdicht verpackt an einem kühlen Ort gelagert mindestens eine Woche.





Sonntag, 3. September 2023

Zitronenstreuselkuchen mit Lemoncurd

Zum Sommerende noch einen frischen Zitronenkuchen mit selbstgemachtem Lemoncurd und vielen Knusperstreuseln.



Zitronen Streuselkuchen
adaptiert von How Sweet Eats

für die Streusel
200g Mehl
100g Zucker
abgerieben Schale einer Bio-Zitrone
eine Prise Salz
100g kalte Butter, in Stücken

für den Teig
200g Mehl
1/2 Tl Natron
1 Prise Salz
100g Butter
200g Zucker + 2 El Zucker
abgerieben Schale einer Bio-Zitrone
3 Eier, getrennt
200g griechisches Joghurt (10%)

200g Lemoncurd (selbstgemacht)

1. Backrohr auf 175°C vorheizen und eine Form (30x40cm) mit Backpapier auslegen. Für die Streusel alle Zutaten in einer Schüssel mit den Fingern verreiben, bis eine sandige Textur entsteht. Kühlstellen.
2. Für den Teig Mehl, Natron und Salz in einer Schüssel mischen. In einer zweiten Schüssel Butter, 200g Zucker und Zitronenschale schaumig rühren. Die Dotter dazugeben und weiter rühren. Abwechselnd die Mehlmischung und das Joghurt unter den Teig rühren. Zum Schluss das Eiklar steif schlagen und dabei die 2 El Zucker langsam einrieseln lassen. Den Eischnee vorsichtig unter den Teig heben.
3. Den Teig in der Form glattstreichen, das Lemoncurd darauf löffeln und mit einer Messerspitze durch den Teig marmorieren. Die Streusel darauf verteilen und den Kuchen 40-45 Minuten backen, bis er schön goldbraun ist. Die Stäbchenprobe funktioniert wegen dem Lemoncurd in diesem Fall nicht. Schmeckt super noch warm, ist aber auch noch in den nächsten Tagen noch wunderbar saftig und aromatisch.

Dienstag, 29. August 2023

Schnelle Obsttarte

In Molzegg wird meistens kurzerhand beschlossen noch etwas zum Kaffee zu backen und da muss man schauen, was man im Kühlschrank noch so findet. Praktischerweise braucht diese kleine Obsttarte gerade einmal ein Ei und drei Esslöffel Butter. Der Rest findet sich auch noch irgendwo und als Belag eignet sich jedes säuerliche Obst hervorragend. Der Teig ist süß und mürbe und erinnert fast an einen Amerikanischen Cookie. Wär also gar kein Obst da hat, könnte auch einfach grob gehackte Schokolade unter den Teig kneten. Ein Riesen-Cookie sozusagen. Einfach und gut!



Schnelle Osttarte
adaptiert von Orangette
120g Mehl
150g Zucker
1/2 Tl Backpulver
1 Prise Salz
3 El Butter
1 Ei
säuerliches Obst als Belag (z.b. halbierte Pflaumen, Apfelscheiben, Ribisel,…)

1. Das Backrohr auf 180 °C vorheizen und eine Tarteform fetten. (20-24 cm Durchmesser)
2. Mehl, Zucker, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen. Die Butter mit den Fingern in die Mehlmischung reiben bis eine Art Sand entsteht. Das Ei dazugeben und mit einem Kochlöffel unterkneten. (Ich habe das auch mit den Fingern gemacht, ist nur etwas klebriger.)
3. Den Teig in die Form drücken. Geschnittenes oder ganzes Obst (je nach Größe) in den Teig drücken und dabei einen Abstand von 2-3cm zum Rand lassen.
4. Ca. 45 Minuten backen und am besten noch warm essen. Schmeckt super pur oder auch mit frischem Schlagobers.

Sonntag, 11. Juni 2023

Shortbread

Ein absoluter Klassiker, ganz ohne Schnickschnack – buttrig zart, auf der Zunge schmelzend und perfekt zum Tee.



Shortbread
leicht adaptiert von Buttermilk Pantry
180g weiche Butter
40g Staubzucker
40g Feinkristallzucker
1 Prise Vanillepulver oder 1/2 Pk Vanillezucker
40g Speisestärke, gesiebt
1 El Milch
230g Mehl, gesiebt
1 Tl Salz

1. In einer Schüssel weiche Butter mit Zucker und Vanille verrühren, danach Speisestärke und Milch dazugeben, gut verrühren. Zum Schluss Mehl und Salz nur so lange unterrühren, bis sich gerade alles vermischt hat. Den Teig zu einem flachen Rechteck formen, in Folie einwickeln und eine halbe Stunde im Kühlschrank rasten lassen.
2. Den Teig zwischen zwei Schichten Backpapier 1,2cm dick ausrollen. In 6x2cm große Kekse schneiden (wer es genau machen will, nimmt ein Lineal) und mit einer Gabel bis zur Keks-Mitte Löcher einstechen, damit die Kekse gleichmäßig backen. Das geschnittene Shortbread nochmal 2 Stunden oer über Nacht in den Kühlschrank stellen, bis es gut durchgekühlt ist.
3. Wenn der Teig soweit ist, das Backrohr auf 140° vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Die Kekse darauf verteilen und ca. 35 Minuten backen, bis sie oben noch blass, aber am Boden leicht golden sind. Auskühlen lassen und in einer luftdichten Dose bis zu drei Wochen kühl gelagert aufbewahren. 

Montag, 12. Dezember 2022

Sablés mit Orange, Kardamom und Pistazien

Hier ist ja ewig nichts passiert. Wir sind schon mitten im Weihnachts-Backwahnsinn und wie immer werden neben den Fixstartern auch ein paar neue Varianten ausprobiert. Ausgehend von diesen einfachen Sablés mit Milchschokolade und Chai-Gewürzen habe ich diese hier mit genauso köstlicher Geschmackskombination entwickelt.



Sablés mit Orange, Kardamom und Pistazien
ergibt etwa zwei Bleche
100g weiche Butter
50g Staubzucker, gesiebt
1 Dotter
abgeriebene Schale einer Bio-Orange
1 Prise Salz
140g Mehl
1/2 Tl Kardamom

für die Glasur
100g Staubzucker
1 Prise Kardamom
Orangensaft

gehackte Pistazien zum Bestreuen

1. Die Butter schaumig rühren, den Zucker dazusieben und weiter rühren. Dotter und Orangenschale unterrühren. Mehl, Salz und Kardamom dazusieben und kurz vermischen. 
2. Teig zu zwei Rollen mit ca. 3-4 cm Durchmesser formen, in Frischhaltefolie einwickeln und 2 Stunden in den Kühlschrank legen. (lässt sich auch gut einfrieren)
3. Backrohr auf 180 °C vorheizen, den Teig in ca. 3mm dünne Scheiben schneiden, auf einem Backblech verteilen. 8-10 Minuten backen (sie sollten kaum Farbe annehmen, ähnlich wie Vanillekipferl), danach komplett abkühlen lassen.
4. Für die Glasur Staubzucker, Kardamom und Orangensaft zu einer Glasur verrühren, die Kekse mit einem Klecks verzieren und mit gehackten Pistazien bestreuen. 

Montag, 25. April 2022

Weiße Schoko Cookies mit Erdbeeren und Kardamom

Zum Muttertag könnte man doch Kekse backen. So ganz frühlingshafte mit Erdbeeren und weißer Schokolade und ein bisschen Kardamom, weil das gut passt und sie noch ein bisschen besonders macht. Der Bär meint sogar, sie gehören zu den besten, die der Blog je gesehen hat und das ist doch was, oder Krebsen?




Weiße Schoko Cookies mit Erdbeeren und Kardamom
für etwa 20 Kekse • adaptiert von Joy the Baker
100g weiche Butter
125ml Sonnenblumen- oder Rapsöl
100g Zucker
50g Staubzucker
1 Ei
1 Pk Vanillezucker
1/2 Tl Zimt
1/2 Tl Kardamom
1/2 Tl Salz
300g Mehl
1 Tl Natron
30g gefriergetrocknete Erdbeeren, leicht zerdrückt
120g weiße Schokolade, grob gehackt

zum Wälzen
2 El Kristallzucker gemischt mit
1 Pk Vanillezucker

1. Butter in einer Schüssel cremig rühren, Öl, Zucker und Staubzucker dazugeben und zu einer glatten Masse rühren. Ei und Vanillezucker unterrühren. 
2. Zimt, Kardamom, Salz, Mehl und Natron in einer zweiten Schüssel mischen und dann kurz unter die Buttermasse rühren. Zum Schluss noch Erdbeeren und Shcokolade dazugeben, bis sich alles gerade so vermischt hat. Den Teig mindestens eine Stunde im Kühlschrank rasten lassen.
3. Backrohr auf 180°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Den Teig in Kugeln mit je ca. 40-50g portionieren und in Vanille-Zuckergemisch wälzen. Die Kugeln auf etwa 1cm Dicke zwischen den Händen flach drücken und auf das Blech setzen. 10-14 Minuten backen bis sie fest werden, aber noch nicht bräunen. Am Blech auskühlen lassen und danach luftdicht aufbewahren.

Sonntag, 13. Februar 2022

Mohnschnecken

Kurze Nächte brauchen lang gerollte Mohnschnecken, mit extra viel Fülle, damit man genug Energie für viele weitere kurze Nächte hat. 



Mohnschnecken

Teig nach dem Rezept der Zimtschnecken

für die Fülle 
100 ml Milch
30 g Butter
80 g Zucker
1 Prise Zimt
1 Prise abgeriebene Zitronenschale
150 g gemahlener Mohn

1. Den Teig nach Rezept vorbereiten (Schritte 1-3).
2. Inzwischen für die Fülle Milch, Butter und Zucker in einem Topf einmal aufkochen, Zimt, Zitronenschale und Mohn unterrühren und abgedeckt ziehen lassen.
3. Den Teig auf einer leicht geölten Arbeitsfläche mit den Fingern zu einem Rechteck ziehen. Die Größe ist dabei nicht entscheidend, der Teig sollte nur etwa 1cm dick sein. Die Fülle darauf verteilen, dabei an einer langen Kante zwei Zentimeter frei lassen. Nun den Teig locker, beginnend an der anderen langen Kante, aufrollen und in acht Schnecken schneiden. Das Ende jeder aufgerollten Schnecke unter die Schnecke stecken (damit sie sich beim Backen nicht entrollt) und sie dann mit großzügigem Abstand auf ein Backblech setzen. Abgedeckt noch einmal 30-60 Minuten (je nach Zimmertemperatur) gehen lassen. Die Schnecken sind soweit, wenn sie bei leichtem Fingerdruck etwa zur Hälfte wieder zurückspringen. Gegen Ende der Gehzeit das Backrohr auf 180°C vorheizen.
5. Mohnschnecken etwa 15-20 Minuten backen, bis sie goldbraun sind und noch heiß mit der geschmolzenen Butter bestreichen. Am allerbesten gleich warm essen, aber durch das Mehlkochstück sind sie auch am nächsten Tag, gut verpackt, noch sehr, sehr gut, locker und saftig!

Freitag, 11. Februar 2022

Castagnaccio


Hier werden gerade kaum neue Rezepte entwickelt, da die Zeit fehlt, aber ab und an bäckt man ja doch etwas. Entweder werden gute alte Vertraute aus den Archiven herausgekramt oder man bedient sich anderer Blogs seines Vertrauens. Das Rezept für diesen traditionell toskanischen Kastanienmehlkuchen kommt von A Modo Mio. 

Montag, 27. September 2021

Zimtschnecken

Wieviele Zimtschnecken-Rezepte braucht man? Genau drei: eines für Ungeduldige, eines für Entspannte und eines genau dazwischen. Das Besondere an diesem hier ist das Mehlkochstück, wodurch die Schnecken besonders lange frisch und fluffig bleiben. Falls man am nächsten Tag tatsächlich noch welche übrig haben sollte.



Zimtschnecken
adaptiert von King Arthur Baking • für 8 Stück

für das Mehlkochstück
100ml Milch
2 El Mehl

für den Teig
150ml kalte Milch
300g Mehl
1 Tl Salz
2 El Zucker
1 Pk. Trockengerm
50g weiche Butter

für die Fülle
1 El geschmolzene Butter
100g feiner Rohrzucker
3-4 Tl Zimt, nach Geschmack
1 El Mehl

+ 1 El geschmolzene Butter zum Bestreichen

1. Für das Mehlkochstück Milch und Mehl in einem kleinen Topf erhitzen. Dabei mit einem Schneebesen ständig rühren damit sich keine Klumpen bilden. Sobald die Mischung zu einer dicken Paste wird vom Herd nehmen und in eine Rührschüssel geben.
2. Direkt auf das heiße Mehlkochstück die kalte Milch gießen, darauf alle restlichen Teigzutaten geben und alles mit den Knethaken einer Küchenmaschine zu einem glatten, glänzenden Teig kneten. Das kann gut 15 Minuten dauern.
3. Den Teig abdecken und an einem warmen Ort ohne Luftzug eine Stunde gehen lassen. Inzwischen alle Zutaten für die Fülle zu einer sandigen Masse mischen und ein Blech mit Backpapier auslegen.
4. Den Teig auf einer leicht geölten Arbeitsfläche mit den Fingern zu einem Rechteck ziehen. Die Größe ist dabei nicht entscheidend, der Teig sollte nur etwa 1cm dick sein. Die Fülle darauf verteilen, dabei an einer langen Kante zwei Zentimeter frei lassen. Nun den Teig locker, beginnend an der anderen langen Kante, aufrollen und in acht Schnecken schneiden. Das Ende jeder aufgerollten Schnecke unter die Schnecke stecken (damit sie sich beim Backen nicht entrollt) und sie dann mit großzügigem Abstand auf ein Backblech setzen. Abgedeckt noch einmal 30-60 Minuten (je nach Zimmertemperatur) gehen lassen. Die Schnecken sind soweit, wenn sie bei leichtem Fingerdruck etwa zur Hälfte wieder zurückspringen. Gegen Ende der Gehzeit das Backrohr auf 180°C vorheizen.
5. Zimtschnecken etwa 15 Minuten backen, bis sie goldbraun sind und noch heiß mit der geschmolzenen Butter bestreichen. Am allerbesten gleich warm essen, aber durch das Mehlkochstück sind sie auch am nächsten Tag, gut verpackt, noch sehr, sehr gut, locker und saftig!

Dienstag, 10. August 2021

Nektarinen Joghurtkuchen

Ein einfacher Sommerkuchen, der sich mit jedem Sommerobst bestens versteht. 



Nektarinen Joghurtkuchen
120g Butter
200g Zucker
1 Tl Vanillezucker
abgeriebene Schale einer Bio Zitrone
2 Eier
250ml Joghurt
160g Mehl
20g geriebene Mandeln
2 El Mohn (optional)
2 Tl Backpulver
1 Tl frischer, geriebener Ingwer (optional)
1 Prise Salz
5-6 Nektarinen in dünne Spalten geschnitten (auch toll mit Pfirsichen, Äpfeln, Kirschen,…)

1. Backrohr auf 180°C vorheizen und eine Form (rund mit 24cm Durchmesser oder eckig, 30-40cm) fetten. Butter, Zucker, Vanillezucker und Zitronenschale in einer Schüssel schaumig schlagen. Eier nach und nach dazugeben und weiter schlagen. Joghurt unterrühren.
2. Alle trockenen Zutaten (plus Ingwer) in einer zweiten Schüssel mischen und dann unter den Teig rühren. Den Teig in die Form füllen und glatt streichen. Die Nektarinenspalten dicht nebeneinander in den Teig stecken und etwa 45 Minuten backen bzw. mit einem Holzstäbchen testen ob der Teig durchgebacken ist.

Samstag, 12. Juni 2021

Cantuccini mit Macadamianüssen und weißer Schokolade

Der Sommer braucht einen Keks, den man in den Espresso oder Vin Santo tunken kann während man sich entspannt zurücklehnt und aufs Meer, ins Grüne oder einfach aus dem Fenster schaut.
Heute mit Macadamianüssen, weißer Schokolade und Zitronenschale. Oder hier ganz klassisch mit Mandeln oder Haselnüssen.


Cantuccini mit Macadamianüssen und weißer Schokolade
300g geröstete Macadamianüsse
abgerieben Schale von 1,5 Bio-Zitronen
3 Eier
250g Zucker
400g Mehl
1/2 Pk Backpulver
1 Prise Salz
1 Eiweiß zum Bestreichen (bei großen Eiern hebe ich immer einen etwas Eiklar vom Teig auf und schlage nicht extra ein viertes zum Bestreichen auf)
100g weiße Schokolade

1. Backrohr auf 175°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Eier, Zucker und Zitronenschale in einer Schüssel aufschlagen. Mehl, Backpulver und Salz in einer zweiten Schüssel mischen.
2. Mehlmischung unter die Eier rühren, danach Nüsse dazugeben. Alles zu einem klebrigen Teig rühren. Mit feuchten Händen auf dem Blech 2-3 lange Stränge (3-5cm breit) formen und die Oberfläche mit nassen Fingern glattstreichen. Die Teigwürste dabei nicht zu nahe aneinander legen, weil sie beim Backen noch ein Stück breiter werden. Mit Eiweiß einpinseln und 35 Minuten backen bis die Oberfläche goldbraun ist.
3. Die noch heißen Laibe mit einem scharfen Messer (Wellenschliff geht am besten) schräg in ca. 1cm breite Biscotti schneiden. Entweder so abkühlen lassen, oder – für extra knusprige Biscotti – alle nebeneinander aufs Blech legen und auf jeder Seite nochmal 5 Minuten fertigbacken und abkühlen lassen.
4. Die weiße Schokolade überm Wasserbad schmelzen und mit einer Gabel über die kalten Cantuccini träufeln. Im Kühlschrank fest werden lassen und danach luftdicht verpackt aufbewahren.

Sonntag, 16. Mai 2021

Fraisier – Französische Erdbeertorte

Torten gibt es hier sehr selten, weil ich sehr selten eine zweimal mache. So ein feines Frühsommertörtchen kann sich aber wiederholen. Ganz luftig, fruchtig und frisch und ein echter französischer Klassiker.




Fraisier
für einen 20cm Tortenring

für den Mandelbiskuit
3 Eier
90 g Zucker
3 El heißes Wasser
75 g glattes Mehl 
30 g gemahlene Mandeln

für das Erdbeerpüree
150g Erdbeeren
1-2 El Zucker, nach Geschmack
1 Tl Zitronensaft
1,5 Tl Speisestärke (Maizena)

für die Crème pâtissière
300ml Milch
1Pk Vanillezucker
40g Zucker
3 Dotter
25g Speisestärke (Maizena)
2 Blatt Gelatine

für den Sirup
20ml Zitronensaft
1 Tl Cointreau oder Wasser
25g Zucker

ausserdem 
200ml Schlagobers
ca. 600g Erdbeeren

1. Das Backrohr auf 180°C vorheizen. Ein Blech (ca. 30x40cm) mit Backpapier auslegen. Eier, Zucker und heißes Wasser in einer Schüssel zu einer hellen, dicken Creme aufschlagen. Mehl und gemahlene Mandeln über die Eicreme sieben, vorsichtig unterheben, ohne zu viel Volumen zu verlieren. Die Masse auf das Blech streichen und 9-13min backen, bis die Oberfläche leicht bräunt und auf leichten Fingerdruck wieder zurückspringt. Abkühlen lassen.
2. Für das Erdbeerpüree die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Erdbeeren, Zucker und Zitronensaft in einem Topf aufkochen. Die Masse mit dem Pürierstab glatt pürieren. Speisestärke mit einem Tl Wasser glattrühren und zu den Erdbeeren rühren. Noch einmal aufkochen, bis es blubbert. Den Topf vom Herd nehmen, die Gelatine ausdrücken und ins Püree rühren. In den Kühlschrank stellen, bis die Masse ganz kalt ist.
3. Für die Crème pâtissière die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Milch und Vanillezucker in einem Topf erhitzen. In einer Schüssel Zucker, Dotter und Speisestärke glattrühren. Kurz bevor die Milch beginnt zu kochen vom Herd nehmen und langsam unter ständigem Rühren zur Eiermischung gießen. Die Masse wieder zurück in den Topf geben und unter ständigem Rühren etwa 2 Minuten köcheln lassen, bis die Crème zu einem dicken Pudding geworden ist. In eine flache Schüssel umfüllen, die Oberfläche direkt mit Klarsichtfolie abdecken, damit sich keine Haut bildet und im Kühlschrank komplett auskühlen lassen.
4. Für den Sirup alle Zutaten in einem kleinen Topf aufkochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Abkühlen lassen.
5. Um die Crème abzuschließen, jetzt noch den kalten Pudding im Mixer cremig rühren. In einer hohen Schüssel den Schlagobers halbsteif schlagen und danach vorsichtig unter den Pudding heben. Die Masse in einen Spritzbeutel füllen, von dem man die Spitze abschneidet. Wir machen damit keine dekorativen Muster, die Verteilung der Crème auf der Torte geht so nur viel leichter.
6. Für die Torte einen Tortenring (20cm Durchmesser) auf eine Platte stellen. Aus dem Biskuit zwei Kreise (18cm Durchmesser) ausschneiden. Wenn sich das nicht ausgeht, kann man einen Kreis auch aus Reststücken zusammenstückeln. Die Erdbeeren waschen, trocknen und längs halbieren. Sirup, Erdbeerpüree und Crème bereitstellen.
7. Man beginnt mit einer Biskuitplatte.* Rundherum werden die Erdbeeren dicht aneinander mit Schnittseite nach aussen in den Ring gestellt. Den Biskuit mit Sirup einpinseln. Jetzt kommt etwa die Hälfte der Creme darauf, wobei sie an den Seiten höher gestrichen wird, damit die Erdbeeren komplett bedeckt sind. Darauf kommen einige Löffel Erdbeerpüree, Erdbeerstücke und die nächste Schicht Biskuit. Wieder mit Sirup einpinseln. Abschließend wird die restliche Crème darauf verteilt und glatt gestrichen. Die Torte mind. 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.
8. Vor dem Servieren noch mit übrigen Erdbeeren und Erdbeerpüree verzieren. 

* eine schön bebilderte Anleitung gibt es zB. hier.