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Montag, 19. Mai 2025

Himbeertarte mit Pistazienganache montée für die Mama

Mamas Geburtstagstarte: Mandelmürbteig, Pistazienganache montée, frische Himbeeren. Kein Rezept, nur eine Notiz.



Sonntag, 23. Februar 2025

Schwarze Sesam Kekse

Ein feiner, nussiger und nicht zu süßer Keks, der auf der Zunge zergeht. Wer kein schwarzes Sesampulver hat, nimmt gemahlene Mandeln, so wie in diesem Rezept, das ich vor über 10 Jahren hier bereits veröffentlicht habe.


Schwarze Sesam Kekse
adaptiert von David Lebovitz
70g glattes Mehl
70g Vollkornmehl
35g gemahlener schwarzer Sesam (gibts im Chinesischen oder Koreanischen Supermarkt)
75g kalte Butter, in Flocken
75g Zucker
1 Prise Salz
100g Tahini (gut durchgerührt und flüssig)
1 El Wasser (optional)
Sesam zum Rollen (optional)

1. Backrohr auf 175°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Mehl, Sesampulver, Zucker und Salz mischen und die Butterflocken mit den Fingern unterreiben, bis die Masse krümelig wird. Dann Tahini dazugeben und mit einem Kochlöffel oder Spatel vermischen. Das sollte einen festen Keksteig ergeben. Falls er noch zu krümelig ist und nicht zusammenhält, einfach noch einen Löffel kaltes Wasser dazugeben.
2. Den Teig zu kleinen Kugeln rollen, (optional in Sesam tunken), mit etwas Abstand aufs Blech setzen und mit zwei Fingern leicht platt drücken. Etwa 15 Minuten backen, oder so lange bis die Kekse leicht braun werden und bei leichtem Druck ihre Form behalten. Sie halten sich luftdicht verpackt an einem kühlen Ort gelagert mindestens eine Woche.





Dienstag, 9. Januar 2024

Weihnachten 2023

Weihnachten 2023 mit 16 Sorten Keksen – ich hätte ja gerne noch mehr gemacht, aber essen muss sie auch jemand sagt meine Mama. 

Die üblichen Verdächtigen: Kekis, Orangette, Vanillekipferl, Haferflockenmakronen, Linzeraugen, Kokospyramiden, Spritzgebäck, Lebkuchen, Apfelkaramellen, Monde, Florentiner

Die Neuzugänge: Dackel (kinderfreundliches Rezept ohne raffinierten Zucker), Nougatpilze, italienische Mandelkekse, Haselnuss-Orangen-Shortbread und Mohn-Marzipan-Augen.



Montag, 20. Juni 2022

Sommer Galette mit Beeren, Nektarinen und Polenta

Wenn man sich schon überwindet bei 32°C das Backrohr einzuschalten, dann wenigstens für diese saftige Galette mit den liebsten Sommerfrüchten und feinem Knusperboden dank Polenta und Buttermilch. Da braucht man nichts dazu, wobei ein Löfferl Schlagobers oder eine Kugel Vanilleeis noch nie jemandem geschadet hat.



Sommer Galette
für den Teig
150g Mehl
30g Polenta oder Maismehl
40g Zucker
1 Prise Salz
100g kalte Butter, in Stücken
2-4 El Buttermilch

für den Belag
2 El gemahlene Mandeln
1 El Speisestärke
3 El Zucker
Saft einer halben Zitrone
Vanillezucker oder Zitronenschale nach Geschmack
600-700g gemischte Beeren und Nektarinenspalten

1 Ei, verquirlt & Kristallzucker für den Rand

1. Für den Teig Mehl, Polenta, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Die Butter mit den Fingern zwischen der Mehlmischung verreiben, bis sie die Konsistenz für Sand hat. Zuerst 2 El Buttermilch zum Teig mischen und kurz verkneten. Wenn der Teig zu trocken und bröselig ist, noch etwas mehr Buttermilch zugeben. Der Teig sollte nicht klebrig sein, aber auch keine trockenen Stellen haben. Den Teig in eine flachen Scheibe drücken, in Folie einwickeln und mindestens eine Stunde kühlstellen.
2. Backrohr auf 200°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Für den Belag gemahlene Mandeln, Speisestärke und 1 El Zucker in einer kleinen Schüssel vermischen. In einer zweiten Schüssel Obst mit 2 El Zucker, Zitronensaft und ggf. Vanille oder Zitronenschale mischen.
3. Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche etwa 3mm dick ausrollen und mittig auf das Backpapier legen. Die Mandelmischung darauf verteilen, dabei einen 3cm breiten Rand lassen. Das Obst auf den Mandeln verteilen, die Ränder über das Obst schlagen und leicht festdrücken, damit alles an seinem Platz bleibt. 
4. Den Rand der Galette mit verquirltem Ei bestreichen, mit Kristallzucker bestreuen und ins Backrohr schieben. Nach 10 Minuten die Temperatur auf 180°C reduzieren und 40-50 Minuten backen, bis das Obst blubbert und die Ränder goldbraun sind. Am besten am selben Tag warm oder bei Zimmertemperatur genießen, schmeckt aber auch super am nächsten Tag direkt aus dem Kühlschrank.

Samstag, 26. September 2020

Holländische Appeltaart

Teil 2 der Apfelverwertung erinnert mich an Amsterdam-Urlaube. Im Cafe Winkel in der Herbstsonne sitzen, Pfefferminztee trinken und Appeltaart essen. Das sollten wir bald wieder machen, liebes Krebsen.



Appeltaart

für den Teig:
300g Mehl
200g Butter
100g Staubzucker
1 Ei
1 Prise Salz

für die Fülle: 
1,5kg säuerliche Äpfel
Saft und abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
50g Rosinen oder Korinthen
70g hellbrauner Rohrzucker
1 Tl Zimt
1 Pk Vanillepuddingpulver

1. Für den Teig alle Zutaten rasch zu einem Mürbteig verkneten, in Folie wickeln und eine Stunde im Kühlschrank rasten lassen.
2. Inzwischen die Äpfel schälen, entkernen und in ca. 1cm dicke Stücke schneiden. Backrohr auf 175°C vorheizen und eine Springform (24cm Durchmesser) fetten und mit Mehl ausstreuen.
3. Äpfel mit den übrigen Zutaten vermischen. 2/3 des Teigs auf einer bemehlten Arbeitsfläche rund ausrollen, in die Form legen und den Rand auf den Seiten bis zur Oberkante festdrücken. Die Äpfel darauf geben. Das übrige Drittel Teig ausrollen, in Streifen schneiden und über den Äpfeln zu einem Gitter verweben. 
4. Den Kuchen in der unteren Hälfte des Backrohrs ca. 1,5 Stunden backen bzw. bis die Äpfel blubbern. Nach 40 Minuten nachschauen, ob der Teig schon dunkel wird. Dann einfach mit Backpapier bedeckt weiterbacken. In der Form einige Stunden abkühlen lassen. Schmeckt fast noch besser am nächsten Tag.

Montag, 24. Dezember 2018

Weihnachten 2018

Wir waren sehr fleißig dieses Jahr. 21 Sorten! Frohe Weihnachten!


Monde, Osttiroler Lebkuchen, gebrannte Mandeln, Husarenkrapferl, Linzeraugen, weiße Rumkugeln, Whiskeykugeln, Mamas Tamarindenkugeln, Hamantaschen, Spritzgebäck, weiße Schoko-Marzipanblumen, Londoner Schnitten, Kokosstangerl, Kekis (einfacher Mürbteig in Schokolade getunkt – ein Omi-Klassiker), Orangette, Florentiner,  Kokospyramiden, Vanillekipferl, Haferflockenmakronen, Apfelkaramellen und Ricciarelli.














Sonntag, 11. Februar 2018

Gefüllte Schokomoussetartes

Kleine, feine Moussetörtchen aus Yotam Ottolenghis neuem Buch „Sweet“ für einen gemütlichen Geburtstag. Herrlich buttriger Mürbteig mit cremig gebackenem dunklem Schokoladenmousse und einer kleinen Überraschung aus Marmelade oder Sesam mit Honig. Besonders gut passt hier Orangenmarmelade, noch besser von der Mama gemacht. Aber auch die Halva-Mischung aus Sesam und Honig war ganz köstlich. Erdnussbutter oder Himbeergelee kann ich mir auch sehr gut vorstellen. Manchmal braucht man eben keine mehrstöckige Geburtstagstorte und so ein Tartelette ist gleich viel, viel interessanter als die ewig gleichen picksüßen und oft viel zu mächtigen Cupcakes.




Gefüllte Schokomoussetartes
adaptiert aus „Sweet” von Yotam Ottolenghi • für 12 kleine Tartes

für den Teig:
300g Mehl
90g Staubzucker
1 Prise Salz
abgeriebene Schale einer halben Bio-Zitrone
200g kalte Butter, grob gewürfelt
1 großer Dotter
20ml Wasser

für das Mousse:
200g gute, dunkle Schokolade
150g Butter
3 große Eier
50g Zucker
1 Prise Salz

für die Füllung:
Bitterorangenmarmelade
oder
Tahini, gemischt mit Honig nach Geschmack

1. Für den Teig alle Zutaten schnell zu einem glatten Teig verarbeiten, flach drücken, in Folie wickeln und mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
2. Ein Muffinblech fetten und mit Mehl ausstreuen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 2-3mm dick ausrollen. Kreise (10-12cm) ausstechen und die Vertiefungen im Blech damit auskleiden. Den übrigen Teig für anderes Rezept in den nächsten 2-3 Tagen verbrauchen oder gut verpackt einfrieren. Das Blech nochmal 1 Stunde kalt stellen.
3. Inzwischen das Backrohr auf 180°C voheizen und zum Blindbacken der Tartes Quadrate aus Backpapier schneiden. Die Tartes mit den Quadraten auslegen und mit trockenen Hülsenfrüchten beschweren. Ca. 15 Minuten backen, bis die Ränder beginnen hellbraun zu werden. Backpapier samt Hülsenfrüchten vorsichtig aus den Formen lösen und nochmal 3 Minuten backen, bis die Böden trocken sind. Zum Abkühlen beiseite stellen.
4. Für das Mousse Schokolade und Butter überm Wasserbad schmelzen und beiseite stellen. Eier, Zucker und Salz in einer Rührschüssel mit dem Mixer auf hoher Stufe aufschlagen bis die Masse dick und hellgelb ist und sich das Volumen verdreifacht hat. Die abgekühlte Schokolade mit einem Spachtel vorsichtig unterheben, bis alles gut vermischt ist, ohne zu viel Volumen zu verlieren. Mousse in einen Spritzbeutel füllen. (Geht auch ohne, ist dann halt ein bisschen rustikaler.)
5. Backrohrtemperatur auf 200°C erhöhen. Auf den Boden jeder Tarte entweder einen Tl Marmelade oder Tahin-Honig-Mischung streichen. Das Mousse großzügig darüber verteilen, sodass auch die Ränder mit Mousse bedeckt sind. 8-9 Minuten backen (sie sollen innen noch weich sein), vollständig in der Form auskühlen lassen.
6. Mit einem kleinen Messer die Tartes aus der Form lösen und mit Kakao oder Staubzucker bestreuen. Im Original werden sie jetzt noch mit einem Nocken Mascarpone und Sesamkrokant verziert – kann man, muss man aber nicht.

Sonntag, 25. Juni 2017

Rhabarber Himbeer Tarte auf Kokosmürbteig und weißer Schokolade

Zum Geburtstag hat die Mama diese hübsche und fruchtige Frühlings-Tarte bekommen. Sie besteht aus einem feinen Kokosmürbteig, weißer Schokoladenganache, Himbeergelee, Rhabarbercurd, Meringuewölkchen und frischen Himbeeren. Absolut köstlich!






Rhabarber Himbeer Tarte

für den Mürbteig
250g Mehl
125g kalte Butter, in Stücken
60g Staubzucker
50g Kokosett
2 Dotter
2-3 El Eiswasser
1 Prise Salz

für die Schokoganache
50g Weiße Schokolade
25g Schlagobers

für das Himbeergelee
125ml Himbeersaft (aus aufgetauten, zerdrückten und durch ein Sieb gepressten Himbeeren)
1 Blatt Gelatine

für das Rhabarbercurd
ca. 1/2 kg Rhabarber, in kleine Stücke geschnitten
2 El Zitronensaft
120g Zucker
1 Tl Speisestärke
2 Eier
1 Dotter
2-3 Blatt Gelatine
50g weiche Butter

für die Meringue
85g Eiweiß (2-3 große Eier)
125g Zucker
1/2 Tl Zitronensaft
1 Prise Salz
1 Prise Vanillepulver

1. Für den Mürbteig alle Zutaten rasch zu einem Teig verarbeiten, in Folie wickeln und mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen. Der Teig ist eventuell recht trocken, das macht aber nichts. Im Zweifelsfall etwas mehr kaltes Wasser einarbeiten.
2. Inzwischen den Rhabarber in einem Topf mit einem Schluck Wasser auf kleiner Flamme köcheln bis er zerfällt. Durch ein Sieb drücken, vom Saft 200ml abmessen und beiseite stellen.
3. Den Teig ausrollen und eine Tarteform (24-26cm Durchmesser) damit auslegen. Form wieder für 10 Minuten in den Kühlschrank stellen, in der Zwischenzeit das Backrohr auf 180°C vorheizen. Tarteboden mit Backpapier bedecken und mit trockenen Bohnen beschweren. Tarte 10 Minuten backen, dann die Bohnen und das Papier wegnehmen und nochmal 15-20 Minuten backen, bis die Tarte goldgelb ist, auskühlen lassen.
4. Für die Ganache den Schlagobers aufkochen, vom Herd nehmen. Die Schokolade in Stücken dazugeben und rühren bis sie komplett geschmolzen ist. Ganache auf dem Tarteboden gleichmäßig verstreichen. Im Kühlschrank fest werden lassen.
5. Für das Gelee die Gelatine 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und mit 2 El der 125ml Himbeersaft in einem kleinen Topf langsam auflösen. Unter den übrigen Saft rühren, in die Tarteform gießen und im Kühlschrank fest werden lassen.
5. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Für das Curd Rhabarber-, Zitronensaft, Zucker, Stärke, Eier und Dotter in einem Topf gut verrühren. Über kleiner Flamme so lange rühren, bis das Curd eindickt. Nicht ungeduldig werden und nicht zu viel Hitze verwenden, sonst stockt das Ei! Gelatine ausdrücken und in das heiße Curd rühren. Die Masse durch ein feines Sieb drücken, falls doch kleine Stücke Ei gestockt sind. Die Butter einrühren und kurz stehen lassen bis das Curd nur noch warm ist, dann auf die Himbeerschicht in den Tarteboden gießen und im Kühlschrank fest werden lassen.
6. Für die Meringue Eiweiß, Zucker, Zitronensaft, Salz und Vanillepuder in einer Metall- oder Glasschüssel verrühren und über ein leicht köchelndes Wasserbad setzen. Stetig rühren, bis die Mischung 79°C erreicht hat. (Ich verwende ein Küchenthermometer.) Sofort vom Wasserbad nehmen und mit dem Mixer auf hoher Stufe aufschlagen bis die Meringue cremig, weiß, stabil und höchstens noch handwarm ist. Auf der Tarte verteilen und entweder mit einem kleinen Flambierer oder unterm Backofengrill die Spitzen leicht bräunen. Sofort servieren.

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Feigen Marzipan Tarte

Noch ein gute Stück aus den Archiven – diesmal mit Feigen statt mit Äpfeln, aber mit der gleichen köstlichen Marzipancreme gefüllt. Tartes mit Mandelcreme aka Frangipane und diversen Obstsorten schmecken herrlich dekadent und sind besonders mit Marzipan extrem schnell gemacht. Vor allem, weil man von Heidelbeeren bis Birnenspalten so ziemlich jedes Obst (Zitrusfrüchten wahrscheinlich nicht) verwenden kann. Hier das Rezept für den Teig und hier für die Creme (doppelte Menge verwenden). Den Teig 10 Minuten bei 180°C in der Tarteform vorbacken, mit Creme bestreichen, mit Feigen-Viertel belegen und 30-35 Minuten goldbraun fertig backen.



Dienstag, 3. März 2015

Hamantaschen

Am Freitag wird das jüdische Purimfest gefeiert und da gibt es traditionellerweise Hamantaschen – dreieckige, fein buttrige und mürbe Kekse mit verschiedenen Füllungen wie Mohn, Nüssen, Marmelade usw. Meine habe ich mit einer Dattel-Orangen-Paste, Marillenmarmelade und Nutella gefüllt. Je mehr Füllungen man macht, desto mehr Hamantaschen kann man nachher nämlich verkosten, liebes Krebsen!

Die Kekse auf dem Foto sind recht groß geworden, weil der einzige verfügbare runde Keksausstecher ein Serviettenring mit 8cm Durchmesser war. Zwischen 5 und 8cm wird alles gut funktionieren und letztendlich beschwert sich wohl niemand über zu große Kekse.


Hamantaschen
adaptiert von Bon Appétit
250g Mehl
3/4 Tl Backpulver
1 Prise Salz
100g weiche Butter
100g Zucker
1 großes Ei, Zimmertemperatur
+1 Ei, verquirlt mit 2 El Milch oder Wasser zum Bestreichen
Marmelade, Nutella, Mohnfülle und/oder Dattelpaste (Rezept unten) zum Füllen

1. Für den Teig Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen. In einer zweiten Schüssel Butter und Zucker schaumig schlagen, danach das Ei unterrühren. Mehlmischung unterrühren und alles zügig zu einem glatten Teig verarbeite. Zu einer Kugel rollen, in Folie wickeln und zwei Stunden (maximal 2 Tage) in den Kühlschrank legen.
2. Den Teig eine halbe Stunde vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen. Backrohr auf 180°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.
3. Den Teig auf einer nur leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, Kreise ausstechen (5-8cm Durchmesser) und die Ränder mit Eistreiche bepinseln. In die Mitte eine Portion Fülle setzen (1/2-1 1/2 Tl, je nach Kreisdurchmesser) und an drei Ecken gut zusammendrücken damit beim Backen nichts ausrinnt. In der Mitte soll die Fülle aber herausschauen. Hamantaschen aufs Blech setzen und etwa 20 Minuten backen.

Dattel-Orangen-Paste
adaptiert von Bon Appétit
120g entsteinte Datteln, in Stücke geschnitten
1 Tl abgeriebene Orangenschale
1/2 Tl Zimt
1 Prise Salz
200ml Wasser
1 Tl Butter

1. Alle Zutaten ausser der Butter in einem kleinen Topf zum Kochen bringen und auf niedriger Flamme etwa 5 Minuten einkochen, bis eine dicke, stückige Paste entsteht. Die heiße Masse mit einem Pürierstab glatt pürieren, Butter unterrühren und kaltstellen. Hält sich im Kühlschrank etwa 4 Tage und schmeckt auch köstlich als Aufstrich, im Joghurt oder in der Bananenmilch.

Donnerstag, 27. November 2014

Rustikale Birnen Cranberry Tartes

Das Tageslicht im Winter ist ein Hund. Es ist ja nicht so, als hätte ich nichts gebacken in letzter Zeit, aber das Zeitfenster in dem die neusten Kreationen Blog-akzeptabel fotografiert werden können, ist so winzig, dass es momentan nur die wenigsten Rezepte hierher schaffen. Ein Jammer, aber ich kenne mich ja, ich würde auch nichts dunkelgrau-verwackeltes nachbacken wollen – egal wie köstlich es in Wahrheit auch sein mag.

Bei den kleinen Tartelettes wars auch schon recht dämmrig, aber ich muss dir trotzdem davon erzählen, liebes Krebsen. So feine, mürbe Birnentartes mit säuerlichen Cranberries und dem Aroma von Orangenschale und Haselnüssen sind nämlich die perfekte Nachspeise für düstere Novembertage. Und ja, ich nehme gern noch ein Löfferl Schlagobers dazu!




Rustikale Birnen Cranberry Tartes
für den Teig:
125g Mehl
1 Prise Salz
70g kalte Butter, in Stücken
25g gemahlene Haselnüsse
2-3 El Eiswasser

für den Belag:
125g frische oder gefrorene Cranberries
Saft und abgeriebene Schale einer halben Orange
40g Zucker
2-3 reife Birnen

1 verquirltes Ei zum Betreichen
etwas Kristallzucker zum Betreuen

1. Für den Teig alle Zutaten schnell zu einem Mürbeteig verarbeiten, der gerade so zusammenhält. Zu einer Kugel formen, in Folie wickeln und mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen.
2. Für den Belag die Cranberries, Orangensaft und -schale mit dem Zucker in einem kleinen Topf kurz aufkochen, bis die Beeren aufspringen und der Zucker aufgelöst ist. Abkühlen lassen. Birnen schälen, entkernen und in dünne Spalten schneiden.
3. Backrohr auf 180°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Den kalten Teig in vier Teile teilen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Auf jeden Teigkreis (kann ruhig etwas unförmig sein) einen Esslöffel Cranberries verteilen, dabei einen etwa 3cm breiten Rand freilassen. Die Birnenscheiben auf die Beeren schichten und die Ränder nach innen falten. Das muss nicht besonders hübsch werden, ist schließlich "rustikal".
4. Die Ränder mit Ei bestreichen und über die ganze Tarte noch etwas Zucker streuen. 30-40 Minuten backen, bis der Teig goldbraun und die Birnen relativ weich sind. Schmeckt gut noch warm mit Vanilleeis oder auch noch am nächsten und übernächsten Tag einfach so oder mit Schlagobers.

Montag, 22. September 2014

Apfelweintorte

Es ist Herbst und ich muss langsam einsehen, dass die Wassermelonen-Zeit endgültig vorbei ist. Das ist eine ziemliche Tragödie, liebes Krebsen, aber dafür gibt es endlich wieder frische, saftige Äpfel! Das ist gar kein so schlechter Ersatz und man kann damit auch wesentlich besser backen.

Die Aluettenküche beginnt die Apfelsaison mit der weltbesten Apfelweintorte für einen verspäteten Geburtstags-Nachmittagskaffee. Die habe ich nicht zum ersten Mal gebacken und als ich von meinen Backplänen berichtet habe, war die Reaktion "Ooohh dieee!" und gierig leuchtende Augen. Ja, so gut ist sie. Sogar meine liebe Tante Geli hat sich nach dem Rezept erkundigt und das will was heißen, sonst isst sie nämlich nie etwas Süßes.

Besonders daran ist die Fülle, für die man Apfelwein mit Vanillepuddingpulver zu einer köstlichen Creme kocht und unter fein geschnittene Apfelscheiben hebt. Die Masse wird in einem süßen Mürbteig gebacken und rastet dann über Nacht im Kühlschrank damit alles gut durchziehen kann. Direkt vor dem Servieren wird die ganze Torte noch mit einer großzügigen Schlagobershaube bedeckt und dann darf man sich darauf stürzen. Davon habe ich kein Foto gemacht, aber ich denke man kann sich vorstellen wie großartig das ist.





Apfelweintorte
für den Teig:
250g Mehl
125g Zucker
125g Butter
1 Prise Salz
1 Ei

für die Fülle:
1,5kg Äpfel
Saft einer halben Zitrone
750ml Apfelwein (oder trockener Weißwein mit Apfelsaft gemischt)
2 Pk Vanillepuddingpulver
150g Zucker
1 Pk Vanillezucker

200ml Schlagobers
1-2 El Semmelbrösel
eventuell Sahnesteif

1. Eine Backform mit 26-28cm Durchmesser fetten und mit Semmelbröseln ausstreuen. (Meine Backform hatte nur 22cm Durchmesser, die Torte wird dadurch einfach höher und es bleibt etwas fülle übrig.) Für den Teig alle Zutaten schnell zu einem Teig verarbeiten, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und in die Backform legen. Bei einer 28cm Form sollte man einen etwa 4cm hohen Rand aufziehen, bei einer kleineren Form kann er ruhig höher sein. Die Form in den Kühlschrank stellen.
2. Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in dünne Scheiben schneiden, mit dem Zitronensaft mischen und beiseite stellen. Backrohr auf 160°C vorheizen.
3. Etwa 100ml Apfelwein mit Puddingpulver, Zucker und Vanillezucker mischen. Den restlichen Apfelwein in einem Topf zum Kochen bringen, Puddingmischung einrühren und einmal kurz aufkochen lassen bis die Masse eindickt. Den Pudding unter die Apfelspalten heben, alles in die Backform füllen und glatt streichen. Die Torte eine halbe Stunde bis Stunde backen (kommt sehr auf das Backrohr an), bis die Teigränder goldbraun sind, abkühlen lassen und am besten über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
3. Vor dem Servieren den Schlagobers aufschlagen und auf der Torte verteilen. Mit einem halben Packerl Sahnesteif hält sich der Obers auch noch ein paar Stunden im Kühlschrank.

Montag, 8. September 2014

Biskuitrolle und andere Desaster

Heute gibt es kein Rezept, weil in letzter Zeit einfach zu viel schiefgegangen ist. Trotzdem, auch das muss dokumentiert werden. Man muss ja aus seinen Fehlern lernen, oder Krebsen? 

Ich habe mich zum Beispiel am Brot backen versucht, was eigentlich recht vielversprechend angefangen hat, sogar mit Pizzastein. Es wurde ein sehr schönes Körndlbrot, das aber nicht wie Brot sondern mehr wie eine salzige Buchtel geschmeckt hat. Viel zu viel Germ! 



Dann war da noch der Topfen-Brombeer-Gugelhupf. Der ist sicher super saftig, habe ich mir gedacht, aber er war eher, hm, durchschnittlich, zu dicht und beinahe trocken.



Und die Kekse? Walnuss-Chocolate Chip. Schon gut, aber beim Backen hätten sie ruhig ein bisschen größer und flacher werden können. Auch nicht Blog-verdächtig.







Die Feigentarte mit Pistazien-Frangipane war Krebsens Geburtstagstorten-Sequel. Geschmacklich wirklich köstlich – was soll bei der Kombination auch groß schiefgehen – aber mit der Konsistenz der Frangipane bin ich nicht ganz zufrieden. Daran wird noch gearbeitet.

Oh und die eigentliche Katastrophe der letzten Backexperimente war die Biskuitrolle. Es kann ja nicht sein, dass ich noch nie eine Biskuitrolle gemacht habe, habe ich mir gedacht und mich fröhlich ans Eier trennen gemacht. Nachdem ich dann den Teig zu lange gebacken habe, er beim Rollen gebrochen ist und die Himbeertopfencreme auf allen Seiten herausgequollen ist, habe ich beschlossen das Projekt "Biskuitrolle" fürs Erste ruhen zu lassen. Hoffentlich habe ich bald mal wieder ein Erfolgserlebnis…

Donnerstag, 20. Februar 2014

Zitronenschnitten

Diese Zitronenschnitten sind eine kleine Geschmacksexplosion. Leuchtend gelb mit weicher Creme und mürbem Mandelboden und einer intensiven süß-sauer Kombination. Perfekt für meine Zitronentarte-Liebhaberin Leila.




Zitronenschnitten
für den Teig:
125g weiche Butter
50g Zucker
150g Mehl
100g gemahlene Mandeln
1 Prise Salz

für die Creme:
5 große Eier
500g Zucker
abgeriebene Schale und Saft von 4 Bio Zitronen (ca. 200-250ml)
110g Mehl

1. Für den Teig alle Zutaten schnell zu einem Teig verkneten, in eine Backform (ca. 20x30 cm) drücken und eine halbe Stunde kühl stellen.
2. Backrohr auf 180°C vorheizen und den Boden 15-20 Minuten vorbacken bis er ganz leicht hellbraun ist. Boden herausnehmen und das Backrohr eingeschaltet lassen.
3. Für die Füllung alle Zutaten mit einem Schneebesen verquirlen, auf den Boden gießen und 30-35 Minuten backen. Abkühlen lassen und am besten im Kühlschrank aufbewahren. Kalt mit Staubzucker betreuen und in Quadrate schneiden.

Freitag, 25. Oktober 2013

Preiselbeer Linzertorte

Manche Dinge werden mit der Zeit erst richtig gut und das nicht nur weil der Gusto immer größer wird, sondern weil sich Geschmack und Konsistenz erst entwickeln müssen. Bei Gulasch ist das so und bei Lebkuchen und Linzertorte natürlich. Dann muss man eben stark sein, auch wenn sie so köstlich duftet und brav einen Tag warten, denn mehr kann man ja wirklich nicht verlangen. Und man wird es nicht bereuen. 




Preiselbeer Linzertorte
für den Teig
125g Mehl
125g gemahlene Haselnüsse
125g Zucker
125g kalte Butter, in Stücken
1 Dotter

für die Füllung
250g frische Preiselbeeren
Saft einer Orange
100g Zucker
Mark einer Vanilleschote (optional)

1. Alle Zutaten für den Teig in einer Küchenmaschine schnell zu einem Teig verarbeiten, in Folie einwickeln und mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen.
2. Für die Füllung alle Zutaten in einem kleinen Topf aufkochen und 5 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen bis alle Preiselbeeren aufgeplatzt sind und die Masse eindickt. Abkühlen lassen.
3. Zwei Drittel des Teigs in eine Springform mit 20cm Durchmesser drücken und einen 1-2 cm hohen Rand hochziehen. Den Rest des Teigs in dünne Stränge rollen. Alles noch einmal eine halbe Stunde kühlstellen.
4. Backrohr auf 170°C vorheizen. Die Preiselbeeren auf den Teig streichen und eventuell ein paar Löffel davon wegnaschen, wenn es zu viel ist. Die Teigstränge gitterförmig auf dem Kuchen verteilen und 30-40 Minuten goldbraun backen. Erst am nächsten Tag essen oder noch besser ein paar Tage im Kühlschrank rasten lassen. Auch wenn es viel Selbstdisziplin kostet, er wird von Tag zu Tag besser.