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Dienstag, 9. Januar 2024

Weihnachten 2023

Weihnachten 2023 mit 16 Sorten Keksen – ich hätte ja gerne noch mehr gemacht, aber essen muss sie auch jemand sagt meine Mama. 

Die üblichen Verdächtigen: Kekis, Orangette, Vanillekipferl, Haferflockenmakronen, Linzeraugen, Kokospyramiden, Spritzgebäck, LebkuchenApfelkaramellen, Monde, Florentiner

Die Neuzugänge: Dackel (kinderfreundliches Rezept ohne raffinierten Zucker), Nougatpilze, italienische Mandelkekse, Haselnuss-Orangen-Shortbread und Mohn-Marzipan-Augen.



Montag, 13. Juni 2022

Ein feiner, saftiger und ganz einfacher Rhabarberkuchen, bevor die Saison zu Ende ist.
Die Rezeptmenge eignet sich gut für eine Kastenform, kann aber einfach verdoppelt auch gut in einer Spring-oder Tarteform mit 23cm Durchmesser gebacken werden. So groß der Rhabarber-Hunger eben gerade ist.
        

Rhabarber Mandelkuchen
für eine Kastenform oder die doppelte Menge in einer 23cm Spring- oder Tarteform
250g Rhabarber
100g weiche Butter
75g Zucker
1Pk Vanillezucker
1 Ei
75g Mehl
60g gemahlene Mandeln
1/2 Tl Backpulver
1 Prise Salz
2 El Joghurt oder Sauerrahm
2 El Kristallzucker zum Bestreuen

1. Backrohr auf 180°C vorheizen und die Backform mit Backpapier auslegen oder mit Butter einstreichen und mit Kristallzucker ausstreuen. Rhabarber putzen und längs halbieren. Vier Stücke in der Länge der Form beiseite legen und den restlichen Rhabarber in kleine Stücke schneiden.
2. Butter, Zucker und Vanillezucker in einer Schüssel cremig rühren. Ei dazugeben und weiter Cremig aufschlagen. Mehl, Mandeln, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen. Gemeinsam mit dem Joghurt unter den Teig rühren. Zum Schluss die Rhabarberstücke unterheben.
3. Den Teig in die Form füllen, glatt streichen, die Rhabarberstangen darauf legen und mit 2 El Kristallzucker bestreuen.
4. Den Kuchen etwa 40 Minuten backen, bis die Rhabarberstangen weich sind und beginnen zu bräunen und der Teig durchgebacken ist. (Stäbchenprobe)

Mittwoch, 17. Februar 2021

Blutorangen Sirup Küchlein

Dieses Jahr muss man beim Sizilianer besonders viel Geduld haben, wenn man ein paar der weltbesten Blutorangen abstauben will. Lohnt sich aber, liebes Krebsen, nicht nur für die kleinen saftigen Küchlein.


Blutorangen Sirup Küchlein
adaptiert von Donna Hay
3 Eier
100g Zucker
250g Joghurt
60ml Olivenöl
fein abgeriebene Schale einer Bio-Orange
160g Grieß
35g Mehl
1 Tl Backpulver
1 Prise Salz
40g gemahlene Mandeln
2 Bio-Blutorangen, in dünne Scheiben geschnitten
2 El Kristallzucker

für den Sirup
125ml frisch gepresster Blutorangensaft
60ml Wasser
75g Zucker

1. Backrohr auf 180°C vorheizen und ein Muffinblech fetten und mit Mehl ausstreuen. Eier und Zucker in einer Schüssel zu einer dicken, hell-cremigen Masse aufschlagen. Joghurt, Öl, Orangenschale, Grieß, Mehl, Backpulver, Salz und Mandeln unterrühren. Die zwei Blutorangen mit Schale in hauchdünne Scheiben schneiden.
2. Den Teig auf 12 Förmchen verteilen, mit einer Orangenscheibe bedecken, mit Kristallzucker bestreuen und 15-18 Minuten backen (Stäbchenprobe). In der Form ein paar Minuten stehen lassen, dann vorsichtig herauslösen und auf einem Gitter auskühlen lassen.
3. Für den Sirup alle Zutaten in einem kleinen Topf zum Köcheln bringen und ein paar Minuten zu einem Sirup eindicken lassen. Den Sirup zum Servieren über die Törtchen löffeln.

Sonntag, 10. Januar 2021

Weihnachten 2020

Weihnachten 2020 mit 20 Sorten Keksen – gar nicht schlecht, liebes Krebsen. 
Die üblichen Verdächtigen: Kekis, Orangette, Vanillekipferl, Haferflockenmakronen, Linzeraugen, Husarenkrapferl, Kokospyramiden, Spritzgebäck, Lebkuchen, Apfelkaramellen, Monde (Rezept unten) und Mandelkaramellschnitten (Rezept unten).
Die Neuzugänge: Erdnussdackel, Pignoli, Speckulatius, Pistazienrolle, Viererlei Kugerl (Kokos, Tamarinde, Schoko-Orange, Dattel-Walnuss).




Die Monde sind ein Omi-Klassiker aus dem Burgenland. Ich liebe die dicke Rumglasur, die in den noch warmen saftigen Schoko-Nussteig sickert. Kein Kinderkeks, aber das hat mich offenbar früher auch nicht aufgehalten.

Monde
ergibt ein Blech
200g weiche Butter 
100g Staubzucker
1EL Vanillezucker
200g Schokolade
6 Eier, getrennt
100g Feinkristallzucker
140g Walnüsse, gerieben
160g Mehl
1 Prise Salz

für die Glasur
300g Staubzucker
100ml Rum

ausserdem eine runde Ausstechform

1. Backrohr auf 175°C vorheizen und ein Backblech fetten und mit Mehl ausstreuen bzw. mit Backpapier auslegen. Butter, Staubzucker und Vanillezucker in einer Schüssel schaumig rühren. Die Eier trennen und die Dotter unter die Buttermasse rühren.
2. Die Schokolade grob hacken und überm Wasserbad schmelzen. Handwarm abkühlen lassen und unter die Buttermasse rühren. Die Eiklar in einer sauberen Schüssel steif schlagen, dabei den Kristallzucker löffelweise zugeben. In einer dritten Schüssel Walnüsse, Mehl und Salz mischen. Gemeinsam mit dem Eischnee vorsichtig unter die Schokomasse heben.
3. Dein Teig glatt  auf das Blech streichen und etwa 20 Minuten backen (Stäbchenprobe in der Mitte des Blechs). Sobald das Blech aus dem Rohr kommt, Staubzucker und Rum in einer Schüssel zu einer glatten Glasur rühren und über den noch warmen Kuchen gießen. Die Glasurmenge ist sehr großzügig, wenn es also an den Seiten wieder heruntertropft, ist das völlig normal. Abkühlen lassen.
4. Wenn der Kuchen nur noch lauwarm ist mit einer runden Ausstechform vom Rand weg Halbmonde ausstechen. Luftdicht verpackt und kühl aufbewahren, dann sind sie gut zwei Wochen saftig.


Mandelkaramellschnitten
ergibt ein Blech

für den Mürbteig
300g Mehl
150g Butter
70g Staubzucker
1 Ei

für den Belag
200ml Schlagobers
100g Honig
300g Zucker
100g Butter
300g gehobelte Mandeln

1. Für den Mürbteig alle Zutaten rasch zu einem Teig verarbeiten und eine halbe Stunde kühlstellen.
2. Das Backrohr auf 180°C vorheizen, ein Blech fetten und mit Mehl ausstreuen. Den Teig möglichst ebenmäßig auf das Blech drücken und 10 Minuten vorbacken. 
3. Inzwischen für den Belag Obers, Honig, Zucker und Butter in einem Topf aufkochen. Vom Herd nehmen, die Mandelhobel unterrühren und die Masse glatt auf den vorgebackenen Mürbteig streichen.
4. Das Backrohr auf 160°C schalten und die Mandelschnitten goldbraun fertigbacken. Am besten noch warm in kleine Quadrate schneiden. Luftdicht verpackt und kühl aufbewahren. 

Dienstag, 15. Dezember 2020

Pignoli

Zu Weihnachtskeks-Repertoire gehört jedes Jahr ein weicher Mandelkeks. Letztes Mal gab es Ricciarelli, dieses Jahr habe ich noch ein Packerl Pinienkerne gefunden und Pignoli draus gemacht.





Pignoli
200g gehobelte oder blanchierte Mandeln, Hauptsache geschält
150g Staubzucker
oder
350g hochwertiges Marzipan (Mandelanteil über 50%)

2 Eiweiß
1Tl abgeriebene Mandarinen-, Orangen-, oder Zitronenschale
1 Prise Salz
optional 1 El Cointreau

etwa 150g Pinienkerne zum Wälzen

1. Mandeln und Staubzucker in einer Küchenmaschine mit S-Klinge fein mahlen. Wer Marzipan verwendet, spart sich diesen Schritt.
2. Mandelmischung bzw. Marzipan mit den restlichen Teigzutaten zu einer homogenen Masse verrühren. Entweder gleich weiterverwenden oder bis zu zwei Tage im Kühlschrank rasten lassen.
3. Backrohr auf 175°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Den Teig löffelweise in Pinienkernen wälzen, aufs Blech setzen und 10-12 Minuten backen bzw. bis die Pinienkerne goldbraun werden. Am Blech auskühlen lassen und luftdicht aufbewahren.

Sonntag, 4. Oktober 2020

Marzipan Schoko Cookies

Marzipan und dunkle Schokolade in Keksform vereint – feinherb, mürbe, aromatisch, zart. Wenn’s passt, dann passt’s.




Marzipan Schoko Cookies

100g Marzipan, in Würfel geschnitten
100 weiche Butter
100g Zucker
1 Ei
ein Paar Tropfen Bittermandelaroma oder 1 El Amaretto
150g Mehl
1/2 Tl Natron
1 Prise Salz
150g grob gehackte Schokolade
50g gehobelte Mandeln

1. Backrohr auf 180°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Mehl, Natron und Salz in einer Schüssel mischen. 
2. Marzipan und Butter in einer zweiten Schüssel cremig rühren, danach Zucker unterrühren und alles hell und cremig aufschlagen. Ei und Aroma/Amaretto unterrühren. Mehlmischung dazugeben und kurz verrühren. Zum Schluss die Schokolade und Mandeln unterheben.
3. Den Teig in Kugeln mit je ca. 40-50g portionieren und mit einigem Abstand auf das Blech setzen. 10-12 Minuten backen, bis die Ränder hellbraun werden, die Kekse in der Mitte aber noch weich sind.

Montag, 6. Juli 2020

Marillenkuchen mit Zimtguss

Letztes Jahr um diese Zeit habe ich einen fantastischen Marillenkuchen gebacken und vergessen ihn zu dokumentieren. 
Das wird hiermit nachgeholt. Bittesehr. 



Marillenkuchen mit Zimtguss
leicht adaptiert aus Sweet von Yotam Ottolenghi und Helen Gho
für den Guss
60g Butter
80g Zucker
2 Tl Zimt
1 Prise Salz
2 Eier, bei Zimmertemperatur

für den Teig
85g weiche Butter
180g Zucker
2 Eier, bei Zimmertemperatur
1 Prise Vanillepulver
abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
1 El Amaretto, optional
220g Mehl
2 Tl Backpulver
1 Prise Salz
160g Sauerrahm
35g gemahlene Mandeln
1/2 kg Marillen, halbiert und entsteint

1. Backrohr auf 190°C vorheizen und eine Springform (23cm Durchmesser) fetten und mit Mehl ausstreuen oder mit Backpapier auskleiden.
2. Für den Guss die Butter in einem kleinen Topf schmelzen, abkühlen lassen und danach mit Zucker, Zimt, Salz und Eiern verquirlen. Beiseite stellen.
3. Für den Teig Butter und Zucker in einer Schüssel hell cremig aufschlagen. Die Eier nach und nach unterrühren, Vanille, Zitronenschale und eventuell Amaretto dazugeben und verrühren. Mehl, Backpulver und Salz in einer zweiten Schüssel mischen und abwechselnd mit dem Sauerrahm unter den Teig rühren.
4. Den Teig in die Backform löffeln, glattstreichen und mit gemahlenen Mandeln bestreuen. Die Marillenhälften mit der Schnittseite nach oben leicht in den Teig drücken und mit dem Guss bedecken.
5. Den Kuchen 50-60 Minuten backen, bis der Teig durchgebacken ist (Stäbchenprobe). Der Guss darf noch klebrig sein. Abkühlen lassen und innerhalb von drei Tagen genießen. Einfach so oder mit einem Löffel Eis oder Schlagobers.


Freitag, 20. März 2020

Himbeer Friands

Wir leben in komischen Zeiten, liebes Krebsen. Da überlegt sich wohl gerade jeder die besten Methoden die nächsten Wochen in den eigenen vier Wänden auszuhalten. Meine ist natürlich das Backen.

Friands sind Verwandte der Financiers, kleine Küchlein aus Mandeln, Eiweiß, Mehl und Zucker, die hier noch mit Orangenschale und Himbeeren verfeinert werden. Ganz köstlich zum Nachmittagskaffee zu Hause und hoffentlich bald auch wieder draußen in der Sonne.



Himbeer Friands
adaptiert von Ottolenghi’s Sweet • 12 Stück
180g Butter
150g Eiweiß (von etwa 4 Eiern)
Staubzucker
120g gemahlene Mandeln
Mehl
1 Prise Salz
1 Tl abgeriebene Schale einer Bio-Orange
36 Himbeeren (drei pro Friand)

1. Die Butter in einem Topf so lange erhitzen bis sie goldbraun wird und nussig riecht. Nicht zu lange erhitzen! Die Butter bräunt im heißen Topf noch nach, nachdem man sie von der Flamme genommen hat. Abkühlen lassen, bis sie etwa Körpertemperatur hat.
2. Zucker, Mandeln, Mehl und Salz in einer Schüssel mischen. In einer zweiten Schüssel das Eiweiß in einer Schüssel mit einem Schneebesen kurz aufschlagen, bis sich erste Blasen bilden. Die Zuckermischung darüber sieben und mit dem Schneebesen unterheben. Zum Schluss Orangenschale und warme Butter unterrühren, bis die Masse glatt und homogen ist. Eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.
3. Backrohr auf 200°C vorheizen und ein Muffinblech gut mit Butter ausstreichen. Den Teig gleichmäßig auf die Formen verteilen und in jede drei Himbeeren mittig setzen. Die Friands 18-20 Minuten backen bzw. bis sie schön goldbraun sind. Abkühlen lassen und vorsichtig aus den Formen herauslösen. Schmecken gut noch lauwarm zum Kaffee, halten sich aber luftdicht verpackt gut ein paar Tage.

Sonntag, 24. März 2019

Mama-Kugeln

Im zweiten Bezirk gab es früher ein kleines Ayurvedisches Geschäft, das unter anderem ganz köstliche, weiche Energiebällchen verkauft hat, die wir uns gerne in der Mittagspause geholt haben.  Die kleinen Hafer-Nussbällchen kommen dieser Erinnerung erstaunlich nahe und ich mache sie momentan regelmäßig für eine frisch gebackene Mama, die ein bisschen zusätzliche Energie immer gut gebrauchen kann.




Mama-Kugeln
für 15-20 Kugeln, je nach Größe
50g Butter, geschmolzen (vegan: 40g Kokosöl)
45ml Hafermilch
100g Datteln, entsteint
50g Mandeln oder Walnüsse, gerieben
80g Hafermehl oder fein zerhäckselte Haferflocken
4 El Leinsamen, geschrotet
1 El Kako
1/2 TL Zimt
1 Prise Salz
50g Schokolade oder Nüsse, gehackt (optional)
Kokosraspeln zum Wälzen

1. Die Hafermilch erhitzen und gemeinsam mit Datteln und Butter zu einem glatten Mus pürieren.
2. Die trockenen Zutaten mischen und mit dem Dattelmus zu einer Masse verarbeiten.
3. Wenn die Masse nicht mehr warm ist, die Schokolade bzw. Nüsse unterheben, alles zu kleinen Kugeln formen und in Kokosraspeln wälzen. Die Kugeln halten sich luftdicht verpackt und kühl gelagert zwei Wochen, allerdings haben sie noch nie so lange überlebt.

Sonntag, 10. März 2019

Kichererbsenbrot

Wenn man Weizenmehl – aus welchen Gründen auch immer – meiden will bzw. einfach mal eine andere Art Brot ausprobieren möchte, kann ich dieses Rezept sehr empfehlen. Es bleibt extrem lange saftig und schmeckt dank klassischem Brotgewürz auch schön intensiv. Wer sich noch für diese „Brot ganz ohne Mehl“-Geschichte interessiert, sollte dieses vegane Rezept auch noch ausprobieren.




Kichererbsenbrot
adaptiert von Sonnentor
100g gekochte Kichererbsen
250g Magertopfen
4 Eier
100g gemahlene Mandeln
100g geschrotete Leinsamen
60g Kichererbsenmehl
20g Hanfprotein bzw. Hanfsamen
1 Pk Backpulver
1/2 Tl Salz
2 Tl Brotgewürz (je ein 1/2 Tl Kümmel, Anis, Fenchel und Koriander, im Mörser zerstoßen) 

1. Backrohr auf 180°C vorheizen und eine Kastenform fetten bzw. mit Backpapier auslegen.
2. Kichererbsen, Topfen und Eier in einer Schüssel pürieren. Alle trockenen Zutaten in einer zweiten Schüssel mischen.
3. Kichererbsenpüree zu den trockenen Zutaten gießen, alles verrühren und in die Backform füllen. Glattstreichen und ca. 40 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen testen, ob das Brot durchgebacken ist. In der Form auskühlen lassen, bevor man es schneidet.

Montag, 24. Dezember 2018

Weihnachten 2018

Wir waren sehr fleißig dieses Jahr. 21 Sorten! Frohe Weihnachten!


MondeOsttiroler Lebkuchen, gebrannte Mandeln, Husarenkrapferl, Linzeraugen, weiße Rumkugeln, Whiskeykugeln, Mamas Tamarindenkugeln, Hamantaschen, Spritzgebäck, weiße Schoko-Marzipanblumen, Londoner Schnitten, Kokosstangerl, Kekis (einfacher Mürbteig in Schokolade getunkt – ein Omi-Klassiker), Orangette, Florentiner,  Kokospyramiden, Vanillekipferl, HaferflockenmakronenApfelkaramellen und Ricciarelli.














Sonntag, 16. Dezember 2018

Ricciarelli – weiche Mandelkekse

Varianten dieser weichen Mandelkekse – ob Amaretti morbidi oder Ricciarelli – mache ich immer wieder zu Weihnachten. Sie passen aber auch so sehr gut zum Dessert mit einem Glas Vin Santo oder zum Espresso. Sie mögen zwar sehr unscheinbar aussehen, können geschmacklich aber einiges. Dieses Rezept mag ich besonders, weil es so einfach, unkompliziert und köstlich ist. Ausserdem kann man das Aroma ganz nach Geschmack variieren. Ob mit Bittermandelaroma und Amaretto, Zitronenschale und Limoncello, Orangenschale und Grand Marnier,…



Ricciarelli
nach 101 Cookbooks

1 großes Eiklar
400g gutes Marzipan (Mandelanteil über 50%)
50g Staubzucker
1 Prise Salz
Aromen nach Geschmack, zb. ein paar Tropfen Bittermandelaroma, abgerieben Schale einer Bio-Zitrone oder 1/2 Orange, 1 El Limoncello/Amaretto/Grand Marnier

Staubzucker zum Formen

1. Alle Zutaten zu einer glatten Masse verrühren. Ein Blech mit Backpapier auslegen.
2. Die Arbeitsfläche mit Staubzucker bestreuen. Den Teig darauf portionsweise zu etwa 2cm breiten Rollen formen. Davon ca. 1cm breite Stücke abschneiden und aufs Blech setzen. Man kann sie entweder so lassen oder nach Belieben zu Kugeln oder Pyramiden formen. Die Kekse eine halbe Stunden bei Zimmertemperatur rasten lassen.
3. Inzwischen das Backrohr auf 175°C vorheizen. Ricciarelli ca. 10-15 Minuten (je nach Größe) backen, bis sie hellbraune Spitzen bekommen und am Boden goldbraun sind. Luftdicht verpackt und an einem kühlen Ort gelagert bleiben sie den ganzen Advent schön weich und aromatisch.

Sonntag, 8. April 2018

Marillen Mandel Babka

Heute war ich zum ersten Mal in diesem Jahr wieder draussen in Molzegg zum Maulwurfshügel wegräumen, Flieder einsetzen und Sonne aufsaugen. Zum Nachmittagskaffee gab es Babka (aka gefüllter Striezel) mit säuerlicher Marillenpaste und süßer Mandelcreme. Ein ziemlich perfekter Sonntag, liebes Krebsen.



Marillen Mandel Babka

für den Teig:
400g glattes Mehl
1 Pk Trockengerm
1/2 Tl Salz
75g Zucker
100g weiche Butter
1 Ei + 1 Dotter

für die Marillenfülle (Faule verwenden stattdessen gute Marillenmarmelade):
250g getrocknete Marillen
Saft von einer Orange
Saft von 1-2 Zitronen
abgeriebene Schale einer halben Orange
2 El Zucker

für die Mandelfülle:
175g Marzipan
1 Eiweiß
1 El Amaretto oder einige Tropfen Bittermandelaroma
1 El Butter

Milch und gehobelte Mandeln zum Bestreuen

1. Für den Teig die Milch lauwarm erwärmen und die weiche Butter einlegen bis sie fast geschmolzen ist. Mehl, Germ, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Ei, Dotter und buttrige Milch dazugießen und mit den Knethaken eines Handrührers 5-10 Minuten zu einem glatten Teig kneten bis er sich vom Schüsselrand löst. Den Teig in eine geölte Schüssel geben, mit Folie oder einem feuchten Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen bis er mindestens doppelt so groß ist.
2. Für die Marillenfülle Marillen, Saft, Schale und Zucker in einem Topf aufkochen und ein paar Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit großteils eingekocht ist und die Marillen weich sind. Die Masse abkühlen lassen, anschließend pürieren und beiseite stellen.
3. Für die Mandelfülle alle Zutaten zu einer glatten Creme pürieren, beiseite stellen.
4. Eine Kastenform mit Butter ausstreichen und mit Mehl bestäuben. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig zu einem Rechteck ausrollen, bei dem die lange Kante doppelt so lang ist, wie die Kastenform. Zuerst die Mandelfülle bis zum Rand auf dem Teig verstreichen. Darüber die Marillen verstreichen. Den Teig an der langen Kante aufrollen und die entstandene Wurst ineinander verdrehen. Die Teigspirale in die Kastenform legen und mit der Milch einstreichen. Abdecken und wieder an einem warmen Ort gehen lassen bis der Teig ein bisschen über die Formkante schaut.
4. Backrohr auf 180°C vorheizen. Den Babka erneut mit Milch einstreichen und mit gehobelten Mandeln bestreuen. 30-40 Minuten backen. Nach etwa 20 Minuten Backzeit den Babka mit Folie oder Backpapier abdecken, damit er nicht zu dunkel wird. Mit einem Stäbchen testen ob er durchgebacken ist.

Dienstag, 12. Dezember 2017

Gebrannte Mandeln

Auch dieses Jahr gehören die gebrannten Mandeln zu den Fixstartern des Schultzischen Weihnachtsbackwahnsinns. Elf Sorten haben wir schon!



Gebrannte Mandeln
400g Mandeln
400g Zucker
200ml Wasser
2 Pk Vanillezucker
1/2 Tl Salz
1 El Zimt

1. Wasser und Zucker in einer großen, schweren Pfanne aufkochen. Wenn das Wasser kocht Vanille, Salz, Zimt und Mandeln dazugeben und mit einem Holzlöffel umrühren. Ein Blech mit Backpapier auslegen und beiseite stellen.
2. Mandeln auf kleiner Flamme weiterköcheln, bis das Wasser verdunstet ist. Der Zucker wird dann ganz hell und sandig. Immer weiter rühren, bis der Zucker zu schmelzen beginnt und sich das Karamell um die Mandeln legt. Dabei aufpassen, dass das Karamell nicht verbrennt. Lieber langsam und bei kleiner Flamme rühren.
3. Die Mandeln auf das Backblech schütten und flach mit dem Kochlöffel ausbreiten. Komplett auskühlen lassen.
4. Die fertigen Mandeln mit den Händen auseinanderbrechen und in Papiersackerl füllen. So halten sie sich ein paar Wochen.

Mittwoch, 29. März 2017

Karotten-Mandelkuchen mit Frischkäsecreme und ein Busenkuchen

Habe ich schon einmal erwähnt wie sehr ich Thementorten hasse? Ich war immer der Meinung ein Kuchen sollte aussehen wie ein Kuchen und nicht wie eine Handtasche oder ein Pokéball. Ja und dann habe ich einen Busenkuchen gebacken…



Das war extrem witzig und ein großer Erfolg, weil er nicht nur super ausgeschaut hat, sondern auch noch wirklich gut geschmeckt hat. Das war mir nämlich besonders wichtig, weil ich diese Buttercreme-Fondant-Berge, die nur noch nach Plastilin schmecken ganz furchtbar finde. Der Kuchen war ein Red Velvet Cake den ich in einer dünnen Metallschüssel gebacken und mit Cream Cheese Frosting gefüllt und überzogen habe. Ummantelt waren die Brüste dann mit einer dünnen Marzipandecke, die ich davor mit Speisefarbe eingefärbt habe.

Der Red Velvet Cake ist ein einfacher Rührkuchen, der mit Öl und Buttermilch schön saftig bleibt und dank roter Speisefarbe und Kakao ein perfektes Busen-Innenleben. Das Frosting ist auch sehr zu empfehlen, weil es ganz locker und luftig und trotzdem schön stabil ist. Man kann es auch super für Cupcakes und ähnliches verwenden. Mir ist ein bisschen was übrig geblieben, das habe ich dann gleich für den Karottenkuchen verwendet.

So und damit also zum Karottenkuchen. Ich experimentiere gerade wieder mit verschiedenen Backzutaten und wie man weißes Mehl und Zucker überzeugend durch Vollkorn, Nüsse und verschiedene süßende Stoffe ersetzen kann. Dabei bin ich auf dieses Karottenkuchen-Rezept gestoßen, das gar kein Mehl, sondern nur Mandeln verwendet, also glutenfrei ist. Das hat ja bei meinem Polentakuchen schon super funktioniert. Der Kuchen ist extrem saftig und bleibt es auch einige Tage. Für das Frosting kann man wie im Originalrezept Magertopfen und Frischkäse verwenden oder man verwendet die Creme vom Busenkuchen – beides sehr, sehr gut!



Karottenkuchen ohne Mehl
nach Berliner Küche • für eine kleine Kastenform
200g Karotten, fein gerieben und ausgedrückt
150g gemahlene Mandeln
100g Zucker (Erythrit und Birkenzucker funktionieren auch bestens)
2 Eier, getrennt
1 Tl Backpulver
1 Prise Salz
1 Tl Zimt
1/2 Tl Chai-Gewürz (Muskat, Nelke, Ingwer, Kardamom)

für das Frosting
100g Magertopfen
50g Frischkäse
40g Staubzucker
Saft und abgerieben Schale einer Bio-Zitrone

1. Backrohr auf 180°C vorheizen und eine kleine Kastenform mit Backpapier auslegen.
2. Dotter und Zucker schaumig rühren bis die Masse hellgelb und cremig ist. Mandeln, Backpulver, Salz und Gewürze mischen und abwechselnd mit den Karotten unter den Teig rühren.
2. Eiklar steif schlagen und unterheben. Teig in die Form füllen, glatt streichen und etwa 40 Minuten backen. (Stäbchenprobe!) Auskühlen lassen.
3. Für das Frosting alle Zutaten cremig rühren und den kalten Kuchen damit bestreichen.

Freitag, 6. November 2015

Biscotti di Prato

Im Spektakel gibt es heute Aperitivo und deswegen ist bei meiner Kuchenlieferung heute alles italienisch. Es gibt torta di polenta e fiori d'arancio, torta pere e cioccolato und ein paar klassische biscotti di prato zum Kaffee und Vin Santo.

Das Rezept stammt aus dem großartigen Klassiker "Die echte italienische Küche" von Sabine Sälzer und ist gleichzeitig die perfekte Basis für alle möglichen Abwandlungen wie Pistazie-Cranberry oder Haselnuss-Schokolade zum Beispiel. Anis, Feigen, Rosmarin oder Orangenschale sind bestimmt auch ganz köstlich!


Biscotti di Prato
adaptiert von Sabine Sälzer
250g Mandeln oder Haselnüsse
Schale einer Bio-Zitrone
3 Eier
250g Zucker
3 El Vanillezucker
400g Mehl
1/2 Pk Backpulver
1 Prise Salz

1 Eiweiß zum Bestreichen

1. Optional, aber verstärkt das Aroma: Backrohr auf 150°C vorheizen und Mandeln auf ein Backblech streuen. 10-15 Minuten im Ofen rösten, abkühlen lassen.
2. Backrohr auf 175°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Eier, Zucker, Vanille und Zitronenschale in einer Schüssel aufschlagen. Mehl, Backpulver und Salz in einer zweiten Schüssel mischen.
3. Mehlmischung unter die Eier rühren, danach Mandeln dazugeben. Alles zu einem klebrigen Teig rühren. Mit feuchten Händen auf dem Blech 2-3 lange Stränge (3-5cm breit) formen und die Oberfläche mit nassen Fingern glattstreichen. Die Teigwürste dabei nicht zu nahe aneinander legen, weil sie beim Backen noch ein Stück breiter werden. Mit Eiweiß einpinseln und 35 Minuten backen bis die Oberfläche goldbraun ist.
4. Die noch heißen Laibe mit einem scharfen Messer (Wellenschliff geht am besten) schräg in ca. 1cm breite Biscotti schneiden. Entweder so abkühlen lassen, oder – für extra knusprige Biscotti – alle nebeneinander aufs Blech legen und auf jeder Seite nochmal 5 Minuten fertigbacken.

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Feigen Marzipan Tarte

Noch ein gute Stück aus den Archiven – diesmal mit Feigen statt mit Äpfeln, aber mit der gleichen köstlichen Marzipancreme gefüllt. Tartes mit Mandelcreme aka Frangipane und diversen Obstsorten schmecken herrlich dekadent und sind besonders mit Marzipan extrem schnell gemacht. Vor allem, weil man von Heidelbeeren bis Birnenspalten so ziemlich jedes Obst (Zitrusfrüchten wahrscheinlich nicht) verwenden kann. Hier das Rezept für den Teig und hier für die Creme (doppelte Menge verwenden). Den Teig 10 Minuten bei 180°C in der Tarteform vorbacken, mit Creme bestreichen, mit Feigen-Viertel belegen und 30-35 Minuten goldbraun fertig backen.



Samstag, 5. September 2015

Amaretti Schokokuchen

Wieder ein Geburtstagskuchen, aber diesmal ein ganz bescheidener. Keine Füllung, Glasur oder Stockwerke, dafür umso köstlicher. Schokolade, Amaretti und Mandeln ergeben einen ganz feinen aromatischen Kuchen, der super zum Kaffee passt und auch nach drei Tagen noch herrlich saftig ist.




Amaretti Schokokuchen
adaptiert von Annemarie Wildeisen
200g dunkle Schokolade
150g Butter
1 Espresso
2 El Amaretto oder ein halbes Fläschchen Bittermandelaroma
150g Amaretti, fein zerbröselt
150g gemahlene Mandeln
25g Mehl
1/2 Pk Backpulver (8g)
1 Prise Salz
140g Zucker
4 Eier, getrennt

1. Schokolade, Butter, Espresso und Amaretto überm Wasserbad schmelzen, abkühlen lassen. Backrohr auf 170°C vorheizen und eine Kastenform oder Springform (22-24cm) mit buttern und mit Mehl oder Kakaopulver ausstreuen. Amaretti, Mandeln, Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen.
2. Zucker und Dotter in einer Schüssel zu einer dicken, hellgelben Masse aufschlagen. Handwarme Schokolade unterrühren. Danach die Mandelmischung unterrühren.
3. Eiweiß in einer zweiten Schüssel steif schlagen und unter den Teig heben. Die Masse in die Form füllen und etwa 50 Minuten backen. (Stäbchenprobe)

Dienstag, 24. Februar 2015

Mandelgranola mit Chai-Gewürzen

Knuspriges Mandelgranola mit duftenden Gewürzen für alle Müsli-Puristen – ganz ohne Trockenfrüchte und anderen Schnickschnack. Perfekt zum Frühstück mit Milch oder um vier Uhr in der Früh direkt aus dem Glas, wenn man auf der Couch die Oscarverleihung schaut und das Popcorn ausgegangen ist. Die Gewürzmischung dafür nennt sich eigentlich "Arabisches Kaffee und Dessertgewürz", aber das klingt dann doch ein bisschen sperrig. Sie enthält Kardamom, Zimt, Muskat, Piment, Nelke, Vanille und Pfeffer und ich habe sie bei Curry me home in Wien gekauft. Sonnentor hat eine vergleichbare Mischung namens "Aladins Kaffeegewürz". Man kommt aber natürlich auch ohne fertiger Gewürzmischung aus und kann sein Granola mit allem abschmecken, was die Küche hergibt. Ich mache das meistens nach Gefühl und Gusto.



Mandelgranola mit Chai-Gewürzen
250g Flockenmischung (Haferflocken, Weizenflocken, Dinkelflocken, …)
150g gehobelte Mandeln
1 Prise Salz
2 Tl Kaffeegewürz
125ml Ahornsirup, Honig oder eine Mischung
60ml Kokosöl, geschmolzen

1. Backrohr auf 150°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.
2. Alle Zutaten in einer Schüssel gut vermischen, flach auf dem Blech verteilen und etwa 45 Minuten backen bis das Granola goldbraun ist. Dabei alle 15 Minuten umrühren, damit alles gleichmäßig bräunt.
3. Auf dem Blech komplett abkühlen lassen und danach in einem luftdichten Behälter aufbewahren.

Montag, 2. Februar 2015

Milchschoko Salzmandel Cookies mit Honig

Inspiriert von einer Tafel Salzmandel-Honigschokolade (Danke Tamara!) und meinen jüngsten Cookie-Erkenntnissen habe ich diesen köstlichen Keks entwickelt. Schön dick, aussen knusprig, innen weich, gefüllt mit cremiger Milchschokolade, salzig knusprigen Mandeln und tollem Honigaroma – was will man mehr?




Milchschoko Salzmandel Cookies mit Honig
reicht für 12 Cookies, je 50g
100g weiche Butter
75g brauner Zucker
75g weißer Zucker
1 Prise Vanillepulver
1 El kräftiger Honig
1 Ei, bei Zimmertemperatur
200g Mehl
1 gute Prise Salz
1/2 Tl Natron
100g Milchschokolade, grob gehackt
50g Salzmandeln, grob gehackt (Wem das nicht geheuer ist, nimmt normale Mandeln und röstet sie 10 Minuten bei 180°C im Backrohr. Abkühlen lassen und grob hacken.)

1. Butter, Zucker und Vanillepulver mit dem Mixer 5 Minuten schaumig aufschlagen. Honig und Ei dazugeben und weiterschlafen bis die Masse hell wird.
2. Mehl, Salz und Natron mischen und kurz unter die Buttermasse rühren. Zum Schluss Schokolade und Mandeln unterrühren. Den Teig in Folie einwickeln und mindestens eine Stunde, noch besser über Nacht, in den Kühlschrank stellen.
3. Backrohr auf 180°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Teig zu Kugeln rollen (je 50g) und sechs davon mit genug Abstand auf das Blech setzen. Etwa 12 Minuten backen bis die Ränder goldbraun sind, die Mitte aber noch leicht roh ausschaut. Danach das zweite Blech backen.
4. Die Kekse auf einem Gitter auskühlen lassen oder gleich noch warm mit einem Glas Milch genießen.