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Montag, 20. Juni 2022

Sommer Galette mit Beeren, Nektarinen und Polenta

Wenn man sich schon überwindet bei 32°C das Backrohr einzuschalten, dann wenigstens für diese saftige Galette mit den liebsten Sommerfrüchten und feinem Knusperboden dank Polenta und Buttermilch. Da braucht man nichts dazu, wobei ein Löfferl Schlagobers oder eine Kugel Vanilleeis noch nie jemandem geschadet hat.



Sommer Galette
für den Teig
150g Mehl
30g Polenta oder Maismehl
40g Zucker
1 Prise Salz
100g kalte Butter, in Stücken
2-4 El Buttermilch

für den Belag
2 El gemahlene Mandeln
1 El Speisestärke
3 El Zucker
Saft einer halben Zitrone
Vanillezucker oder Zitronenschale nach Geschmack
600-700g gemischte Beeren und Nektarinenspalten

1 Ei, verquirlt & Kristallzucker für den Rand

1. Für den Teig Mehl, Polenta, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Die Butter mit den Fingern zwischen der Mehlmischung verreiben, bis sie die Konsistenz für Sand hat. Zuerst 2 El Buttermilch zum Teig mischen und kurz verkneten. Wenn der Teig zu trocken und bröselig ist, noch etwas mehr Buttermilch zugeben. Der Teig sollte nicht klebrig sein, aber auch keine trockenen Stellen haben. Den Teig in eine flachen Scheibe drücken, in Folie einwickeln und mindestens eine Stunde kühlstellen.
2. Backrohr auf 200°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Für den Belag gemahlene Mandeln, Speisestärke und 1 El Zucker in einer kleinen Schüssel vermischen. In einer zweiten Schüssel Obst mit 2 El Zucker, Zitronensaft und ggf. Vanille oder Zitronenschale mischen.
3. Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche etwa 3mm dick ausrollen und mittig auf das Backpapier legen. Die Mandelmischung darauf verteilen, dabei einen 3cm breiten Rand lassen. Das Obst auf den Mandeln verteilen, die Ränder über das Obst schlagen und leicht festdrücken, damit alles an seinem Platz bleibt. 
4. Den Rand der Galette mit verquirltem Ei bestreichen, mit Kristallzucker bestreuen und ins Backrohr schieben. Nach 10 Minuten die Temperatur auf 180°C reduzieren und 40-50 Minuten backen, bis das Obst blubbert und die Ränder goldbraun sind. Am besten am selben Tag warm oder bei Zimmertemperatur genießen, schmeckt aber auch super am nächsten Tag direkt aus dem Kühlschrank.

Sonntag, 16. Mai 2021

Fraisier – Französische Erdbeertorte

Torten gibt es hier sehr selten, weil ich sehr selten eine zweimal mache. So ein feines Frühsommertörtchen kann sich aber wiederholen. Ganz luftig, fruchtig und frisch und ein echter französischer Klassiker.




Fraisier
für einen 20cm Tortenring

für den Mandelbiskuit
3 Eier
90 g Zucker
3 El heißes Wasser
75 g glattes Mehl 
30 g gemahlene Mandeln

für das Erdbeerpüree
150g Erdbeeren
1-2 El Zucker, nach Geschmack
1 Tl Zitronensaft
1,5 Tl Speisestärke (Maizena)

für die Crème pâtissière
300ml Milch
1Pk Vanillezucker
40g Zucker
3 Dotter
25g Speisestärke (Maizena)
2 Blatt Gelatine

für den Sirup
20ml Zitronensaft
1 Tl Cointreau oder Wasser
25g Zucker

ausserdem 
200ml Schlagobers
ca. 600g Erdbeeren

1. Das Backrohr auf 180°C vorheizen. Ein Blech (ca. 30x40cm) mit Backpapier auslegen. Eier, Zucker und heißes Wasser in einer Schüssel zu einer hellen, dicken Creme aufschlagen. Mehl und gemahlene Mandeln über die Eicreme sieben, vorsichtig unterheben, ohne zu viel Volumen zu verlieren. Die Masse auf das Blech streichen und 9-13min backen, bis die Oberfläche leicht bräunt und auf leichten Fingerdruck wieder zurückspringt. Abkühlen lassen.
2. Für das Erdbeerpüree die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Erdbeeren, Zucker und Zitronensaft in einem Topf aufkochen. Die Masse mit dem Pürierstab glatt pürieren. Speisestärke mit einem Tl Wasser glattrühren und zu den Erdbeeren rühren. Noch einmal aufkochen, bis es blubbert. Den Topf vom Herd nehmen, die Gelatine ausdrücken und ins Püree rühren. In den Kühlschrank stellen, bis die Masse ganz kalt ist.
3. Für die Crème pâtissière die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Milch und Vanillezucker in einem Topf erhitzen. In einer Schüssel Zucker, Dotter und Speisestärke glattrühren. Kurz bevor die Milch beginnt zu kochen vom Herd nehmen und langsam unter ständigem Rühren zur Eiermischung gießen. Die Masse wieder zurück in den Topf geben und unter ständigem Rühren etwa 2 Minuten köcheln lassen, bis die Crème zu einem dicken Pudding geworden ist. In eine flache Schüssel umfüllen, die Oberfläche direkt mit Klarsichtfolie abdecken, damit sich keine Haut bildet und im Kühlschrank komplett auskühlen lassen.
4. Für den Sirup alle Zutaten in einem kleinen Topf aufkochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Abkühlen lassen.
5. Um die Crème abzuschließen, jetzt noch den kalten Pudding im Mixer cremig rühren. In einer hohen Schüssel den Schlagobers halbsteif schlagen und danach vorsichtig unter den Pudding heben. Die Masse in einen Spritzbeutel füllen, von dem man die Spitze abschneidet. Wir machen damit keine dekorativen Muster, die Verteilung der Crème auf der Torte geht so nur viel leichter.
6. Für die Torte einen Tortenring (20cm Durchmesser) auf eine Platte stellen. Aus dem Biskuit zwei Kreise (18cm Durchmesser) ausschneiden. Wenn sich das nicht ausgeht, kann man einen Kreis auch aus Reststücken zusammenstückeln. Die Erdbeeren waschen, trocknen und längs halbieren. Sirup, Erdbeerpüree und Crème bereitstellen.
7. Man beginnt mit einer Biskuitplatte.* Rundherum werden die Erdbeeren dicht aneinander mit Schnittseite nach aussen in den Ring gestellt. Den Biskuit mit Sirup einpinseln. Jetzt kommt etwa die Hälfte der Creme darauf, wobei sie an den Seiten höher gestrichen wird, damit die Erdbeeren komplett bedeckt sind. Darauf kommen einige Löffel Erdbeerpüree, Erdbeerstücke und die nächste Schicht Biskuit. Wieder mit Sirup einpinseln. Abschließend wird die restliche Crème darauf verteilt und glatt gestrichen. Die Torte mind. 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.
8. Vor dem Servieren noch mit übrigen Erdbeeren und Erdbeerpüree verzieren. 

* eine schön bebilderte Anleitung gibt es zB. hier.

Donnerstag, 24. September 2020

Apfelgugelhupf

Unser Apfelbaum in Molzegg trägt dieses Jahr so viele Äpfel wie überhaupt noch nie. Das ist zwar ganz fantastisch, aber es bedeutet auch, dass ich mir etwas für die gut 25kg Äpfel überlegen muss, die jetzt in meiner Küche warten. Erstes Projekt ist dieser Apfelgugelhupf, in den gleich 1,5kg wandern. Quasi Obstsalat.


Apfelgugelhupf
leicht adaptiert von Smitten Kitchen

für die Äpfel
1,5kg säuerliche Äpfel
1 El Zimt
65g hellbrauner Rohrzucker

für den Teig
350g Mehl
1 El Backpulver
1 Tl Salz
350g hellbrauner Rohrzucker
2 Pk Vanillezucker oder 2Tl Vanilleextrakt (alternativ passt auch Zitronenschale gut dazu)
4 große Eier
235ml Sonnenblumenöl
2 El Rum (optional, aber genial)
60ml Milch (oder Saft, dann bleibt der Kuchen laktosefrei)

1. Backrohr auf 180°C vorheizen und eine große Gugelhupfform fetten und mit Mehl ausstreuen. Die Äpfel schälen, das Gehäuse entfernen und in ca. 1cm große Würfel schneiden. In einer Schüssel mit Zimt und Zucker mischen, beiseite stellen.
2. Für den Teig Mehl, Backpulver und Salz in einer zweiten Schüssel mischen. In einer dritten Schüssel Zucker, Vanille und Eier schaumig schagen, bis die Masse dick und hellgelb ist. Dazu langsam das Öl einrinnen lassen, sodass es sich mit der Eimischung gut verbindet. Danach Rum und Milch unterrühren.
3. Die Mehlmischung unter den Teig rühren, bis sich alles gerade so verbunden hat. Die Hälfte des Teigs in die Form füllen, die Hälfte der Apfelstücke darauf verteilen, darauf die zweite Hälfte Teig geben und mit den restlichen Apfelstücken abschließen. Die Stücke ein bisschen in den Teig drücken. Den Gugelhupf ca. 1,5 Stunden backen, bis ein Holzstäbchen wieder sauber herauskommt. Sollte er bis dahin zu dunkel werden, einfach mit Backpapier oder Alufolie abdecken.
4. Den Kuchen gut eine Stunde in der Form auskühlen lassen, bevor man ihn auf eine Platte stürzt. Mit Staubzucker bestreuen und in den nächsten drei Tagen aufessen.

Freitag, 13. September 2019

Mini Pastel de Nata

Ich habe mal gehört, dass es im englischen Königshaus bei Parties immer nur Snacks gibt, die mit einem Bissen verschwunden sind, damit man sich nicht der Peinlichkeit des Abbeißens aussetzen muss. Mit den Mini Pastel de Nata geht das sehr gut. Gleich zwei, drei, viermal hintereinander.




Mini Pastel de Nata
leicht adaptiert von  Zucker, Zimt und Liebe

1 Ei
2 Eigelb
120g Zucker
2 El Speisestärke
Mark einer Vanilleschote oder Vanillepulver
eine Prise Zimt (optional)
400ml Milch
2 Rollen Blätterteig

außerdem: eine Mini-Muffinform

1. Für den Pudding zuerst Ei, Eigelbe, Zucker, Speisestärke, Vanille und eventuell Zimt in einem Topf verrühren, bis keine Klümpchen mehr sichtbar sind. Die Milch dazugeben und auf kleiner Flamme unter ständigem Rühren erhitzen. Wenn der Pudding zu kochen beginnt, noch zwei Minuten blubbern lassen, dann vom Herd nehmen und in eine Schüssel füllen. Gleich ein Stück Klarsichtfolie auf die Pudding-Oberfläche legen, damit sich keine Haut bildet. Abkühlen lassen.
2. Das Backrohr auf 200°C vorheizen. Die Blätterteigrollen aus dem Kühlschrank nehmen und 10 Minuten bei Zimmertemperatur liegen lassen. Danach entrollen und ohne Backpapier wieder (diesmal an der langen Kante) eng einrollen. Die Rolle in 12 Stücke schneiden und das Ganze mit der zweiten Rolle wiederholen. Die Stücke mit der Spirale nach oben auf ein Brett legen und mit dem Boden eines Wasserglases oder dem Handballen flachdrücken. Sie sollen etwas größer als die Muffinformen sein.
3. Die Vertiefungen der Form nun komplett mit den Teigscheiben auskleiden. Die übrigen inzwischen im Kühlschrank lagern, falls man nur ein Blech mit 12 Vertiefungen hat. 2 Tl Pudding in die Förmchen füllen. Vorsicht, nicht zu viel! 25-30 Minuten im oberen Drittel des Backrohrs backen, bzw. bis der Pudding leicht verbrannte Stellen bekommt. Keine Sorge, das gehört so. Sobald die Pastel abgekühlt sind am besten zum Kaffee genießen.

Anmerkungen:
• Man kann die Pastel auch in einer normalen Muffinform backen, dann sind sie eben größer. Dafür folgt man am besten gleich Zucker, Zimt und Liebes Rezept.

Samstag, 3. August 2019

Buchteln

Ewig haben wir schon keine Buchteln mehr gegessen, liebes Krebsen. Früher hat es die bei der Omi in Gattendorf oft gegeben. Mit selbstgemachter Marillenmarmelade gefüllt und viel, viel Vanillesauce zum Tunken. 






Buchteln
reicht für 16 kleine Buchteln bzw. 2-3 Personen als Hauptspeise

250g Mehl
40g Staubzucker
1/2 Packerl Trockengerm
1/2 Tl Salz
125ml Milch
40g Butter
1 Ei
etwas abgerieben Zitronenschale, optional

Marillenmarmelade oder Powidl zum Füllen
30g geschmolzene Butter zum Bestreichen

einfache Vanillesauce
250ml Milch
1 El Vanillepuddingpulver
1 El Zucker

1. In einer Schüssel Mehl, Staubzucker, Trockengerm und Salz mischen. Die Milch in einem Gefäß erhitzen und die Butter einlegen, bis sie fast geschmolzen ist. Die nur noch handwarme Milch mit dem Ei (und optional Zitronenschale) zur Mehlmischung gießen und mit den Knethaken eines Handrührers zu einem glatten, aber klebrigen Teig kneten. Keine Panik, der Teig soll weich sein, sonst werden die Buchteln zäh. Die Schüssel mit einem feuchten Geschirrtuch abgedeckt gehen lassen, bis der Teig doppelt so groß ist. (ca. 1-1,5 Stunden)
2. Ein Reindl oder eine Backform (bei mir wars eine quadratische Form mit 20cm Kantenlänge) mit geschmolzener Butter auspinseln. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche stürzen und zu einer dicken Wurst formen. Von der Wurst mit einer Teigkarte Ei-große Portionen abstechen, flachdrücken und mit einem Teelöffel Marmelade füllen. Die Ränder über der Marmelade zusammenzwicken, bis die Buchtel dicht verschlossen ist. Mit der Naht nach unten in die Form setzen und von allen Seiten mit Butter bestreichen. So lassen sich die Buchteln später wieder voneinander trennen. So den ganzen Teig verbrauchen. Die Buchteln sollen sich berühren, aber nicht zu gedrängt sitzen. Mit der restlichen Butter bestreichen.
3. Wieder mit einem Geschirrtuch abdecken und gehen lassen, bis sie merklich aufgegangen sind. Inzwischen das Backrohr auf 180°C vorheizen, dann die Buchteln 25-30 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.
4. Währenddessen kann man die Vanillesauce machen. Dafür 3El der 250ml Milch mit Puddingpulver und Zucker glattrühren. Die restliche Milch in einem kleinen Topf aufkochen. Sobald die Milch kocht, die Puddingmilch dazugießen und mit einem Schneebesen unter Rühren noch einmal für 2 Minuten aufkochen, bis die Masse eindickt und blubbert. Bis zur Verwendung abkühlen lassen.
5. Die fertigen Buchteln am besten noch warm mit Vanillesauce übergießen und gleich essen.

Montag, 24. Dezember 2018

Weihnachten 2018

Wir waren sehr fleißig dieses Jahr. 21 Sorten! Frohe Weihnachten!


Monde, Osttiroler Lebkuchen, gebrannte Mandeln, Husarenkrapferl, Linzeraugen, weiße Rumkugeln, Whiskeykugeln, Mamas Tamarindenkugeln, Hamantaschen, Spritzgebäck, weiße Schoko-Marzipanblumen, Londoner Schnitten, Kokosstangerl, Kekis (einfacher Mürbteig in Schokolade getunkt – ein Omi-Klassiker), Orangette, Florentiner,  Kokospyramiden, Vanillekipferl, Haferflockenmakronen, Apfelkaramellen und Ricciarelli.














Sonntag, 26. März 2017

Oma Wallners Bananenschnitten

So schmeckt die Kindheit im Hause Wallner in Linz. Luftiges Biskuit, süße Bananen, cremiger Pudding und knackige Schokolade – ein absoluter Klassiker.

Das hier veröffentlichte Rezept entspricht dem Original. Darunter habe ich noch Anmerkungen angefügt, wie man das Rezept etwas adaptieren kann.


Bananenschnitten
für den Biskuit:
5 Eier, getrennt
5 gestrichene El Zucker
5 gehäufte El Mehl
1 Messerspitze Backpulver
1 Prise Salz

passierte Marmelade oder Gelee
4-5 Bananen

für die Creme:
500ml Milch
60g Speisestärke (Maizena)
100g Zucker
2 Pk Vanillezucker
200g weiche Butter
1 Dotter

für die Glasur: 
75g Kokosfett (Ceres)
75g Butter
150g Schokolade

1. Für die Creme etwas Milch und Maizena glattrühren. Restliche Milch mit Zucker und Vanillezucker zum Kochen bringen, Maizena einrühren und einmal kurz aufkochen lassen. Abkühlen lassen. Butter schaumig rühren, Dotter und Pudding löffelweise unterrühren.
2. Für den Biskuit das Backrohr auf 200°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Dotter und Zucker hellcremig rühren. Eiweiß in einer zweiten Schüssel mit einer Prise Salz steif schlagen. Mehl und Backpulver über Dotter sieben und gemeinsam mit dem Eischnee vorsichtig unterheben. Teig gleichmäßig auf das Blech streichen und 5-8 Minuten goldgelb backen. Auskühlen lassen.
3. Den Biskuit mit Marmelade bestreichen. Die Bananen blättrig schneiden und auf den Biskuit legen. Alles mit der Puddingcreme bedecken und möglichst glatt streichen.
4. Kokosfett, Butter und Schokolade schmelzen, glatt rühren und über dem Pudding verteilen. Gekühlt servieren.

*Anmerkungen:
1. Die Bananenschnitte ist ohne Frage absolut köstlich. Man kann sie aber auch etwas weniger heftig und ohne nennenswerte Verluste machen, indem man nur 100g Butter für die Creme verwendet.
2. Eine weitere Möglichkeit wäre es die Butter komplett durch geschlagenen Schlagobers zu ersetzen. So wird die Creme viel fluffiger, aber damit lehnt man sich schon sehr weit aus dem Fenster der Klassiker.
3. Wer lieber eine weiche Schokoladendecke hat, kann statt Kokosfett und Butter auch Schlagobers für die Glasur verwenden.

Dienstag, 12. Mai 2015

Milchschoko Vanille Cookies

Schon irgendwie komisch Vanillepuddingpulver in einen Keksteig zu mischen, aber wenn das Ergebnis so genial ist, frage ich nicht nach. Schön dick und weich werden die Cookies und schmecken köstlich nach Vanille und den kleingehackten Osterhasen, die ich noch dazu gegeben habe. Normale Schokolade – ob Milch oder Zartbitter – funktioniert natürlich ebenso gut. Genauso wie Mandeln oder M&Ms zum Beispiel…




Milchschoko Vanille Cookies
130g Mehl
1 Prise Salz
1/2 Tl Natron
100g weiche Butter
75g brauner Zucker
25g Zucker
1 Pk (37g) Vanillepuddingpulver
1/2 Tl Vanillepulver oder Vanilleextrakt
1 großes Ei
150g gehackte Milchschokolade

1. Mehl, Salz und Natron mischen, beiseite stellen.
2. In einer Schüssel Butter und Zucker 5 Minuten schaumig aufschlagen. Puddingpulver, Vanille und Ei dazugeben und verrühren. Mehlmischung dazugeben und kurz unterrühren. Zum Schluss die Schokolade kurz unterrühren. Teig in Folie wickeln und mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.
3. Backrohr auf 180°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Aus dem Teig Kugeln rollen (je 50g), mit einigem Abstand aufs Blech legen (8 Stück gehen sich gut auf einmal aus) und 10-12 Minuten backen, bis die Ränder anfangen hellbraun zu werden und die Cookies in der Mitte gerade nicht mehr feucht glänzen. Nicht zu lange backen, sonst sind sie nachher nicht mehr weich in der Mitte!  Luftdicht verpackt halten sie sich etwa eine Woche.

Montag, 12. Mai 2014

Brandteigkrapferl fürs Geburtstagsgrillen

Die Krebsen und Aluetten Eltern haben letzte Woche gemeinsam im schönen Celeste Garten Geburtstag gefeiert. Aladin hat gegrillt, Aluette hat gebacken. Den heißgeliebten Polentakuchen mit Orangen und Zitrone und einen spanischen Vanillekuchen, der angeblich nach Schwedenbomben schmeckt, hat es gegeben. Dazu habe ich noch ein paar Brandteigkrapferl mit zweierlei Füllungen gemacht – einmal mit Himbeeren und Himbeer-Vanillecreme und einmal mit Heidelbeeren und weißer Schokoladencreme gefüllt. Gerade bei Festen mag ich solche Minidesserts am liebsten und die kleinen Krapferl sind doch wesentlich sympathischer als die gehypten Cupcakes oder Macarons, findest du nicht auch Krebsen?



In Gattendorf gab es früher neben Tafelspitz und Backhendl immer die gleichen süßen Köstlichkeiten. Darauf konnte man sich verlassen und das war gut so. In der Küche war der Apfelstrudel unter einem Geschirrtuch versteckt, in der Speis gab es den berühmten Opi-Gugelhupf und mindestens eine Biskuitrolle mit Marillenmarmelade und im Kühlschrank war eine große geblümte Porzellanschüssel mit Himbeermotschka gefüllt. Himbeermotschka, Krebsen, ist eine geniale Erfindung. Man legt ganz einfach gefrorene Himbeeren auf den Schüsselboden, gießt heißen Vanillepudding darüber und fertig ist die weltbeste Nachspeise! Das tolle daran ist nämlich, dass die kalten Beeren den Pudding abkühlen und der heiße Pudding die Beeren auftaut. So kann sich die hungrige Meute gleich darauf stürzen. Die hier verwendete Himbeerfüllung ist an den Omi-Klassiker angelehnt und passt perfekt zu den kleinen, luftigen Brandteigkrapferl.

Für die zweite Füllung habe ich Christines Rezept einer Parisercreme mit weißer Schokolade verwendet. Diese aufgeschlagene Schlagobers-Schokocreme ist luftiger, süßer und reichhaltiger als die Konditorcreme und auch ganz köstlich. Bei beiden Varianten habe ich zusätzlich zur Creme noch ein paar kleine Himbeeren bzw. Heidelbeeren in die Krapferl gestopft. Beeren sind nämlich nie ein Fehler.

Brandteigkrapferl
200ml Wasser
90g Butter
2 El Kristallzucker
1 Prise Salz
100g Mehl
3 Eier

1. Wasser, Butter, Zucker und Salz in einem Topf erhitzen. Sobald es anfängt zu köcheln, die Platte auf niedrigste Stufe stellen und das ganze Mehl auf einmal mit einem Holzlöffel unterrühren. Rühren bis sich eine glatte Masse bildet, die sich vom Boden und den Seitenwänden ablöst. Das dauert nicht länger als eine halbe Minute. Dann noch 1-2 Minuten auf kleiner Hitze rühren. Auf Körpertemperatur abkühlen lassen.
2. Inzwischen ein Blech mit Backpapier auslegen und das Backrohr auf 220°C vorheizen. Ein Gitter auf unterster Schiene einschieben und ein Gefäß mit Wasser daraufstellen. Der sich bildende Wasserdampf hilft den Krapferl beim Aufgehen.
3. Mit einem Handrührer die Eier unter Teig rühren, bis die Masse glatt und cremig ist. In einen Spritzbeutel mit großer, runder Lochtülle füllen und mit großzügigem Abstand kleine Portionen (Walnuss bis Tischtennisball) auf das Blech spritzen. Ins Backrohr schieben und auf 190°C zurückschalten. 20-30 Minuten backen bis sie schön rund aufgegangen und goldbraun sind. Es ist wichtig, dass man wartet bis sie eine goldene Kruste gebildet haben, sonst fallen sie leicht wieder zusammen.
4. Sobald sie fertig sind, das Blech aus dem Rohr nehmen und jedes Krapferl auf der Seite mit einem Holzspieß oder Zahnstocher einstechen, damit der Dampf entweichen kann. Man kann auch gleich einen Schlitz mit der Küchenschere einschneiden, wenn man sie nachher füllen will. Auf einem Gitter auskühlen lassen.

Himbeermotschka (Konditorcreme mit Himbeeren)
300ml Milch
200ml Himbeerpüree ohne Samen
ausgekratztes Mark einer Vanilleschote
50g Mehl
75g Zucker
1 Ei
3 Dotter

1. Milch und Vanillemark zusammen mit der Schote in einem Topf erhitzen. Himbeerpüree, Mehl, Zucker, Ei und Dotter in einer Schüssel glatt rühren.
2. Die Milch einmal aufkochen lassen, vom Herd nehmen und die Schote herausfischen. Die Eimischung mit einem Schneebesen oder Handmixer ständig rühren, während man die heiße Milch ganz langsam in einem dünne Strahl eingießt. Wenn alles vermischt ist, die Masse wieder in den Topf gießen und auf niedriger Flamme unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Creme zu einem dicken Pudding wird.
3. Den Pudding in eine Schüssel umfüllen und eine Schicht Klarsichtfolie direkt auf die Oberfläche legen, damit sich keine Haut bildet. In den Kühlschrank stellen und gut durchkühlen lassen. In einen Spritzbeutel mit sternförmiger, kleiner Tülle geben und die Brandteigkrapferl damit füllen.

Parisercreme (danke, Christine!)
100g weiße Schokolade
250ml Schlagobers
eventuell ein Packerl Sahnesteif

1. Weiße Schokolade grob hacken und zusammen mit dem Schlagobers in einem Topf einmal kurz aufkochen. Über Nacht in den Kühlschrank stellen.
2. Die Masse bildet eine feste Schicht an der Oberfläche und ist darunter flüssig, das gehört so. Einfach alles zusammen mit einem Handrührer wie normalen Schlagobers (mit Sahnesteif, falls er etwas länger überleben muss) aufschlagen. In einen Spritzbeutel mit sternförmiger, kleiner Tülle geben und die Brandteigkrapferl damit füllen.

Sonntag, 2. Februar 2014

Klassischer Marmorgugelhupf

Marmorgugelhupf oder einfach Marmorkuchen habe ich jetzt schon ein paar Mal gebacken, weil ihn sich jemand gewünscht hat. Von alleine wäre ich nämlich nicht auf die Idee gekommen – zu klassisch, zu unspektakulär. Aber die Leute lieben ihn, wie es scheint und es stellt sich heraus: Gugelhupf ist nicht gleich Gugelhupf. Rezepte gibt es genug und alle sind ein bisschen anders, verwenden mal Öl, mal Butter, Kakao oder Schokolade, mal mit Rum, mal ohne. Ein paar habe ich getestet und war nie so richtig glücklich. Zu trocken, ölig, fad oder nicht schokoladig genug. Auch das mit der Menge war immer so eine Sache weil ich eine recht kleine Gugelhupfform habe und 6 Eier und ein halbes Kilo Mehl sofort übergegangen wären. Deswegen musste ein eigenes Rezept entwickelt werden, das alle Kriterien erfüllt und neben den Marmorgugelhupf-Enthusiasten auch mich begeistert.

Die Küche ist jetzt voll Staubzucker, Kakao und diversen Testgugelhupfs und, liebes Krebsen, ich bin zufrieden. Der Sieger-Hupf ist saftig durch extra Topfen, aromatisch mit Vanillezucker und Zitronenschale, schokoladig mit viel Kakao, luftig, feinporig und passt perfekt in die 1 Liter Gugelhupfform. Den darf man sich gerne wieder von mir wünschen.





Klassischer Marmorgugelhupf
150g weiche Butter
210g Zucker
1 Pk Vanillezucker
abgeriebene Schale einer Biozitrone
3 Eier
75g Topfen (oder Sauerrahm und etwas weniger Milch)
4 El Milch
180g Mehl
60g Speisestärke
1 Prise Salz
1 Tl Backpulver
20g Kakaopulver

1. Alle Zutaten auf Zimmertemperatur bringen. Eine Gugelhupfform (1 Liter Fassungsvermögen bzw. 18cm Durchmesser) fetten und mit Mehl ausstreuen. Backrohr auf 180°C vorheizen.
2. Butter, Zucker, Vanille und Zitronenschale schaumig schlagen. Eier trennen und die Dotter unter die Butter rühren. Aufschlagen bis die Masse heller wird. Topfen und 3 El Milch unterrühren. Eiweiß steif schlagen.
3. Mehl, Speisestärke, Salz und Backpulver mischen, über den Teig sieben und alles kurz verrühren. Ein Drittel des Teigs in eine zweite Schüssel geben, Kakao darüber sieben und mit dem letzten Esslöffel Milch verrühren. Zuletzt den Eischnee auf die Teige aufteilen und unterheben.
4. Teige abwechselnd in die Form löffeln. Zuerst mit dem hellen Teig anfangen, dann eine Schicht dunkel, wieder hell, dunkel und mit dem letzten Rest hellem Teig abschließen. Ein Buttermesser wellenförmig durch den Teig ziehen und so das Marmormuster erzeugen.
5. Kuchen etwa eine Stunde backen, auf eine Kuchenplatte stürzen und wenn er abgekühlt ist mit Staubzucker bestreuen. Schmeckt am zweiten Tag noch besser, wenn er gut luftdicht aufbewahrt wird.

Sonntag, 23. Dezember 2012

Schneebälle

Morgen ist schon Weihnachten? Wie ist das passiert Krebsen? Da wird es aber Zeit schnell noch ein paar Kekse zu backen. Ein paar weiße Bälle zum Beispiel. Ganz mürbe sodass sie auf der Zunge schmelzen. Ist ja eigentlich ein Vanillekipferlteig aber Kugerln rollen geht schneller und wir haben ja keine Zeit!



Schneebälle
reicht für etwa 20 Bälle (je ca. 10g)
75g Mehl
60g Butter
20g geriebene Mandeln
20g geriebene Haselnüsse
25g Staubzucker
1/2 Tl Vanillezucker
+ Staubzucker-Vanillezucker-Mischung für später

1. Alle Zutaten in einer Schüssel mit den Knethaken des Handrührers verkneten. Es dauert eine Weile bis sich eine bröselige Mischung bildet, die man dann ganz einfach mit den Fingern zu einem Teig drücken kann. Also bitte keine Flüssigkeit hinzufügen, dadurch wird der Teig nur weniger mürbe. Dann den Teig zu einer Kugel formen, in Folie einwickeln und eine Stunde in den Kühlschrank legen.
2. Backrohr auf 160°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und schnell zu kleinen Kugeln rollen. Der Teig soll dabei möglichst kalt bleiben. Kugeln auf dem Blech verteilen und ca. 15-18 Minuten backen bzw so lange bis die Kekse hellbraune Böden haben. Noch heiß in der Zuckermischung wälzen. Wenn sie im warmen Zustand zu viel Zucker aufsaugen, kann man sie wenn sie kalt sind nochmal bestreuen.

Freitag, 5. Oktober 2012

Schnelle Apfeltarte

Die letzten warmen Tage. Da wird noch gegrillt und Eis geschleckt und saftige Apfeltarte gegessen, die ja eigentlich ein flacher Kuchen ist, nachdem man Teig und Äpfel miteinander verrührt. Macht nichts. Schmeckt trotzdem supergut. Die kleinen, hübschen Törtchen sind das Werk meiner Cousine Johanna. Fast zu schön zum Essen, aber viel zu gut um es nicht zu tun!







Schnelle Apfeltarte

900g säuerliche Äpfel
etwas Zitronensaft
100g Mehl
2 Tl Backpulver
1 Prise Salz
100g weiche Butter
250g Zucker
1 Pk Vanillezucker
2 Eier
100ml Milch (oder etwas weniger, wenn man große Eier verwendet)

1. Äpfel schälen, entkernen und in dünne Spalten schneiden. Mit Zitronensaft mischen und beiseite stellen. Backrohr auf 190°C vorheizen und eine Tarteform oder Springform (ca. 16cm Durchmesser) fetten. (Vorsicht bei Tarteformen mit herausnehmbaren Boden! Der Teig ist recht flüssig und kann zwischen Rand und Boden herausrinnen. Sicherheitshalber die Form mit Alufolie umwickeln.)
2. Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen. In einer anderen Schüssel Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Die Eier nach und nach zugeben und gut verrühren. Dann abwechselnd Mehlmischung und Milch unterrühren.
3. Die Apfelstücke unter den Teig heben und dann alles in die Form gießen. Etwa 45 Minuten goldbraun backen.