Sonntag, 16. Dezember 2018

Ricciarelli – weiche Mandelkekse

Varianten dieser weichen Mandelkekse – ob Amaretti morbidi oder Ricciarelli – mache ich immer wieder zu Weihnachten. Sie passen aber auch so sehr gut zum Dessert mit einem Glas Vin Santo oder zum Espresso. Sie mögen zwar sehr unscheinbar aussehen, können geschmacklich aber einiges. Dieses Rezept mag ich besonders, weil es so einfach, unkompliziert und köstlich ist. Ausserdem kann man das Aroma ganz nach Geschmack variieren. Ob mit Bittermandelaroma und Amaretto, Zitronenschale und Limoncello, Orangenschale und Grand Marnier,…



Ricciarelli
nach 101 Cookbooks

1 großes Eiklar
400g gutes Marzipan (Mandelanteil über 50%)
50g Staubzucker
1 Prise Salz
Aromen nach Geschmack, zb. ein paar Tropfen Bittermandelaroma, abgerieben Schale einer Bio-Zitrone oder 1/2 Orange, 1 El Limoncello/Amaretto/Grand Marnier

Staubzucker zum Formen

1. Alle Zutaten zu einer glatten Masse verrühren. Ein Blech mit Backpapier auslegen.
2. Die Arbeitsfläche mit Staubzucker bestreuen. Den Teig darauf portionsweise zu etwa 2cm breiten Rollen formen. Davon ca. 1cm breite Stücke abschneiden und aufs Blech setzen. Man kann sie entweder so lassen oder nach Belieben zu Kugeln oder Pyramiden formen. Die Kekse eine halbe Stunden bei Zimmertemperatur rasten lassen.
3. Inzwischen das Backrohr auf 175°C vorheizen. Ricciarelli ca. 10-15 Minuten (je nach Größe) backen, bis sie hellbraune Spitzen bekommen und am Boden goldbraun sind. Luftdicht verpackt und an einem kühlen Ort gelagert bleiben sie den ganzen Advent schön weich und aromatisch.

Sonntag, 25. November 2018

Apple Pie mit Miso-Karamell

Jeder Herbst braucht mindestens einen Apple Pie, am besten gleich noch mit einem gesalzenen Karamell-Upgrade. Das Salz kommt in diesem Fall von der Misopaste, die auch gleich noch eine extra Portion Umami liefert. Dass Miso nicht nur in der Suppe gut schmeckt, wissen wir ja schon von diesen Keksen, liebes Krebsen. 

Für die Fülle verwende ich gerne zwei verschiedene Sorten Äpfel, süß und sauer, dann schmeckt er noch besser. Zum Binden habe ich Pfeilwurzkernmehl verwendet. Der Vorteil dabei ist, dass es klar bindet und die Fülle nicht trüb wird. Man kann aber auch einfach Mehl oder Speisestärke verwenden. Der Teig ist inzwischen Standard für alle meine Obstpies – knusprig, blättrig und mit köstlichem Butterduft.





Apple Pie mit Miso Karamell
für den Teig diesem Rezept folgen

für die Fülle
2 kg Äpfel (zB. Boskop und Fuji gemischt)
Saft einer halben Zitrone
2 El Zucker
1 Prise Vanillepulver oder das Mark einer Vanilleschote
3 El Pfeilwurzkernmehl (bzw. Mehl oder Speisestärke)

für das Miso-Karamell
100g Zucker
2 El Wasser
60ml Schlagobers
50g Butter
1 El helle Misopaste

1 Ei mit einem Esslöffel Wasser verquirlt zum Bestreichen
Kristallzucker zum Bestreuen

1. Für den Teig Punkt 1 meines Erdbeer Rhabarber Pies folgen.
2. Für die Fülle die Äpfel, schälen, in dünne Scheiben hobeln. In einer großen Schüssel mit Zitronensaft, 2 El Zucker und Vanille bestreuen, unterheben und eine halbe Stunde bis Stunde ziehen lassen. 
3. Für das Karamell den Zucker mit 2 El Wasser in einem Topf zum köcheln bringen. Gut beobachten und vom Herd nehmen, sobald der Zucker karamellisiert und einen schön dunklen Goldton angenommen hat. (Etwa so wie Waldhonig.) Sofort den Schlagobers unterrühren. Vorsicht, das kann spritzen und der Zucker ist extrem heiß! Danach Butter und Misopaste unterrühren.
4. Arbeitsfläche gut mit Mehl bestäuben und eines der beiden Teigstücke schnell kreisförmig ausrollen. Das andere Stück im Kühlschrank lassen. (Je kälter der Teig bleibt umso leichter ist er zu verarbeiten. Bei einer klassischen Pie-Form mit etwa 24cm Durchmesser den Kreis auf ca. 30cm Durchmesser ausrollen. Andere runde Ofenformen gehen natürlich auch.) Den Teig über das Nudelholz legen und so in die Ofenform manövrieren. Der Teig sollte die Form komplett auslegen. Überflüssigen Rand abschneiden. 
5. Die Äpfel abseihen. Das Pfeilwurzkernmehl darüber streuen darüber streuen und vorsichtig unterheben. Ein Drittel der Äpfel möglicht kompakt in die Form schichten, dann kann man den Pie anschließend besser schneiden, und mit Karamell beträufeln. Das ganze noch zweimal wiederholen und mit dem restlichen Karamell abschließen. In den Kühlschrank stellen.
6. Die zweite Teighälfte ebenso schnell und rund ausrollen. Für die einfache Variante nur ein paar Luftlöcher einschneiden oder ausstechen bzw. für das Gitter den Teig in Streifen schneiden. Den Pie aus dem Kühlschrank holen und den Teigrand mit den Fingern anfeuchten. Den Teigdeckel darüberheben bzw. flechten. Die überstehenden Ränder nach unten hinein in die Form falten und wer Lust hat kann ihn ganz klassisch in Wellenform drücken. Sonst einfach darauf achten, dass Boden und Deckel gut miteinander verklebt sind. Nochmal etwa 15 Minuten in den Kühlschrank stellen und inzwischen das Backrohr auf 220°C vorheizen.
7. Den Pie mit der Eimischung einpinseln und mit etwas Kristallzucker bestreuen. 20 Minuten bei 220°C auf unterster Schiene backen, danach die Temperatur auf 190°C reduzieren und etwa 40 Minuten weiterbacken bis der Pie schön goldbraun ist und es durch die Luftlöcher blubbert. (Falls er zwischendurch zu dunkel wird, einfach mit Backpapier abdecken.) Mindestens 2 Stunden abkühlen lassen und am besten mit Vanilleeis servieren.

Sonntag, 18. November 2018

Lussekatter

Frisch gebackener Germteig mit Safran ist so ziemlich der beste Geruch der Welt, liebes Krebsen. Wenn Safran nicht so fürchterlich teuer wäre, würde ich die schwedischen Lussekatter jeden Tag backen.




Lussekatter
für 10 Stück
1 Briefchen Safran
2 Tl Rum
1 Tl Zucker
350g Mehl
1 Prise Salz
5g Trockengerm (1Tl)
50g Staubzucker
180ml Milch
50g Butter
1 Dotter
50g Magertopfen

Rosinen
1 Eiweiß + 1 El Wasser

1. Am Vorabend Safran und 1 Tl Zucker in einem Mörser fein zerreiben und mit dem Rum in ein kleines Gefäß füllen. Verschließen und über Nacht ziehen lassen. Wer dafür keine Zeit hat, lässt den Safran einfach ein paar Minuten in der warmen Milch ziehen, bevor er in den Teig wandert.
2. Für den Teig Mehl, Salz, Germ und Staubzucker in einer Schüssel mischen. Die Milch erwärmen, Safran dazugeben und die Milch darin weich werden lassen.
3. Wenn die Milch nur noch handwarm ist, gemeinsam mit dem Dotter und Magertopfen zur Mehlmischung geben und mit dem Knethaken oder den Händen zu einem glatten, leicht klebrigen Teig kneten. Zugedeckt an einem warmen Ort rasten lassen, bis der Teig sein Volumen verdoppelt hat (ca. 1-1,5 Stunden).*
4. Inzwischen die Rosinen in heißen Wein oder Saft einlegen, damit sie saftig werden.
5. Den Teig kurz verkneten und in 10 Stücke teilen (à 70g). Dabei möglichst kein weiteres Mehl verwenden, damit die Lussekatter nicht trocken werden. Jedes Teigstück zu einem 40cm langen Strang rollen und von jedem Ende zur Mitte hin in die typische Lussekatter-Form einrollen. Mit einigem Abstand zueinander auf das Blech setzen und mit einem feuchten Geschirrtuch abgedeckt nochmal eine gute halbe Stunde rasten lassen, bis die Schnecken deutlich aufgegangen sind.
6. Inzwischen das Backrohr auf 220°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Eine Rosine in die Mitte jeder Schnecke drücken. Ein Eiweiß mit einem El Wasser vermischen und die Lussekatter vorsichtig damit einpinseln. 8-10 Minuten backen, bis sie schön goldbraun sind und am besten noch warm genießen.

Anmerkungen:
* Man kann den Teig auch über Nacht zugedeckt im Kühlschrank gehen lassen. Einfach am nächsten Tag rausnehmen, 1 Stunde auf Zimmertemperatur kommen lassen und dann bei Punkt 4 weitermachen.

Sonntag, 2. September 2018

Zucchini Schoko Gugelhupf

Draussen regnet es in Strömen, drinnen gibt es Schokogugelhupf. In dem versteckt sich eine riesige Zucchini, ohne dass es irgendjemand bemerken würde. Dafür ist er extra saftig und intensiv schokoladig. Da ist es fast nicht schlimm, dass der Sommer jetzt vorbei ist.




Zucchini Schoko Gugelhupf
adaptiert von zoëbakes
250g Mehl
1 Prise Salz
1 Tl Natron
55g Kakaopulver
100g weiche Butter
350g Rohrzucker
1 Pk Vanillezucker oder eine Prise Vanillepulver
2 große Eier
125ml Öl
125g Sauerrahm
350g grob geraspelte Zucchini (Flüssigkeit nicht ausgedrückt!)
110g geschmolzene dunkle Schokolade

1. Backrohr auf 175°C vorheizen und eine Gugelhupfform gut fetten und mit Kakaopulver ausstreuen.
2. Mehl, Salz, Natron und Kakaopulver in eine Schüssel sieben. In einer zweiten Schüssel Butter, Zucker und Vanille schaumig rühren. Die Eier zugeben und die Masse hellcremig aufschlagen. Danach das Öl zugeben, bis alles gut vermischt ist.
3. Abwechselnd Sauerrahm und Mehlmischung unter den Teig rühren, bis alles gerade so vermischt ist. Danach Zucchini und handwarme Schokolade unterrühren.
4. Den Teig in die Form füllen, glattstreichen und etwa 50 Minuten backen. Nach 45 Minuten eine Stäbchenprobe machen. Sobald nur noch ein paar Brösel am Stäbchen haften bleiben, ist er fertig.
5. Den Kuchen 10 Minuten in der Form ruhen lassen, danach auf eine Platte stürzen und vollständig auskühlen lassen. Gut verpackt bleibt er einige Tage saftig und schmeckt am zweiten Tag sogar noch besser.

Samstag, 25. August 2018

Zwetschkenkuchen mit Haselnussstreuseln

Hier kommt eine noch bessere Version der süßen Wespenfalle, die ich hier vor sieben Jahren veröffentlicht habe. Knusprige Haselnussstreusel und viele, viele saftige Zwetschken – perfekt für die letzten Sommertage.



Zwetschkenkuchen mit Haselnussstreuseln
350g Mehl
1 Prise Salz
50g Zucker
abgerieben Schale einer halben Bio-Zitrone
160ml Milch
1 Pk. Trockengerm
50g weiche Butter
1 Ei
2kg Zwetschken
100g geschmolzene Butter
130g Mehl
70g geriebene Haselnüsse
1 Tl Zimt
100g Rohrzucker

1. Mehl, Salz, Zucker, Zitronenschale und Trockengerm in einer Schüssel vermischen. Milch erwärmen und zusammen mit der Butter und dem Ei unter den Teig kneten. Den Teig in einer zugedeckten Schüssel an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen.
2. Für die Streusel die geschmolzene Butter, Mehl, Haselnüsse, Zimt und braunen Zucker in einer Schüssel mit einer Gabel vermischen und in den Kühlschrank stellen. Das Backrohr auf 180°C vorheizen.
3. Zwetschken waschen, an einer Seite aufschneiden und entkernen. Ein Backblech fetten, den Teig noch einmal kurz durchkneten und mit den Fingern gleichmäßig auf dem Blech verteilen. Den Teig nochmal 15 Minuten zugedeckt gehen lassen.
4. Zwetschken dicht auf den Teig schichten, die Brösel darüber streuen und 40 Minuten backen.

Sonntag, 1. Juli 2018

Chocolate Chip Cookies mit Meersalz

Der absolute Klassiker unter meinen Chocolate Chip Cookie Varianten und der aktuelle Favorit in der Aluettenküche. Mit einer Prise Meersalz natürlich.



Chocolate Chip Cookies mit Meersalz
für 20 Cookies, je 40g • adaptiert von Not Without Salt
110g weiche Butter
165g brauner Rohrzucker
50g weißer Feinkristallzucker
1/2 Tl Melasse (Zuckerrohrsaft)
1 Ei
1 Prise Vanillepulver
220g Mehl (ich mische gern 180g Weizenmehl mit 40g anderen Mehlsorten wie Vollkorn, Dinkel oder Roggen für ein komplexeres Geschmacksprofil)
1 Prise Salz
3/4 Tl Natron
220g dunkle Schokolade, grob gehackt
Meersalzflocken zum Bestreuen

1. Butter, Zucker und Melasse im Mixer einige Minuten schaumig aufschlagen. Ei und Vanille dazugeben und verrühren.
2. Mehl, Salz und Natron in einer zweiten Schüssel mischen. Langsam die Mehlmischung unter den Teig rühren und nur so lange rühren bis alles gerade so vermischt ist. Zum Schluss kurz die Schokolade unterrühren. Der Teig kann jetzt bis zu 36 Stunden im Kühlschrank rasten, oder gleich gebacken werden.
3. Backrohr auf 180°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Den Teig in Kugeln mit je ca. 40-50g portionieren und mit einigem Abstand auf das Blech setzen. Mit Meersalzflocken bestreuen und 10-12 Minuten backen.

Sonntag, 20. Mai 2018

Schnelle Zimtschnecken ohne Germ

Himmlisch duftend, fluffig, weich, buttrig, Kardamom, Zimt, Knusperzucker – da fehlt nichts, ausser Germ und Wartezeit.





Zimtschnecken ohne Germ
für 12 Schnecken • adaptiert von The Violet Bakery Cookbook
560g Mehl
1Tl Backpulver
1Tl Salz
2 Tl gemahlener Kardamom (bei frisch zerstoßenem etwas weniger)
240g kalte Butter, in Würfeln
300ml kalte Milch

für die Fülle
200g brauner Rohrzucker
1 El Zimt
75g Butter, geschmolzen

feiner Kristallzucker zum Wälzen

1. Backrohr auf 200°C vorheizen und ein Muffinblech buttern. Für den Teig alle trockenen Zutaten und die kalte Butter mit dem Mixer verrühren, bis eine bröselige Textur entsteht. Die kalte Milch dazugeben und rühren, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Die Schüssel ein paar Minuten stehen lassen.
2. Den Teig auf eine mit Mehl bestreute Arbeitsfläche stürzen und 2-3 Mal zusammenfalten, bis er einigermaßen glatt ist. 10 Minuten rasten lassen.
3. Inzwischen für die Fülle Rohrzucker und Zimt mischen und die Butter schmelzen.
4. Den Teig zu einem Rechteck mit 5mm Dicke ausrollen, mit Butter bestreichen und dem Zimtzucker bestreuen. An der langen Kante eng zusammenrollen und vorsichtig in Form drücken, bis die Rolle überall gleich dick ist. Die Enden mit einem scharfen Messer glatt abschneiden. Die Rolle in 12 gleich große Scheiben schneiden. Von jedem Stück das Ende des Teigstreifens lösen und unter die Schnecke stecken. So bekommt die Schnecke einen „Boden“ und der schmelzende Zimtzucker kann nicht ausrinnen. Schnecken ins Muffinblech setzen und 25-30min backen.
5. Die noch heißen Schnecken aus der Form lösen, in feinem Kristallzucker wälzen und am besten am selben Tag essen.

Sonntag, 8. April 2018

Marillen Mandel Babka

Heute war ich zum ersten Mal in diesem Jahr wieder draussen in Molzegg zum Maulwurfshügel wegräumen, Flieder einsetzen und Sonne aufsaugen. Zum Nachmittagskaffee gab es Babka (aka gefüllter Striezel) mit säuerlicher Marillenpaste und süßer Mandelcreme. Ein ziemlich perfekter Sonntag, liebes Krebsen.



Marillen Mandel Babka

für den Teig:
400g glattes Mehl
1 Pk Trockengerm
1/2 Tl Salz
75g Zucker
100g weiche Butter
1 Ei + 1 Dotter

für die Marillenfülle (Faule verwenden stattdessen gute Marillenmarmelade):
250g getrocknete Marillen
Saft von einer Orange
Saft von 1-2 Zitronen
abgeriebene Schale einer halben Orange
2 El Zucker

für die Mandelfülle:
175g Marzipan
1 Eiweiß
1 El Amaretto oder einige Tropfen Bittermandelaroma
1 El Butter

Milch und gehobelte Mandeln zum Bestreuen

1. Für den Teig die Milch lauwarm erwärmen und die weiche Butter einlegen bis sie fast geschmolzen ist. Mehl, Germ, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Ei, Dotter und buttrige Milch dazugießen und mit den Knethaken eines Handrührers 5-10 Minuten zu einem glatten Teig kneten bis er sich vom Schüsselrand löst. Den Teig in eine geölte Schüssel geben, mit Folie oder einem feuchten Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen bis er mindestens doppelt so groß ist.
2. Für die Marillenfülle Marillen, Saft, Schale und Zucker in einem Topf aufkochen und ein paar Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit großteils eingekocht ist und die Marillen weich sind. Die Masse abkühlen lassen, anschließend pürieren und beiseite stellen.
3. Für die Mandelfülle alle Zutaten zu einer glatten Creme pürieren, beiseite stellen.
4. Eine Kastenform mit Butter ausstreichen und mit Mehl bestäuben. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig zu einem Rechteck ausrollen, bei dem die lange Kante doppelt so lang ist, wie die Kastenform. Zuerst die Mandelfülle bis zum Rand auf dem Teig verstreichen. Darüber die Marillen verstreichen. Den Teig an der langen Kante aufrollen und die entstandene Wurst ineinander verdrehen. Die Teigspirale in die Kastenform legen und mit der Milch einstreichen. Abdecken und wieder an einem warmen Ort gehen lassen bis der Teig ein bisschen über die Formkante schaut.
4. Backrohr auf 180°C vorheizen. Den Babka erneut mit Milch einstreichen und mit gehobelten Mandeln bestreuen. 30-40 Minuten backen. Nach etwa 20 Minuten Backzeit den Babka mit Folie oder Backpapier abdecken, damit er nicht zu dunkel wird. Mit einem Stäbchen testen ob er durchgebacken ist.

Sonntag, 4. März 2018

Blutorangen Schokogugelhupf

Um den Arbeitstag nach der Oscarnacht – yay! – einigermaßen munter zu überstehen, braucht es Kuchen zum Frühstück. Am besten einen saftigen Gugelhupf aus den allerbesten, und wahrscheinlich letzten Blutorangen vom Sizilianer meines Vertrauens und Schokostückchen für den extra Energiekick.



Blutorangen Schokogugelhupf
200g weiche Butter
300g Zucker
abgeriebene Schale von 1,5 Bio-Blutorangen
4 große Eier
250ml Buttermilch
50ml Blutorangensaft
375g Mehl
2,5 Tl Backpulver
1 Prise Salz
150g gehackte Schokolade

1. Backrohr auf 175°C vorheizen und eine Gugelhupf fetten und mit Mehl ausstreuen.
2. Butter, Zucker und Orangenschale in einer Schüssel schaumig schlagen. Die Eier nach und nach zugeben und zu einer hell-cremigen Masse aufschlagen.
3. Buttermilch und Blutorangensaft in einem Gefäß mischen, in einer zweiten Schüssel Mehl, Backpulver und Salz mischen.
4. Buttermilch und Mehlmischung abwechselnd unter den Teig rühren, bis alles gut vermischt ist. (Nicht zu lange rühren, sonst wird der Kuchen zäh.) Zuletzt die gehackte Schokolade unterheben.
5. Die Masse in die Form füllen und etwa 50 Minuten backen. (Stäbchenprobe)
6. Eine halbe Stunde in der Form auskühlen lassen, danach auf einen Teller stürzen und mit Staubzucker bestreuen oder Orangenglasur bestreichen. Schmeckt am zweiten Tag noch aromatischer.

Freitag, 23. Februar 2018

Mochi

Hier kommt ein Update zu einem Beitrag, den ich hier vor fünf Jahren veröffentlicht habe. Ich habe nämlich noch eine zweite Variante entdeckt um ebenso köstliche, wie einfache Mochi selbst zu machen. Mochi sind japanische Süßigkeiten aus Klebreismehl mit einer ganz eigenen, weichen und leicht gummigen Konsistenz. Das alte Rezept (siehe ganz unten) ist für gefüllte Mochi gedacht und man macht es in der Mikrowelle. Die Masse ist etwas fester, weniger süß und eignet sich dafür sehr gut zum Füllen mit süßer roter Bohnenpaste zum Beispiel.

Auf die zweite Variante bin ich kürzlich gestoßen. Da bäckt man die Masse bei niedriger Temperatur und schneidet sie anschließend in Stücke. Die unbeschreiblich zarte Konsistenz ist der Wahnsinn, um es milde auszudrücken. Ich habe das Rezept bereits mit Matcha sowie mit Kokos-Kardamom-Rose probiert, und beides war innerhalb von zwei Tagen aufgegessen. 




Mochi
90g Klebreismehl + extra Mehl zum Bestäuben
100g Staubzucker
1 Prise Backpulver
125ml Wasser
90ml Kokosmilch

für Matcha Mochi:
1Tl Matcha

für Kokos-Kardamom-Rosen-Mochi:
4 El Kokosraspel+1El Wasser
eine Prise Kardamom
ein paar Tropfen Rosenwasser

1. Backrohr auf 135°C vorheizen und eine Kastenform (30cm Kantenlänge) mit Backpapier auslegen.
2. Für Matcha Mochi: In einer Schüssel Klebreismehl, Staubzucker, Backpulver und Matcha mischen. In einer zweiten Schüssel Wasser und Kokosmilch verrühren. Kokoswasser zum Mehl gießen und alles glattrühren. Masse durch ein feines Sieb (Matcha löst sich manchmal schwer auf) in die Backform gießen, mit Alufolie dicht verschließen und 70-90 Minuten backen. Die Mochi sind fertig wenn sie gleichmäßig fest sind. Komplett in der Form auskühlen lassen.
3. Für Kokos-Kardamom-Rosen-Mochi: In einer Schüssel Klebreismehl, Staubzucker und Backpulver mischen. In einer zweiten Schüssel Wasser und Kokosmilch verrühren. Kokoswasser zum Mehl gießen und mit der Kokos-Kardamom-Mischung glattrühren. Masse in die Backform gießen, mit Alufolie dicht verschließen und 70-90 Minuten backen. Die Mochi sind fertig wenn sie gleichmäßig fest sind. Komplett in der Form auskühlen lassen.
4. Reismehl auf der Arbeitsfläche verteilen und den Mochiblock darauf stürzen. Papier abziehen und mit Reismehl bestreuen. Mit einem scharfen Messer Stücke abschneiden und die Mochi auf allen Seiten in Reismehl wälzen. Gleich essen oder luftdicht verpackt einige Tage aufbewahren. Man kann sie auch gut einfrieren.




Mochi mit roter Bohnenpaste
140g Klebreismehl
30g Staubzucker
160ml Wasser
rote süße Bohnenpaste

1. Die Bohnenpaste zu kleinen Kugeln rollen, je nachdem wie groß man seine Mochi haben will. Die Kugeln auf einen Teller setzen und ins Gefrierfach stellen. Das macht es nachher einfacher.
2. In einer mikrowellengeeigneten Schüssel Wasser und Staubzucker verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann nach und nach das Reismehl unterrühren, bis die Masse glatt ist und keine Klumpen mehr enthält.
3. Die Schüssel für 2 Minuten in die Mikrowelle stellen. Die klebrige Masse einmal umrühren. Eine Arbeitsfläche mit reichlich Reismehl bestäuben und auch die Hände damit einreiben. Mit einem Teelöffel kleine Portionen abstechen und auf die Arbeitsfläche setzen. Von allen Seiten mit Reismehl bedecken und in den Handflächen flachdrücken. Eine Kugel Bohnenpaste in die Mitte setzen, den Teig darumschlagen und an den Kanten zusammendrücken bis alles gut verklebt ist. Die Mochi entweder gleich essen oder in Klarsichtfolie einschlagen. So sind sie im Kühlschrank ein paar Tage haltbar oder man friert sie ein.