Sonntag, 20. Mai 2018

Schnelle Zimtschnecken ohne Germ

Himmlisch duftend, fluffig, weich, buttrig, Kardamom, Zimt, Knusperzucker – da fehlt nichts, ausser Germ und Wartezeit.





Zimtschnecken ohne Germ
für 12 Schnecken • adaptiert von The Violet Bakery Cookbook
560g Mehl
1Tl Backpulver
1Tl Salz
2 Tl gemahlener Kardamom (bei frisch zerstoßenem etwas weniger)
240g kalte Butter, in Würfeln
300ml kalte Milch

für die Fülle
200g brauner Rohrzucker
1 El Zimt
75g Butter, geschmolzen

feiner Kristallzucker zum Wälzen

1. Backrohr auf 200°C vorheizen und ein Muffinblech buttern. Für den Teig alle trockenen Zutaten und die kalte Butter mit dem Mixer verrühren, bis eine bröselige Textur entsteht. Die kalte Milch dazugeben und rühren, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Die Schüssel ein paar Minuten stehen lassen.
2. Den Teig auf eine mit Mehl bestreute Arbeitsfläche stürzen und 2-3 Mal zusammenfalten, bis er einigermaßen glatt ist. 10 Minuten rasten lassen.
3. Inzwischen für die Fülle Rohrzucker und Zimt mischen und die Butter schmelzen.
4. Den Teig zu einem Rechteck mit 5mm Dicke ausrollen, mit Butter bestreichen und dem Zimtzucker bestreuen. An der langen Kante eng zusammenrollen und vorsichtig in Form drücken, bis die Rolle überall gleich dick ist. Die Enden mit einem scharfen Messer glatt abschneiden. Die Rolle in 12 gleich große Scheiben schneiden. Von jedem Stück das Ende des Teigstreifens lösen und unter die Schnecke stecken. So bekommt die Schnecke einen „Boden“ und der schmelzende Zimtzucker kann nicht ausrinnen. Schnecken ins Muffinblech setzen und 25-30min backen.
5. Die noch heißen Schnecken aus der Form lösen, in feinem Kristallzucker wälzen und am besten am selben Tag essen.

Sonntag, 8. April 2018

Marillen Mandel Babka

Heute war ich zum ersten Mal in diesem Jahr wieder draussen in Molzegg zum Maulwurfshügel wegräumen, Flieder einsetzen und Sonne aufsaugen. Zum Nachmittagskaffee gab es Babka (aka gefüllter Striezel) mit säuerlicher Marillenpaste und süßer Mandelcreme. Ein ziemlich perfekter Sonntag, liebes Krebsen.



Marillen Mandel Babka

für den Teig:
400g glattes Mehl
1 Pk Trockengerm
1/2 Tl Salz
75g Zucker
100g weiche Butter
1 Ei + 1 Dotter

für die Marillenfülle (Faule verwenden stattdessen gute Marillenmarmelade):
250g getrocknete Marillen
Saft von einer Orange
Saft von 1-2 Zitronen
abgeriebene Schale einer halben Orange
2 El Zucker

für die Mandelfülle:
175g Marzipan
1 Eiweiß
1 El Amaretto oder einige Tropfen Bittermandelaroma
1 El Butter

Milch und gehobelte Mandeln zum Bestreuen

1. Für den Teig die Milch lauwarm erwärmen und die weiche Butter einlegen bis sie fast geschmolzen ist. Mehl, Germ, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Ei, Dotter und buttrige Milch dazugießen und mit den Knethaken eines Handrührers 5-10 Minuten zu einem glatten Teig kneten bis er sich vom Schüsselrand löst. Den Teig in eine geölte Schüssel geben, mit Folie oder einem feuchten Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen bis er mindestens doppelt so groß ist.
2. Für die Marillenfülle Marillen, Saft, Schale und Zucker in einem Topf aufkochen und ein paar Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit großteils eingekocht ist und die Marillen weich sind. Die Masse abkühlen lassen, anschließend pürieren und beiseite stellen.
3. Für die Mandelfülle alle Zutaten zu einer glatten Creme pürieren, beiseite stellen.
4. Eine Kastenform mit Butter ausstreichen und mit Mehl bestäuben. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig zu einem Rechteck ausrollen, bei dem die lange Kante doppelt so lang ist, wie die Kastenform. Zuerst die Mandelfülle bis zum Rand auf dem Teig verstreichen. Darüber die Marillen verstreichen. Den Teig an der langen Kante aufrollen und die entstandene Wurst ineinander verdrehen. Die Teigspirale in die Kastenform legen und mit der Milch einstreichen. Abdecken und wieder an einem warmen Ort gehen lassen bis der Teig ein bisschen über die Formkante schaut.
4. Backrohr auf 180°C vorheizen. Den Babka erneut mit Milch einstreichen und mit gehobelten Mandeln bestreuen. 30-40 Minuten backen. Nach etwa 20 Minuten Backzeit den Babka mit Folie oder Backpapier abdecken, damit er nicht zu dunkel wird. Mit einem Stäbchen testen ob er durchgebacken ist.

Sonntag, 4. März 2018

Blutorangen Schokogugelhupf

Um den Arbeitstag nach der Oscarnacht – yay! – einigermaßen munter zu überstehen, braucht es Kuchen zum Frühstück. Am besten einen saftigen Gugelhupf aus den allerbesten, und wahrscheinlich letzten Blutorangen vom Sizilianer meines Vertrauens und Schokostückchen für den extra Energiekick.



Blutorangen Schokogugelhupf
200g weiche Butter
300g Zucker
abgeriebene Schale von 1,5 Bio-Blutorangen
4 große Eier
250ml Buttermilch
50ml Blutorangensaft
375g Mehl
2,5 Tl Backpulver
1 Prise Salz
150g gehackte Schokolade

1. Backrohr auf 175°C vorheizen und eine Gugelhupf fetten und mit Mehl ausstreuen.
2. Butter, Zucker und Orangenschale in einer Schüssel schaumig schlagen. Die Eier nach und nach zugeben und zu einer hell-cremigen Masse aufschlagen.
3. Buttermilch und Blutorangensaft in einem Gefäß mischen, in einer zweiten Schüssel Mehl, Backpulver und Salz mischen.
4. Buttermilch und Mehlmischung abwechselnd unter den Teig rühren, bis alles gut vermischt ist. (Nicht zu lange rühren, sonst wird der Kuchen zäh.) Zuletzt die gehackte Schokolade unterheben.
5. Die Masse in die Form füllen und etwa 50 Minuten backen. (Stäbchenprobe)
6. Eine halbe Stunde in der Form auskühlen lassen, danach auf einen Teller stürzen und mit Staubzucker bestreuen oder Orangenglasur bestreichen. Schmeckt am zweiten Tag noch aromatischer.

Freitag, 23. Februar 2018

Mochi

Hier kommt ein Update zu einem Beitrag, den ich hier vor fünf Jahren veröffentlicht habe. Ich habe nämlich noch eine zweite Variante entdeckt um ebenso köstliche, wie einfache Mochi selbst zu machen. Mochi sind japanische Süßigkeiten aus Klebreismehl mit einer ganz eigenen, weichen und leicht gummigen Konsistenz. Das alte Rezept (siehe ganz unten) ist für gefüllte Mochi gedacht und man macht es in der Mikrowelle. Die Masse ist etwas fester, weniger süß und eignet sich dafür sehr gut zum Füllen mit süßer roter Bohnenpaste zum Beispiel.

Auf die zweite Variante bin ich kürzlich gestoßen. Da bäckt man die Masse bei niedriger Temperatur und schneidet sie anschließend in Stücke. Die unbeschreiblich zarte Konsistenz ist der Wahnsinn, um es milde auszudrücken. Ich habe das Rezept bereits mit Matcha sowie mit Kokos-Kardamom-Rose probiert, und beides war innerhalb von zwei Tagen aufgegessen. 




Mochi
90g Klebreismehl + extra Mehl zum Bestäuben
100g Staubzucker
1 Prise Backpulver
125ml Wasser
90ml Kokosmilch

für Matcha Mochi:
1Tl Matcha

für Kokos-Kardamom-Rosen-Mochi:
4 El Kokosraspel+1El Wasser
eine Prise Kardamom
ein paar Tropfen Rosenwasser

1. Backrohr auf 135°C vorheizen und eine Kastenform (30cm Kantenlänge) mit Backpapier auslegen.
2. Für Matcha Mochi: In einer Schüssel Klebreismehl, Staubzucker, Backpulver und Matcha mischen. In einer zweiten Schüssel Wasser und Kokosmilch verrühren. Kokoswasser zum Mehl gießen und alles glattrühren. Masse durch ein feines Sieb (Matcha löst sich manchmal schwer auf) in die Backform gießen, mit Alufolie dicht verschließen und 70-90 Minuten backen. Die Mochi sind fertig wenn sie gleichmäßig fest sind. Komplett in der Form auskühlen lassen.
3. Für Kokos-Kardamom-Rosen-Mochi: In einer Schüssel Klebreismehl, Staubzucker und Backpulver mischen. In einer zweiten Schüssel Wasser und Kokosmilch verrühren. Kokoswasser zum Mehl gießen und mit der Kokos-Kardamom-Mischung glattrühren. Masse in die Backform gießen, mit Alufolie dicht verschließen und 70-90 Minuten backen. Die Mochi sind fertig wenn sie gleichmäßig fest sind. Komplett in der Form auskühlen lassen.
4. Reismehl auf der Arbeitsfläche verteilen und den Mochiblock darauf stürzen. Papier abziehen und mit Reismehl bestreuen. Mit einem scharfen Messer Stücke abschneiden und die Mochi auf allen Seiten in Reismehl wälzen. Gleich essen oder luftdicht verpackt einige Tage aufbewahren. Man kann sie auch gut einfrieren.




Mochi mit roter Bohnenpaste
140g Klebreismehl
30g Staubzucker
160ml Wasser
rote süße Bohnenpaste

1. Die Bohnenpaste zu kleinen Kugeln rollen, je nachdem wie groß man seine Mochi haben will. Die Kugeln auf einen Teller setzen und ins Gefrierfach stellen. Das macht es nachher einfacher.
2. In einer mikrowellengeeigneten Schüssel Wasser und Staubzucker verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann nach und nach das Reismehl unterrühren, bis die Masse glatt ist und keine Klumpen mehr enthält.
3. Die Schüssel für 2 Minuten in die Mikrowelle stellen. Die klebrige Masse einmal umrühren. Eine Arbeitsfläche mit reichlich Reismehl bestäuben und auch die Hände damit einreiben. Mit einem Teelöffel kleine Portionen abstechen und auf die Arbeitsfläche setzen. Von allen Seiten mit Reismehl bedecken und in den Handflächen flachdrücken. Eine Kugel Bohnenpaste in die Mitte setzen, den Teig darumschlagen und an den Kanten zusammendrücken bis alles gut verklebt ist. Die Mochi entweder gleich essen oder in Klarsichtfolie einschlagen. So sind sie im Kühlschrank ein paar Tage haltbar oder man friert sie ein.



Sonntag, 11. Februar 2018

Gefüllte Schokomoussetartes

Kleine, feine Moussetörtchen aus Yotam Ottolenghis neuem Buch „Sweet“ für einen gemütlichen Geburtstag. Herrlich buttriger Mürbteig mit cremig gebackenem dunklem Schokoladenmousse und einer kleinen Überraschung aus Marmelade oder Sesam mit Honig. Besonders gut passt hier Orangenmarmelade, noch besser von der Mama gemacht. Aber auch die Halva-Mischung aus Sesam und Honig war ganz köstlich. Erdnussbutter oder Himbeergelee kann ich mir auch sehr gut vorstellen. Manchmal braucht man eben keine mehrstöckige Geburtstagstorte und so ein Tartelette ist gleich viel, viel interessanter als die ewig gleichen picksüßen und oft viel zu mächtigen Cupcakes.




Gefüllte Schokomoussetartes
adaptiert aus „Sweet” von Yotam Ottolenghi • für 12 kleine Tartes

für den Teig:
300g Mehl
90g Staubzucker
1 Prise Salz
abgeriebene Schale einer halben Bio-Zitrone
200g kalte Butter, grob gewürfelt
1 großer Dotter
20ml Wasser

für das Mousse:
200g gute, dunkle Schokolade
150g Butter
3 große Eier
50g Zucker
1 Prise Salz

für die Füllung:
Bitterorangenmarmelade
oder
Tahini, gemischt mit Honig nach Geschmack

1. Für den Teig alle Zutaten schnell zu einem glatten Teig verarbeiten, flach drücken, in Folie wickeln und mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
2. Ein Muffinblech fetten und mit Mehl ausstreuen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 2-3mm dick ausrollen. Kreise (10-12cm) ausstechen und die Vertiefungen im Blech damit auskleiden. Den übrigen Teig für anderes Rezept in den nächsten 2-3 Tagen verbrauchen oder gut verpackt einfrieren. Das Blech nochmal 1 Stunde kalt stellen.
3. Inzwischen das Backrohr auf 180°C voheizen und zum Blindbacken der Tartes Quadrate aus Backpapier schneiden. Die Tartes mit den Quadraten auslegen und mit trockenen Hülsenfrüchten beschweren. Ca. 15 Minuten backen, bis die Ränder beginnen hellbraun zu werden. Backpapier samt Hülsenfrüchten vorsichtig aus den Formen lösen und nochmal 3 Minuten backen, bis die Böden trocken sind. Zum Abkühlen beiseite stellen.
4. Für das Mousse Schokolade und Butter überm Wasserbad schmelzen und beiseite stellen. Eier, Zucker und Salz in einer Rührschüssel mit dem Mixer auf hoher Stufe aufschlagen bis die Masse dick und hellgelb ist und sich das Volumen verdreifacht hat. Die abgekühlte Schokolade mit einem Spachtel vorsichtig unterheben, bis alles gut vermischt ist, ohne zu viel Volumen zu verlieren. Mousse in einen Spritzbeutel füllen. (Geht auch ohne, ist dann halt ein bisschen rustikaler.)
5. Backrohrtemperatur auf 200°C erhöhen. Auf den Boden jeder Tarte entweder einen Tl Marmelade oder Tahin-Honig-Mischung streichen. Das Mousse großzügig darüber verteilen, sodass auch die Ränder mit Mousse bedeckt sind. 8-9 Minuten backen (sie sollen innen noch weich sein), vollständig in der Form auskühlen lassen.
6. Mit einem kleinen Messer die Tartes aus der Form lösen und mit Kakao oder Staubzucker bestreuen. Im Original werden sie jetzt noch mit einem Nocken Mascarpone und Sesamkrokant verziert – kann man, muss man aber nicht.

Dienstag, 12. Dezember 2017

Gebrannte Mandeln

Auch dieses Jahr gehören die gebrannten Mandeln zu den Fixstartern des Schultzischen Weihnachtsbackwahnsinns. Elf Sorten haben wir schon!



Gebrannte Mandeln
400g Mandeln
400g Zucker
200ml Wasser
2 Pk Vanillezucker
1/2 Tl Salz
1 El Zimt

1. Wasser und Zucker in einer großen, schweren Pfanne aufkochen. Wenn das Wasser kocht Vanille, Salz, Zimt und Mandeln dazugeben und mit einem Holzlöffel umrühren. Ein Blech mit Backpapier auslegen und beiseite stellen.
2. Mandeln auf kleiner Flamme weiterköcheln, bis das Wasser verdunstet ist. Der Zucker wird dann ganz hell und sandig. Immer weiter rühren, bis der Zucker zu schmelzen beginnt und sich das Karamell um die Mandeln legt. Dabei aufpassen, dass das Karamell nicht verbrennt. Lieber langsam und bei kleiner Flamme rühren.
3. Die Mandeln auf das Backblech schütten und flach mit dem Kochlöffel ausbreiten. Komplett auskühlen lassen.
4. Die fertigen Mandeln mit den Händen auseinanderbrechen und in Papiersackerl füllen. So halten sie sich ein paar Wochen.

Sonntag, 10. Dezember 2017

Dotter Cookies

Manchmal bleibt mir beim Backen Eiklar übrig. Dann mache ich Macaron Ice Cream Sandwiches oder Kokosbusserl. Und wenn mir mal ein paaar Dotter übrig bleiben mache ich diese Cookies. Es gibt kaum eine köstlichere Art der Resteverwertung.






Dotter Cookies
250g weiche Butter
200g brauner Zucker
100g Zucker
1/2 Tl Vanillepulver
3 Dotter
325g Mehl
1 Tl Salz
3/4 Tl Natron
300g dunkle Schokolade, grob gehackt

1. Mehl, Natron und Salz in einer Schüssel mischen. Butter, Zucker und Vanille in einer zweiten Schüssel cremig rühren. Dotter dazugeben und unterrühren. Mehlmischung kurz unterrühren. Den Teig mindestens eine Stunde (max. zwei Tage) in den Kühlschrank stellen.
2. Backrohr auf 180°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Aus dem Teig Kugeln rollen (40-50g), mit einigem Abstand aufs Blech legen (8 Stück gehen sich gut auf einmal aus) und 10-12 Minuten backen, bis die Ränder anfangen hellbraun zu werden und die Cookies in der Mitte gerade nicht mehr feucht glänzen. Nicht zu lange backen, sonst sind sie nachher nicht mehr weich in der Mitte! Luftdicht verpackt halten sie sich etwa eine Woche.

Sonntag, 17. September 2017

Snickerdoodles

Snickerdoodles wollte ich schon länger ausprobieren und jetzt passt das Wetter auch perfekt für einen kuschelig warmen Zimtkeks. Der Teig geht beim Backen fluffig weich auf, dank Cream of Tartar, bei uns auch als Weinstein bekannt. Das bekommt man zum Beispiel bei Bobby's in Wien oder online. Cream of Tartar sorgt nicht nur dafür, dass Kekse weich bleiben, man kann es ausserdem dazu verwenden Eischnee und Schlagobers zu stabilisieren oder das Bilden von Zuckerkristallen in Sirup zu verhindern. Man kann ersatzweise für 1 Tl Cream of Tartar 2Tl Zitronensaft oder Essig verwenden. Das habe ich aber noch nicht getestet.




Snickerdoodles
10 Stück, je 50g
190g Mehl
1 Tl Cream of Tartar
1/2 Tl Natron
1 Prise Salz
115g weiche Butter
100g Zucker
50g brauner Zucker
1 Prise Vanillepulver
1 Ei

2 El Kristallzucker
1 El Zimt

1. Mehl, Cream of Tartar, Natron und Salz in einer Schüssel mischen. Butter, Zucker und Vanille in einer zweiten Schüssel cremig rühren. Ei dazugeben und rühren, bis die Masse hellgelb und schaumig ist. Mehlmischung kurz unterrühren. Den Teig mindestens eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen.
2. Backrohr auf 190°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. 2 El Kristallzucker mit 1 El Zimt in einer kleinen Schüssel mischen. Aus dem Teig Kugeln rollen (40-50g), mit einigem Abstand aufs Blech legen (8 Stück gehen sich gut auf einmal aus) und 8-10 Minuten backen, bis die Ränder anfangen hellbraun zu werden. Nicht zu lange backen, sonst sind sie nachher nicht mehr weich in der Mitte! Luftdicht verpackt halten sie sich etwa eine Woche.

Sonntag, 25. Juni 2017

Rhabarber Himbeer Tarte auf Kokosmürbteig und weißer Schokolade

Zum Geburtstag hat die Mama diese hübsche und fruchtige Frühlings-Tarte bekommen. Sie besteht aus einem feinen Kokosmürbteig, weißer Schokoladenganache, Himbeergelee, Rhabarbercurd, Meringuewölkchen und frischen Himbeeren. Absolut köstlich!






Rhabarber Himbeer Tarte

für den Mürbteig
250g Mehl
125g kalte Butter, in Stücken
60g Staubzucker
50g Kokosett
2 Dotter
2-3 El Eiswasser
1 Prise Salz

für die Schokoganache
50g Weiße Schokolade
25g Schlagobers

für das Himbeergelee
125ml Himbeersaft (aus aufgetauten, zerdrückten und durch ein Sieb gepressten Himbeeren)
1 Blatt Gelatine

für das Rhabarbercurd
ca. 1/2 kg Rhabarber, in kleine Stücke geschnitten
2 El Zitronensaft
120g Zucker
1 Tl Speisestärke
2 Eier
1 Dotter
2-3 Blatt Gelatine
50g weiche Butter

für die Meringue
85g Eiweiß (2-3 große Eier)
125g Zucker
1/2 Tl Zitronensaft
1 Prise Salz
1 Prise Vanillepulver

1. Für den Mürbteig alle Zutaten rasch zu einem Teig verarbeiten, in Folie wickeln und mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen. Der Teig ist eventuell recht trocken, das macht aber nichts. Im Zweifelsfall etwas mehr kaltes Wasser einarbeiten.
2. Inzwischen den Rhabarber in einem Topf mit einem Schluck Wasser auf kleiner Flamme köcheln bis er zerfällt. Durch ein Sieb drücken, vom Saft 200ml abmessen und beiseite stellen.
3. Den Teig ausrollen und eine Tarteform (24-26cm Durchmesser) damit auslegen. Form wieder für 10 Minuten in den Kühlschrank stellen, in der Zwischenzeit das Backrohr auf 180°C vorheizen. Tarteboden mit Backpapier bedecken und mit trockenen Bohnen beschweren. Tarte 10 Minuten backen, dann die Bohnen und das Papier wegnehmen und nochmal 15-20 Minuten backen, bis die Tarte goldgelb ist, auskühlen lassen.
4. Für die Ganache den Schlagobers aufkochen, vom Herd nehmen. Die Schokolade in Stücken dazugeben und rühren bis sie komplett geschmolzen ist. Ganache auf dem Tarteboden gleichmäßig verstreichen. Im Kühlschrank fest werden lassen.
5. Für das Gelee die Gelatine 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und mit 2 El der 125ml Himbeersaft in einem kleinen Topf langsam auflösen. Unter den übrigen Saft rühren, in die Tarteform gießen und im Kühlschrank fest werden lassen.
5. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Für das Curd Rhabarber-, Zitronensaft, Zucker, Stärke, Eier und Dotter in einem Topf gut verrühren. Über kleiner Flamme so lange rühren, bis das Curd eindickt. Nicht ungeduldig werden und nicht zu viel Hitze verwenden, sonst stockt das Ei! Gelatine ausdrücken und in das heiße Curd rühren. Die Masse durch ein feines Sieb drücken, falls doch kleine Stücke Ei gestockt sind. Die Butter einrühren und kurz stehen lassen bis das Curd nur noch warm ist, dann auf die Himbeerschicht in den Tarteboden gießen und im Kühlschrank fest werden lassen.
6. Für die Meringue Eiweiß, Zucker, Zitronensaft, Salz und Vanillepuder in einer Metall- oder Glasschüssel verrühren und über ein leicht köchelndes Wasserbad setzen. Stetig rühren, bis die Mischung 79°C erreicht hat. (Ich verwende ein Küchenthermometer.) Sofort vom Wasserbad nehmen und mit dem Mixer auf hoher Stufe aufschlagen bis die Meringue cremig, weiß, stabil und höchstens noch handwarm ist. Auf der Tarte verteilen und entweder mit einem kleinen Flambierer oder unterm Backofengrill die Spitzen leicht bräunen. Sofort servieren.

Sonntag, 7. Mai 2017

Die echte Osterpinze

Das hat heuer etwas länger gedauert mit der Osterpinze, aber das Rezept ist so fantastisch, dass es auf keinen Fall bis nächstes Jahr warten kann. Zugegeben, man muss sich ein paar Stunden Zeit nehmen, aber dafür ist es das perfekte Wochenend-Projekt. Ich habe in der ganzen Zeit um Ostern keine Pinze gefunden, die auch nur annähernd so "pinzig" schmeckt. Das Geheimnis ist der Anis, der auf keinen Fall fehlen darf und keine Sorge, liebes Krebsen, den schmeckt man am Schluss gar nicht mehr. Er gibt der Pinze nur das gewisse Etwas.




Osterpinzen
10g Anis
125ml Weißwein
500g Mehl
1 Pk Trockengerm
1 Tl Salz (5g)
75g Staubzucker
Schale von 1-2 Zitronen
125ml warme Milch
100g weiche Butter
4 Dotter (M)

1 verquirltes Ei zum Bestreichen

1. Am Abend vor dem Backtag den Anis grob zerstoßen und mit dem Wein vermischen. Abdecken und über Nacht ziehen lassen.
2. Am Backtag alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen. Den Wein durch ein feines Sieb gießen und mit Mehl, Milch, Butter und Dotter mischen. Mit den Knethaken eines Handrührers zu einem glatten, seidigen Teig verarbeiten, der sich vom Schüsselrand ablöst. Anis wegwerfen. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort zugedeckt eine Stunde gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. Mit der Faust die Luft aus dem Teig boxen und nochmal zugedeckt eine Stunde gehen lassen.
3. Ein Blech mit Backpapier auslegen. Den Teig auf einer Arbeitsfläche kurz verkneten und in drei Teile teilen. Die drei Stücke mit den Handballen zu Kugeln schleifen und mit reichlich Abstand auf das Backblech setzen, mit dem verquirlten Ei bestreichen. Eine halbe Stunde gehen lassen.
4. Teigkugeln wieder mit Ei bestreichen und mit einer Schere dreimal tief einschneiden. Erneut 20 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit Backrohr auf 180°C vorheizen.
5. Pinzen 25 Minuten goldbraun backen und auf einem Gitter auskühlen lassen. Am besten lauwarm genießen!