Montag, 22. Juli 2013

Kriecherl Streuselkuchen

In Omis Garten sind die Kirschen schon alle von den Bäumen gefallen und die Ribiseln und Walderdbeeren sind ganz vertrocknet, aber vor dem blauen Tor auf der anderen Straßenseite steht ein Kriecherlbaum der schwer mit süßen gelb-roten Früchten behangen ist. Also schnell die Leiter holen und so viele wie möglich gleich vom Baum essen bis der Bauch wehtut und den Rest mit nach Hause nehmen um einen köstlichen süß-sauer-saftigen Streuselkuchen zu backen. Der ist gleich doppelt gut, weil jeder Bissen an unsere Omi erinnert, liebes Krebsen.

Ich habe den Kuchen in einer Paella-Pfanne mit 26cm Durchmesser gemacht, aber man kann auch ein normales Backblech damit ausfüllen, wenn man die Rezeptmenge verdreifacht. 




Kriecherl Streuselkuchen
für den Belag
ca. 450g Kriecherl, gewaschen und mit Stein (Weichseln oder Kirschen passen auch)
40g Mehl
20g gemahlene Mandeln
40g Zucker
30g geschmolzene Butter

für den Teig
30g Butter
30g Zucker
20g Joghurt
1 Ei
Schale einer halben Bio Zitrone
1 Prise Salz
125g Mehl
1 Tl Backpulver
30ml Milch

1. Für den Belag Mehl, Mandeln, Zucker und Butter mit einer Gabel mischen bis sich Streusel formen. In den Kühlschrank stellen. Eine Backform bzw. ein Backblech fetten und mit Mehl ausstreuen. Backrohr auf 180°C vorheizen.
2. Für den Teig die Butter in einem kleinen Topf erhitzen bis sie geschmolzen und hellbraun ist. Abkühlen lassen. Zucker und Butter in einer Schüssel gut verrühren. Joghurt, Ei und Zitronenschale dazugeben und weiterrühren. Salz, Mehl und Backpulver über den Teig sieben und zusammen mit der Milch unterrühren.
3. Den Teig in die Form streichen, die Kriecherl eng darauf verteilen, mit den Streuseln bedecken und etwa 35 Minuten backen.

Sonntag, 14. Juli 2013

Erdnussbutter mit Speck und noch mehr Keks-Experimente

In den letzten Tagen habe ich sehr viele Kekse gebacken – vier verschiedene Sorten, um genau zu sein.  Das ist komisch, weil ich gar kein Keksmensch bin. Mir ist ein saftiger Striezel oder Obstkuchen viel, viel lieber. Aber es ist eben doch so, dass sich Kekse besonders gut verschenken lassen und auf diese Weise kann ich ordentlich herumexperimentieren und muss die vielen kleinen Kalorienbomben nicht alle alleine essen.

Zuerst habe ich diese Dinkel-Schokokekse mit Ahornsirup und Kakaobohnen gemacht. Das Rezept verlangt nach braunem Zucker und weil ich keinen hatte, habe ich stattdessen Bio Rohzucker verwendet. Das ist getrockneter, unraffinierter Rübenzucker der recht herb süß schmeckt. Die Kekse waren gut, aber die herbe Kombination aus Ahornsirup, Vollkorn-Dinkelmehl, Kakaobohnen und Rohzucker vielleicht doch ein bisschen zu heftig.



Als nächstes habe ich diese Polentakekse mit Cranberries gemacht, die im Original mit Rosinen bestückt sind. Zum einen, weil ich Polenta liebe und zum anderen, weil ich aus irgendeinem Grund Unmengen an Cranberries zu Hause habe. Die waren sehr gut, weich und luftig mit einer knusprigen Textur dank der Polenta. Die würde ich wieder machen. Sie heißen übrigens auch Zaletti.



Und dann, weil noch ein Eiweiß übrig war, habe ich mich an diesen weichen Amaretti versucht. Optisch eine ziemliche Katastrophe, wenn man sie mit dem Vorbild vergleicht, aber geschmacklich super gut! Sie sind innen ganz weich und es ist ein bisschen so, als würde man grobes Marzipan essen. Wenn sie das nächste Mal hübscher werden sollen, muss ich einfach feiner gemahlene, geschälte Mandeln verwenden.


Ja und dann waren da noch die Erdnussbutterkekse mit gebratenem Speck. Auf der Suche nach einem Erdnussbutterkeks-Rezept, das weder Mehl noch Butter sondern nur Erdnüsse, Zucker und Ei enthält, war Joys Version mit gebratenen Speckstückchen eindeutig am interessantesten. Ein bisschen pervers vielleicht, aber es schmeckt tatsächlich fantastisch, Krebsen. Das musst du zugeben. Salzig und süß ist ja gerade bei Erdnussbutter eine reizvolle Kombination und dann knuspert es auch noch so gut. Wenn man lieber vegetarische Kekse mag, kann man den Speck natürlich auch weglassen. Der Keks ist nämlich allein schon eine dekadente Köstlichkeit. Ich habe etwas weniger Zucker als im Original und Erdnussbutter mit Stückchen verwendet und das hat sehr gut funktioniert.



Samstag, 6. Juli 2013

Picknick mit zweierlei Quiche

Im Sommer macht es viel mehr Spaß einkaufen zu gehen. Endlich gibt es mehr Obstauswahl als die ewigen Bananen und Äpfel, die Tomaten riechen plötzlich nach Tomaten und die Paprika kommen aus Österreich. Da kaufe ich meistens gar kein Fleisch oder Fisch sondern widme das Abendessen lieber einem köstlich reifen Gemüse. Auch das kann man natürlich gut verbacken, als Quiche zum Beispiel und zum nächsten Picknick mitnehmen oder auch am Küchenboden sitzend essen, nachdem man genug Fotos davon gemacht hat. Bei diesen beiden Varianten liegt die Besonderheit vor allem im Boden. Die eine ist eine Spinat Schafkäse Quiche mit einem herrlich mürben Hafermehl-Mandel-Boden und die Tomaten-Miniquiches haben eine Vollkorn-Bergkäse-Thymian-Basis. Beide auf jeden Fall wiederholenswert! Die Tomatenquiche kann man natürlich auch ganz klassisch in einer Tarteform machen.






Mini Tomatenquiche mit Frühlingszwiebeln und Bergkäse Thymian Boden
adaptiert von Local Milk

für den Teig:
55g Vollkornmehl
30g geschmolzene Butter
1/2 Tasse fein geriebener Bergkäse
1 Tl gehackter frischer Thymian
1 Tl Salz

für den Belag:
2 Tassen halbierte Kirschtomaten
3 Frühlingszwiebeln in dünne Ringe geschnitten
1 Tl gehackter frischer Thymian
1 El Olivenöl
Salz und Pfeffer

1. Backrohr auf 180°C vorheizen. Alle Zutaten für den Teig in einer Schüssel vermischen, auf sechs kleine Förmchen verteilen und mit den Fingern festdrücken. (Eine Backform mit 18cm Durchmesser geht auch.) Für den Belag alle Zutaten vermischen und auf den Teigböden verteilen. 45-60 Minuten backen.

Spinat Schafkäse Quiche mit Hafer Mandel Boden
adaptiert von Green Kitchen Stories

für den Teig:
65g Hafermehl (bzw. Hafermark oder einfach klein gehäckselte Haferflocken)
45g gemahlene Mandeln
2 El Mehl oder Speisestärke
1/2 Tl Salz
3 El kalte Butter, in kleinen Stücken
3 El Eiswasser

für den Belag:
3 Eier
3 El Milch
150g Feta
1 Tl Oregano
1 Prise Muskat
2 El Olivenöl
2 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
150g Spinat (frisch oder aufgetauter TK-Spinat)
Salz und Pfeffer

1. Alle Zutaten für den Teig zu einer glatten Masse verarbeiten, in Folie einwickeln und mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.
2. Backrohr auf 180°C vorheizen. Teig in eine kleine Tarte- oder Springform drücken (20cm Durchmesser) und mit einer Gabel mehrmals einstechen. 10 Minuten vorbacken. Inzwischen die Frühlingszwiebeln und Knoblauch im Olivenöl andünsten. Wenn man frischen Spinat verwendet, den kurz dazugeben, bis er zusammengefallen ist. Abkühlen lassen.
3. Eier und Milch verquirlen, Feta hineinbröseln, würzen und mit Spinat und Frühlingszwiebeln mischen. Die dicke Masse auf den Teigboden löffeln, glattstreichen und 30 Minuten backen.

Samstag, 22. Juni 2013

Rohe Dattel Brownies

Es ist zu heiß fürs Backrohr, aber es ist nie zu heiß für Schokolade. Brownies kann auch ohne Hitze machen, oder zumindest so etwas ähnliches. Nüsse, Datteln und Kakao, kein Zucker, kein Öl, keine Butter – klingt schrecklich öko, schmeckt unglaublich gut. 

Das Rezept habe ich von dem schönen Blog My New Roots, wie auch schon mein Bananenbrot und das Brot ohne Mehl. Ich bin ja immer etwas skeptisch bei so hyper gesunden Desserts, aber dieser Brownie kann was! Jedes Stück ist wie Konfekt, dicht, dunkel und intensiv schokoladig. Da fehlt einem wirklich gar nichts.




Rohe Dattel Brownies
von My New Roots
2 Becher gemahlene Walnüsse
2 1/2 Becher entkernte Medjool Datteln
1 Becher Kakaopulver
1 Becher grob gehackte Mandeln
1 Prise Salz

1. Datteln pürieren (eventuell ein bisschen Wasser dazugeben, falls es schwer geht). Walnüsse, Kakao und Salz mit einem Spatel unterrühren und zum Schluss die Mandeln dazugeben. Die Masse in eine mit Alufolie ausgelegte Form drücken und in den Kühlschrank stellen. Man kann den Brownie leichter in Stücke schneiden, wenn er ganz kalt ist.

Mittwoch, 19. Juni 2013

Marillentarte mit frischem Thymian und Honig

Marillen und Thymian sind eine tolle Kombination und zusammen in Honig und Butter gekocht, kann das ja nur gut werden. Der Boden ist ein simpler Mürbteig, der mit einem dünnen Mandelguss verfeinert und mit Crème Fraîche bestrichen wird. Als cremiger Übergang vom trockenen Boden zu den saftigen Früchten sozusagen. Der liebe Aladin meint, man könnte die Früchte auch in Zucker karamelisieren oder griechisches Joghurt anstatt Crème Fraîche verwenden. Da hat er bestimmt recht; das klingt alles sehr, sehr köstlich. 




Marillentarte mit frischem Thymian und Honig
für den Boden
100g Mehl
1 Prise Salz
2 El Staubzucker
Schale einer halben Bio Zitrone
50g kalte Butter, in Stücken
1 Dotter
1-2 El Eiswasser

für den Belag
400-500g reife Marillen
4-5 Zweige frischer Thymian
2 El Honig
30g Butter
1 Eiweiß
1 El Schlagobers
2 El gemahlene Mandeln
100g Crème fraîche

1. Für den Boden alle Zutaten schnell zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in Folie wickeln und eine Stunde in den Kühlschrank legen. Danach den Teig dünn ausrollen und in eine Form (18-20cm Durchmesser) damit auslegen und einen 1-2 cm hohen Rand hochziehen. Dann wieder in den Kühlschrank stellen.
2. Marillen waschen, halbieren und entsteinen, den Thymian von den Stängeln zupfen. Honig und Butter in einer Pfanne schmelzen, Thymian dazugeben und dann die Marillen mit der Schnittseite nach unten hineinsetzen und ein paar Minuten köcheln lassen. Marillen vorsichtig umdrehen und noch ein paar Minuten bei kleiner Hitze ziehen lassen. Beiseite stellen und abkühlen lassen.
3. Backrohr auf 200°C vorheizen. Den Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen und 15 Minuten vorbacken. Inzwischen Schlagobers, Eiweiß und Mandeln verquirlen. Den Teigboden aus dem Backrohr nehmen, mit der Mischung bestreichen und 20 Minuten weiterbacken. Abkühlen lassen.
4. Zum Schluss Crème fraîche auf dem Boden verstreichen und die Marillen darauf setzen. Auch das letzte bisschen Honig aus der Pfanne darüber träufeln. Mit frischem Thymian garnieren und am besten gleich essen!

Donnerstag, 13. Juni 2013

Gestürzter Erdbeer Riesling Kuchen

Schon einmal was von Verjus gehört, Krebsen? Ich auch nicht. Also nicht bis zu diesem Rezept. Verjus ist ein saurer Traubensaft, der aus unreifen Trauben gewonnen wird und offenbar nicht so einfach in Wien zu finden ist. Man soll beim Kochen ja keine Kompromisse eingehen, wenn man ein authentisches Ergebnis erzielen will, hab ich mir sagen lassen, aber wenn das Rezept doch so verlockend klingt und die Erdbeerzeit nicht mehr ewig dauert, muss man eben manchmal ein Auge zudrücken. Zitronensaft ist ein akzeptabler Ersatz und Riesling und Wacholderbeeren sind ja sowieso schon fancy genug für einen Erdbeerkuchen finde ich. Oder was meinst du?

Normalerweise bin ich ja kein großer Fan von Biskuitteig. Meistens schmeckt er zu sehr nach Ei oder ist zu trocken. Inzwischen glaube ich aber, dass ich bis jetzt einfach nicht das richtige Rezept gefunden habe. Dieser Teig ist nämlich fantastisch! Federleicht und trotzdem saftig und er ist bestimmt auch ohne Erdbeeren für mehrstöckige Torten bestens geeignet. Das wird demnächst auch ausprobiert…



Gestürzter Erdbeer Riesling Kuchen
adaptiert von What Katie ate
300-400g Erdbeeren, entstielt und halbiert (und noch mehr zum Servieren)
100g Zucker (für den Karamell)
150ml Riesling
10 Wacholderbeeren

170g Zucker (für den Teig)
3 Eier, getrennt
60ml Öl
80ml Zitronensaft (oder Verjus, wenn man welchen findet)
Schale einer Zitrone
2 Tl Vanillezucker
90g Mehl
1/2 Tl Backpulver
1 Prise Salz

1. Eine Springform (22-24cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen und auch die Wände damit abdecken. Riesling und Wacholderbeeren in einem Topf erhitzen und 3-4 Minuten sieden lassen. Die Beeren herausnehmen und den Wein heiß halten.
2. In einer schweren Pfanne den Zucker erhitzen und schmelzen, bis er goldgelb ist. Dabei langsam mit einem Holzlöffel umrühren damit alles gleichmäßig bräunt. Dann den Wein vorsichtig dazugießen und rühren. Das zischt und und klumpt eventuell, aber einfach weiterrühren bis der Karamell wieder flüssig und bernsteinfarben ist. Von der Flamme nehmen und in die Backform gießen. Die halbierten Erdbeeren mit der Schnittseite nach unten auf den Karamell setzen, bis der Boden bedeckt ist und beiseite stellen.
3. Backrohr auf 170°C vorheizen. Dotter und 50g Zucker in einer Schüssel zu einer dicken hellen Masse aufschlagen. Öl, Zitronensaft, Schale und Vanillezucker in einem Glas mischen und in einer dünnen Strahl unter die Eiercreme rühren. Mehl, Backpulver und Salz über die Creme sieben und mit einem Spatel vorsichtig unter den Teig heben.
4. In einer zweiten Schüssel das Eiklar schaumig schlagen und nach und nach den restlichen Zucker unterrühren. Weiterschlagen, bis ein fester, glänzender Eischaum entsteht. 1/3 des Schaums unter den Teig rühren und dann den Rest vorsichtig unterheben.
5. Den Teig über die Erdbeeren in die Form füllen, glatt streichen und 50-60 Minuten backen bis er goldbraun ist (im Originalrezept heißt es 30-35 Minuten, aber das halte ich für ein Gerücht). Den Kuchen 10 Minuten in der Form auskühlen lassen, bevor man ihn stürzt. Am hübschesten ist er, wenn man den Kuchen noch mit frischen Erdbeeren belegt, schmecken tut er aber auch so ganz köstlich. Am besten mit frischem Schlagobers.

Montag, 10. Juni 2013

Pop Rocks und Maracuja

Ein bisschen verrückt ist es ja schon Pommes in vier Schritten zu frittieren oder ein Steak alle 15 Sekunden zu wenden, damit es perfekt wird, aber wenn Heston Blumenthal Pop Rocks und Maracuja in einem dekadenten kleinen Schokoladengateaux vereint, bin ich ganz Ohr. Die Pop Rocks im Keksboden knistern bei jedem Bissen und das Maracujamark macht die Schokoladencreme extrem fruchtig. So etwas habe ich noch nie gegessen. Wirklich fantastisch! Hier geht's zum Rezept.


Montag, 3. Juni 2013

Guinness Cupcakes mit Cream Cheese Frosting

Schau, mein liebes Krebsen, lauter winzig kleine Sünden aus dunkelstem Bier und Schokolade. Da kann man gleich drei, vier Stück verschwinden lassen, ohne dass es irgendjemand merken würde. Oder auch acht, hab ich gehört, aber das ist schon gut so. After all, it's a lovely day for a Guinness.


Guinness Cupcakes
reicht für einen Kuchen mit 24cm Durchmesser oder jede Menge Minicupcakes (50-60 Stück waren es glaube ich)
250ml Guinness
250g Butter
80g Kakao + extra zum Bestäuben
400g Zucker
1 Pk Vanillezucker
2 Eier
140ml Buttermilch
280g Mehl
2 Tl Natron
1/2 Tl Backpulver
1 Prise Salz

1. Guinness und Butter langsam in einem Topf erhitzen bis die Butter geschmolzen ist. Nicht kochen! Abkühlen lassen. Backrohr auf 170°C vorheizen und Minimuffinbleche mit Förmchen auslegen.
2. Guinness-Butter in eine Schüssel gießen und mit Kakao, Zucker und Vanillezucker verrühren. Eier und Buttermilch unterrühren. Alle trockenen Zutaten in einer zweiten Schüssel mischen und über den Teig sieben. Alles kurz verrühren und den Teig in die Förmchen füllen. Förmchen nur halbvoll füllen, weil der Teig beim Backen ziemlich hoch aufgeht. 15-20 Minuten backen.
3. Cupcakes komplett auskühlen lassen, mit einem kleinen Löffel voll Frosting bestreichen und mit Kakaopulver bestäuben.

Cream Cheese Frosting
100g sehr weiche Butter
250g Frischkäse (Zimmertemperatur)
600g Staubzucker, gesiebt

1. Butter und Frischkäse in einer Schüssel miteinander verquirlen. Die Butter muss sich dabei komplett mit dem Frischkäse verbinden, sonst hat man nachher kein glattes Frosting.
2. Staubzucker nach und nach darüber sieben und auf höchster Stufe aufschlagen bis eine glatte Masse entsteht. Bis zum Verarbeiten in den Kühlschrank stellen.

Dienstag, 28. Mai 2013

Fudge Brownie mit Knusperkruste

Mein Backrohr und ich sind nicht die besten Freunde. Es heizt sich eigentlich nie auf die Temperatur auf, die aussen angeschrieben steht, alles was ich backe braucht grundsätzlich länger, als es das Rezept vorgibt und wenn ich so heikle Dinge wie Soufflés mache, wird es aus Prinzip beschließen, dass das Stromnetz jetzt überlastet ist und die Hauptsicherung rauswerfen. All das führt dazu, dass Brownies und ich auch nicht die besten Freunde sind. Nicht weil ich sie nicht mögen würde, jeder liebt Brownies, sondern weil es dabei auf eine durchwegs perfekte Konsistenz ankommt und das ist mit einem unberechenbaren Backrohr nur schwer zu erreichen. Deswegen habe ich beschlossen ein bisschen herumzuexperimentieren und ein paar verschiedene Rezepte zu probieren und meinen Vorstellungen des perfekten Brownies anzupassen. Feucht und saftig muss er sein, aber nicht nass. Intensiv, kompakt, aber trotzdem noch "kuchig". Dieser ist genau das und er hat noch dazu eine knusprige Kruste, die kein Brownie-Fertigmix hinbekommt. Man kann natürlich noch Nüsse dazugeben, das kann nur gut sein. Mein Fazit: wenn ich das nächste mal die Backtemperatur noch etwas reduziere und zwischendurch die Kruste vorsichtig mit einem Holzkochlöffel aufknacke, sollte die Hitze überall gleichmäßig hinkommen und Kern und Rand ansatzweise die gleiche Konsistenz erreichen.




Fudge Brownies mit Knusperkruste
200g dunkle Schokolade
100g Butter
3 große Eier
80g brauner Zucker
100g Zucker
1/2 Tl Salz
3 El Kakao
120g Mehl

1. Backrohr auf 170°C vorheizen und eine quadratische Form mit 20cm Kantenlänge mit Backpapier auslegen. Schokolade und Butter über einem Wasserbad schmelzen.
2. Eier und Zucker in einer Schüssel schaumig schlagen bis die Masse dick und heller ist. Warme aber nicht heiße Schokolade unterrühren. Salz, Kakao und Mehl in die Schüssel sieben und und unterheben.
3. Teig in die Form füllen und 35-40 Minuten backen bzw. bis an einem Holzstäbchen Teigstückchen hängen bleiben, der Teig aber nicht mehr nass ist. Vor dem Aufschneiden auskühlen lassen und bei Zimmertemperatur aufbewahren. Der Brownie schmeckt am nächsten Tag noch besser!

Samstag, 4. Mai 2013

Grüne Frühlingsquiche

Zum Abendessen mache ich dir eine Quiche, mein Krebsen. Mit grünem Frühlingsgemüse und extrem mürbem Boden. Schmeckt supergut, eh klar. Danach machen wir dann Mochi, aber das ist eine andere Geschichte.




Grüne Frühlingsquiche
für den Teig
120g glattes Weizenmehl
120g Dinkel-Vollkornmehl
120g kalte Butter, in kleine Stücke geschnitten
3-4 El Eiswasser

für die Fülle
insgesamt 2 Becher voll junger Fisolen, Erbsen, Sojabohnen, grünem Spargel oder worauf man sonst Lust hat, frisch oder gefroren (dann auftauen lassen)

4 Frühlingszwiebeln, fein geschnitten
2 El Petersilie, gehackt
3 mittelgroße Eier
200ml Schlagobers
100ml Milch
60g Parmesan, fein gerieben
Salz und Pfeffer


1. Mehl, Butter und Eiswasser schnell mit den Knethaken eines Handrührers oder mit den Händen zu einem krümeligen Teig verarbeiten. In eine Quicheform (24-26cm Durchmesser) drücken, den Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen und eine halbe Stunde ins Gefrierfach stellen.
2. Backrohr auf 180°C vorheizen. Die Quicheform aus dem Gefrierfach nehmen, Backpapier darauf legen und mit getrockneten Linsen oder Bohnen beschweren. 15 Minuten vorbacken, das Backpapier samt Linsen wieder wegnehmen und 7 Minuten weiterbacken um den Boden etwas auszutrocknen. Die Form rausnehmen und auskühlen lassen. Backrohr aber eingeschaltet lassen.
3. Während die Form auskühlt das Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden (Sojabohnen und Spargel eventuell kurz blanchieren) und mit Frühlingszwiebeln und Petersilie mischen. Eier, Schlagobers, Milch und Parmesan verquirlen und mit Salz und Pfeffer würzen.
4. Gemüse auf der Quiche verteilen und die Eiermischung darüber gießen. Wenn die Form zu voll wird, lieber nicht alles hineingießen. Es soll ja nicht übergehen. Etwa 30 Minuten backen, bis die Masse fest ist.