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Sonntag, 25. November 2018

Apple Pie mit Miso-Karamell

Jeder Herbst braucht mindestens einen Apple Pie, am besten gleich noch mit einem gesalzenen Karamell-Upgrade. Das Salz kommt in diesem Fall von der Misopaste, die auch gleich noch eine extra Portion Umami liefert. Dass Miso nicht nur in der Suppe gut schmeckt, wissen wir ja schon von diesen Keksen, liebes Krebsen. 

Für die Fülle verwende ich gerne zwei verschiedene Sorten Äpfel, süß und sauer, dann schmeckt er noch besser. Zum Binden habe ich Pfeilwurzkernmehl verwendet. Der Vorteil dabei ist, dass es klar bindet und die Fülle nicht trüb wird. Man kann aber auch einfach Mehl oder Speisestärke verwenden. Der Teig ist inzwischen Standard für alle meine Obstpies – knusprig, blättrig und mit köstlichem Butterduft.





Apple Pie mit Miso Karamell
für den Teig diesem Rezept folgen

für die Fülle
2 kg Äpfel (zB. Boskop und Fuji gemischt)
Saft einer halben Zitrone
2 El Zucker
1 Prise Vanillepulver oder das Mark einer Vanilleschote
3 El Pfeilwurzkernmehl (bzw. Mehl oder Speisestärke)

für das Miso-Karamell
100g Zucker
2 El Wasser
60ml Schlagobers
50g Butter
1 El helle Misopaste

1 Ei mit einem Esslöffel Wasser verquirlt zum Bestreichen
Kristallzucker zum Bestreuen

1. Für den Teig Punkt 1 meines Erdbeer Rhabarber Pies folgen.
2. Für die Fülle die Äpfel, schälen, in dünne Scheiben hobeln. In einer großen Schüssel mit Zitronensaft, 2 El Zucker und Vanille bestreuen, unterheben und eine halbe Stunde bis Stunde ziehen lassen. 
3. Für das Karamell den Zucker mit 2 El Wasser in einem Topf zum köcheln bringen. Gut beobachten und vom Herd nehmen, sobald der Zucker karamellisiert und einen schön dunklen Goldton angenommen hat. (Etwa so wie Waldhonig.) Sofort den Schlagobers unterrühren. Vorsicht, das kann spritzen und der Zucker ist extrem heiß! Danach Butter und Misopaste unterrühren.
4. Arbeitsfläche gut mit Mehl bestäuben und eines der beiden Teigstücke schnell kreisförmig ausrollen. Das andere Stück im Kühlschrank lassen. (Je kälter der Teig bleibt umso leichter ist er zu verarbeiten. Bei einer klassischen Pie-Form mit etwa 24cm Durchmesser den Kreis auf ca. 30cm Durchmesser ausrollen. Andere runde Ofenformen gehen natürlich auch.) Den Teig über das Nudelholz legen und so in die Ofenform manövrieren. Der Teig sollte die Form komplett auslegen. Überflüssigen Rand abschneiden. 
5. Die Äpfel abseihen. Das Pfeilwurzkernmehl darüber streuen darüber streuen und vorsichtig unterheben. Ein Drittel der Äpfel möglicht kompakt in die Form schichten, dann kann man den Pie anschließend besser schneiden, und mit Karamell beträufeln. Das ganze noch zweimal wiederholen und mit dem restlichen Karamell abschließen. In den Kühlschrank stellen.
6. Die zweite Teighälfte ebenso schnell und rund ausrollen. Für die einfache Variante nur ein paar Luftlöcher einschneiden oder ausstechen bzw. für das Gitter den Teig in Streifen schneiden. Den Pie aus dem Kühlschrank holen und den Teigrand mit den Fingern anfeuchten. Den Teigdeckel darüberheben bzw. flechten. Die überstehenden Ränder nach unten hinein in die Form falten und wer Lust hat kann ihn ganz klassisch in Wellenform drücken. Sonst einfach darauf achten, dass Boden und Deckel gut miteinander verklebt sind. Nochmal etwa 15 Minuten in den Kühlschrank stellen und inzwischen das Backrohr auf 220°C vorheizen.
7. Den Pie mit der Eimischung einpinseln und mit etwas Kristallzucker bestreuen. 20 Minuten bei 220°C auf unterster Schiene backen, danach die Temperatur auf 190°C reduzieren und etwa 40 Minuten weiterbacken bis der Pie schön goldbraun ist und es durch die Luftlöcher blubbert. (Falls er zwischendurch zu dunkel wird, einfach mit Backpapier abdecken.) Mindestens 2 Stunden abkühlen lassen und am besten mit Vanilleeis servieren.

Sonntag, 11. Februar 2018

Gefüllte Schokomoussetartes

Kleine, feine Moussetörtchen aus Yotam Ottolenghis neuem Buch „Sweet“ für einen gemütlichen Geburtstag. Herrlich buttriger Mürbteig mit cremig gebackenem dunklem Schokoladenmousse und einer kleinen Überraschung aus Marmelade oder Sesam mit Honig. Besonders gut passt hier Orangenmarmelade, noch besser von der Mama gemacht. Aber auch die Halva-Mischung aus Sesam und Honig war ganz köstlich. Erdnussbutter oder Himbeergelee kann ich mir auch sehr gut vorstellen. Manchmal braucht man eben keine mehrstöckige Geburtstagstorte und so ein Tartelette ist gleich viel, viel interessanter als die ewig gleichen picksüßen und oft viel zu mächtigen Cupcakes.




Gefüllte Schokomoussetartes
adaptiert aus „Sweet” von Yotam Ottolenghi • für 12 kleine Tartes

für den Teig:
300g Mehl
90g Staubzucker
1 Prise Salz
abgeriebene Schale einer halben Bio-Zitrone
200g kalte Butter, grob gewürfelt
1 großer Dotter
20ml Wasser

für das Mousse:
200g gute, dunkle Schokolade
150g Butter
3 große Eier
50g Zucker
1 Prise Salz

für die Füllung:
Bitterorangenmarmelade
oder
Tahini, gemischt mit Honig nach Geschmack

1. Für den Teig alle Zutaten schnell zu einem glatten Teig verarbeiten, flach drücken, in Folie wickeln und mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
2. Ein Muffinblech fetten und mit Mehl ausstreuen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 2-3mm dick ausrollen. Kreise (10-12cm) ausstechen und die Vertiefungen im Blech damit auskleiden. Den übrigen Teig für anderes Rezept in den nächsten 2-3 Tagen verbrauchen oder gut verpackt einfrieren. Das Blech nochmal 1 Stunde kalt stellen.
3. Inzwischen das Backrohr auf 180°C voheizen und zum Blindbacken der Tartes Quadrate aus Backpapier schneiden. Die Tartes mit den Quadraten auslegen und mit trockenen Hülsenfrüchten beschweren. Ca. 15 Minuten backen, bis die Ränder beginnen hellbraun zu werden. Backpapier samt Hülsenfrüchten vorsichtig aus den Formen lösen und nochmal 3 Minuten backen, bis die Böden trocken sind. Zum Abkühlen beiseite stellen.
4. Für das Mousse Schokolade und Butter überm Wasserbad schmelzen und beiseite stellen. Eier, Zucker und Salz in einer Rührschüssel mit dem Mixer auf hoher Stufe aufschlagen bis die Masse dick und hellgelb ist und sich das Volumen verdreifacht hat. Die abgekühlte Schokolade mit einem Spachtel vorsichtig unterheben, bis alles gut vermischt ist, ohne zu viel Volumen zu verlieren. Mousse in einen Spritzbeutel füllen. (Geht auch ohne, ist dann halt ein bisschen rustikaler.)
5. Backrohrtemperatur auf 200°C erhöhen. Auf den Boden jeder Tarte entweder einen Tl Marmelade oder Tahin-Honig-Mischung streichen. Das Mousse großzügig darüber verteilen, sodass auch die Ränder mit Mousse bedeckt sind. 8-9 Minuten backen (sie sollen innen noch weich sein), vollständig in der Form auskühlen lassen.
6. Mit einem kleinen Messer die Tartes aus der Form lösen und mit Kakao oder Staubzucker bestreuen. Im Original werden sie jetzt noch mit einem Nocken Mascarpone und Sesamkrokant verziert – kann man, muss man aber nicht.

Sonntag, 25. Juni 2017

Rhabarber Himbeer Tarte auf Kokosmürbteig und weißer Schokolade

Zum Geburtstag hat die Mama diese hübsche und fruchtige Frühlings-Tarte bekommen. Sie besteht aus einem feinen Kokosmürbteig, weißer Schokoladenganache, Himbeergelee, Rhabarbercurd, Meringuewölkchen und frischen Himbeeren. Absolut köstlich!






Rhabarber Himbeer Tarte

für den Mürbteig
250g Mehl
125g kalte Butter, in Stücken
60g Staubzucker
50g Kokosett
2 Dotter
2-3 El Eiswasser
1 Prise Salz

für die Schokoganache
50g Weiße Schokolade
25g Schlagobers

für das Himbeergelee
125ml Himbeersaft (aus aufgetauten, zerdrückten und durch ein Sieb gepressten Himbeeren)
1 Blatt Gelatine

für das Rhabarbercurd
ca. 1/2 kg Rhabarber, in kleine Stücke geschnitten
2 El Zitronensaft
120g Zucker
1 Tl Speisestärke
2 Eier
1 Dotter
2-3 Blatt Gelatine
50g weiche Butter

für die Meringue
85g Eiweiß (2-3 große Eier)
125g Zucker
1/2 Tl Zitronensaft
1 Prise Salz
1 Prise Vanillepulver

1. Für den Mürbteig alle Zutaten rasch zu einem Teig verarbeiten, in Folie wickeln und mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen. Der Teig ist eventuell recht trocken, das macht aber nichts. Im Zweifelsfall etwas mehr kaltes Wasser einarbeiten.
2. Inzwischen den Rhabarber in einem Topf mit einem Schluck Wasser auf kleiner Flamme köcheln bis er zerfällt. Durch ein Sieb drücken, vom Saft 200ml abmessen und beiseite stellen.
3. Den Teig ausrollen und eine Tarteform (24-26cm Durchmesser) damit auslegen. Form wieder für 10 Minuten in den Kühlschrank stellen, in der Zwischenzeit das Backrohr auf 180°C vorheizen. Tarteboden mit Backpapier bedecken und mit trockenen Bohnen beschweren. Tarte 10 Minuten backen, dann die Bohnen und das Papier wegnehmen und nochmal 15-20 Minuten backen, bis die Tarte goldgelb ist, auskühlen lassen.
4. Für die Ganache den Schlagobers aufkochen, vom Herd nehmen. Die Schokolade in Stücken dazugeben und rühren bis sie komplett geschmolzen ist. Ganache auf dem Tarteboden gleichmäßig verstreichen. Im Kühlschrank fest werden lassen.
5. Für das Gelee die Gelatine 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und mit 2 El der 125ml Himbeersaft in einem kleinen Topf langsam auflösen. Unter den übrigen Saft rühren, in die Tarteform gießen und im Kühlschrank fest werden lassen.
5. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Für das Curd Rhabarber-, Zitronensaft, Zucker, Stärke, Eier und Dotter in einem Topf gut verrühren. Über kleiner Flamme so lange rühren, bis das Curd eindickt. Nicht ungeduldig werden und nicht zu viel Hitze verwenden, sonst stockt das Ei! Gelatine ausdrücken und in das heiße Curd rühren. Die Masse durch ein feines Sieb drücken, falls doch kleine Stücke Ei gestockt sind. Die Butter einrühren und kurz stehen lassen bis das Curd nur noch warm ist, dann auf die Himbeerschicht in den Tarteboden gießen und im Kühlschrank fest werden lassen.
6. Für die Meringue Eiweiß, Zucker, Zitronensaft, Salz und Vanillepuder in einer Metall- oder Glasschüssel verrühren und über ein leicht köchelndes Wasserbad setzen. Stetig rühren, bis die Mischung 79°C erreicht hat. (Ich verwende ein Küchenthermometer.) Sofort vom Wasserbad nehmen und mit dem Mixer auf hoher Stufe aufschlagen bis die Meringue cremig, weiß, stabil und höchstens noch handwarm ist. Auf der Tarte verteilen und entweder mit einem kleinen Flambierer oder unterm Backofengrill die Spitzen leicht bräunen. Sofort servieren.

Mittwoch, 29. März 2017

Karotten-Mandelkuchen mit Frischkäsecreme und ein Busenkuchen

Habe ich schon einmal erwähnt wie sehr ich Thementorten hasse? Ich war immer der Meinung ein Kuchen sollte aussehen wie ein Kuchen und nicht wie eine Handtasche oder ein Pokéball. Ja und dann habe ich einen Busenkuchen gebacken…



Das war extrem witzig und ein großer Erfolg, weil er nicht nur super ausgeschaut hat, sondern auch noch wirklich gut geschmeckt hat. Das war mir nämlich besonders wichtig, weil ich diese Buttercreme-Fondant-Berge, die nur noch nach Plastilin schmecken ganz furchtbar finde. Der Kuchen war ein Red Velvet Cake den ich in einer dünnen Metallschüssel gebacken und mit Cream Cheese Frosting gefüllt und überzogen habe. Ummantelt waren die Brüste dann mit einer dünnen Marzipandecke, die ich davor mit Speisefarbe eingefärbt habe.

Der Red Velvet Cake ist ein einfacher Rührkuchen, der mit Öl und Buttermilch schön saftig bleibt und dank roter Speisefarbe und Kakao ein perfektes Busen-Innenleben. Das Frosting ist auch sehr zu empfehlen, weil es ganz locker und luftig und trotzdem schön stabil ist. Man kann es auch super für Cupcakes und ähnliches verwenden. Mir ist ein bisschen was übrig geblieben, das habe ich dann gleich für den Karottenkuchen verwendet.

So und damit also zum Karottenkuchen. Ich experimentiere gerade wieder mit verschiedenen Backzutaten und wie man weißes Mehl und Zucker überzeugend durch Vollkorn, Nüsse und verschiedene süßende Stoffe ersetzen kann. Dabei bin ich auf dieses Karottenkuchen-Rezept gestoßen, das gar kein Mehl, sondern nur Mandeln verwendet, also glutenfrei ist. Das hat ja bei meinem Polentakuchen schon super funktioniert. Der Kuchen ist extrem saftig und bleibt es auch einige Tage. Für das Frosting kann man wie im Originalrezept Magertopfen und Frischkäse verwenden oder man verwendet die Creme vom Busenkuchen – beides sehr, sehr gut!



Karottenkuchen ohne Mehl
nach Berliner Küche • für eine kleine Kastenform
200g Karotten, fein gerieben und ausgedrückt
150g gemahlene Mandeln
100g Zucker (Erythrit und Birkenzucker funktionieren auch bestens)
2 Eier, getrennt
1 Tl Backpulver
1 Prise Salz
1 Tl Zimt
1/2 Tl Chai-Gewürz (Muskat, Nelke, Ingwer, Kardamom)

für das Frosting
100g Magertopfen
50g Frischkäse
40g Staubzucker
Saft und abgerieben Schale einer Bio-Zitrone

1. Backrohr auf 180°C vorheizen und eine kleine Kastenform mit Backpapier auslegen.
2. Dotter und Zucker schaumig rühren bis die Masse hellgelb und cremig ist. Mandeln, Backpulver, Salz und Gewürze mischen und abwechselnd mit den Karotten unter den Teig rühren.
2. Eiklar steif schlagen und unterheben. Teig in die Form füllen, glatt streichen und etwa 40 Minuten backen. (Stäbchenprobe!) Auskühlen lassen.
3. Für das Frosting alle Zutaten cremig rühren und den kalten Kuchen damit bestreichen.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Maracuja Schokoladentarte mit Meringuehaube

Es hat sich absolut gelohnt, dass der Bär auf diese Geburtstagstarte ein bisschen länger warten musste. Sie besteht aus feinem Mürbteig bedeckt mit Schokoladenganache und Maracujacurd – spätestens seit Heston ein Dreamteam. Obendrauf kommt eine unglaublich cremig-fluffige Meringue-Schicht, die anschließend noch flambiert wird. Fast ein bisschen wie Marshmallows am Lagerfeuer rösten – auf fancy.

Das ist bisher eindeutig die beste Methode, eine stabile Schneehaube zu machen, die auch nach ein paar Stunden fest auf der Tarte sitzt und nicht davonrinnt. Auch die Konsistenz leidet durch langes Aufschlagen nicht, sondern bleibt die ganze Zeit cremig. Insgesamt ist das wahrscheinlich einer der teuersten Kuchen, die ich je gemacht habe, weil Maracujas einfach nicht billig sind. Statt den frischen Maracujas kann man auch fertigen Maracujasaft verwenden. Das ist auch nur ein bisschen weniger fantastisch und wesentlich günstiger.





Maracuja Schokoladentarte mit Meringuehaube

für den Mürbteig
250g Mehl
125g kalte Butter, in Stücken
60g Staubzucker
2 Dotter
1 Prise Salz

für die Schokoganache
100g gute Schokolade (Milchschokolade und dunkle gemischt nach Geschmack)
100g Schlagobers

für das Maracujacurd
200ml Maracujasaft (8-10 frische Maracujas)
2 El Zitronensaft
150g Zucker
1 Tl Speisestärke
2 Eier
1 Dotter
2-3 Blatt Gelatine
50g weiche Butter

für die Meringue
85g Eiweiß (2-3 große Eier)
125g Zucker
1/2 Tl Zitronensaft
1 Prise Salz
1 Prise Vanillepulver

1. Für den Mürbteig alle Zutaten rasch zu einem Teig verarbeiten, in Folie wickeln und mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen. Der Teig ist eventuell recht trocken, das macht aber nichts. Im Zweifelsfall 1-2 El kaltes Wasser einarbeiten.
2. Den Teig ausrollen und eine Tarteform (24-26cm Durchmesser) damit auslegen. Form wieder für 10 Minuten in den Kühlschrank stellen, in der Zwischenzeit das Backrohr auf 180°C vorheizen. Tarteboden mit Backpapier bedecken und mit trockenen Bohnen beschweren. Tarte 10 Minuten backen, dann die Bohnen und das Papier wegnehmen und nochmal 15-20 Minuten backen, bis die Tarte goldgelb ist, auskühlen lassen.
3. Für die Ganache den Schlagobers aufkochen, vom Herd nehmen. Die Schokolade in Stücken dazugeben und rühren bis sie komplett geschmolzen ist. Ganache auf den Tarteboden gießen und gleichmäßig verstreichen. Im Kühlschrank fest werden lassen.
4. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Für das Curd Maracuja-, Zitronensaft, Zucker, Stärke, Eier und Dotter in einem Topf gut verrühren. Über kleiner Flamme so lange rühren, bis das Curd eindickt. Nicht ungeduldig werden und nicht zu viel Hitze verwenden, sonst stockt das Ei! Gelatine ausdrücken und in das heiße Curd rühren. Die Masse durch ein feines Sieb drücken, falls doch kleine Stücke Ei gestockt sind. Die Butter einrühren und kurz stehen lassen bis das Curd nur noch warm ist, dann auf die Schokoladenganache in den Tarteboden gießen und im Kühlschrank fest werden lassen.
5. Für die Meringue Eiweiß, Zucker, Zitronensaft, Salz und Vanillepuder in einer Metall- oder Glasschüssel verrühren und über ein leicht köchelndes Wasserbad setzen. Stetig rühren, bis die Mischung 79°C erreicht hat. (Ich verwende ein Küchenthermometer.) Sofort vom Wasserbad nehmen und mit dem Mixer auf hoher Stufe aufschlagen bis die Meringue cremig, weiß, stabil und höchstens noch handwarm ist. Auf der Tarte verteilen und entweder mit einem kleinen Flambierer oder unterm Backofengrill die Spitzen leicht bräunen. Sofort servieren.

Mittwoch, 6. Januar 2016

Geburtstagsstrudel

Ein gezogener Apfelstrudel zum Geburtstag mit vielen, vielen saftigen Äpfeln, Korinthen, Butterbröseln und einem Löffel Schlagobers natürlich. Klassiker sind halt einfach unschlagbar, liebes Krebsen!







Apfelstrudel
für den Teig:
250g Mehl
1/8l Wasser
1 Ei
2 El Öl
1 Prise Salz

für die Fülle:
2 El Rum
50g Korinthen oder Rosinen
1,5kg Äpfel (z.b. Gala, Fuji, Braeburn)
Saft einer Zitrone
2 El Zucker
1/2 Pk. Vanillezucker
Zimt nach Geschmack

für die Butterbrösel:
30g Butter
80g Semmelbrösel
2 El Zucker
1/2 Pk Vanillezucker
Zimt nach Geschmack

geschmolzene Butter zum Bestreichen
Zimtzucker zum Bestreuen


1. Korinthen wenn möglich am Abend davor in Rum einlegen.
2. Für den Teig alle Zutaten mit den Knethaken eines Handrührers in einer Schüssel zu einem glatten Teig verarbeiten. Die Schüssel mit einem Geschirrtuch abdecken und eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur rasten lassen.
3. Backrohr auf 170°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Äpfel schälen und in dünne Scheiben hobeln, mit Zitronensaft, Zucker, Vanillezucker, Zimt und Korinthen in einer Schüssel mischen.
4. Butter in einer Pfanne schmelzen und die Brösel darin goldbraun rösten. Mit Zucker, Vanillezucker und Zimt mischen.
5. Ein Geschirrtuch mit Mehl bestäuben und den Teig darauf dünn zu einem Rechteck ausrollen. Mit den Händen vorsichtig weiter auseinander ziehen, bis man das Tuchmuster durchsieht. Den Teig mit flüssiger Butter bestreichen. Die Brösel am unteren Drittel verteilen und die Apfelmischung darüber geben. Den Teig seitlich einschlagen und zu einem Strudel aufrollen. Mit der Naht nach unten auf das Blech legen, mit Butter bestreichen und mit Zimtzucker bestreuen. 35 Minuten backen und am besten noch warm mit Schlagobers essen.

Montag, 23. November 2015

Die Torte



Letztes Wochenende habe ich es ein bisschen übertrieben. Schön war das.

Von unten nach oben: Haselnuss-Orangenkuchen mit Nutellacreme, Apfel-Zimtkuchen mit Karamellcreme, Kokoskuchen mit Maracujacurd und rundherum Swiss Meringue Buttercreme und dunkle Schokoladenganache. Für die Dekoration: frische Blumen, bunte Baisers, Smarties, Mannerschnitten, KitKat, Pocky, Merci, Giotto, Raffaello und ein Hauch Goldspray.

Freitag, 16. Januar 2015

Maronitorte zum Geburtstag

Meine allerliebste Mama hat mir zum Geburtstag die weltbeste Maronitorte ohne Mehl gebacken, die ich jedem Maronifan wärmstens empfehlen kann. Sie ist ganz dicht und saftig, fast wie Konfekt oder ein Brownie, nur eben mit Maronicreme – also noch viel besser! Es empfiehlt sich das ungesüßte Maronipüree fertig zu kaufen oder – was günstiger ist – dampfgegarte Maroni zu verwenden, da es eine recht langwierige Angelegenheit ist rohe Maroni erst zu kochen, dann zu schälen und dann zu Maronireis zu verarbeiten. Man kann auch nur die halbe Menge in der gleichen Form flacher backen, weil der Kuchen sowieso sehr intensiv ist. Aber backen muss man ihn. So oder so.
Das Rezept dazu kommt von Serious Eats.



Und weil ja am Tag nach meinem Geburtstag immer die heiligen drei Könige kommen, habe ich mich an einer Galette de Rois für meine Geburtstagsgäste versucht. Das ganze war optisch eine ziemliche Katastrophe, weil ein Großteil der Füllung beim Backen ausgelaufen ist, aber geschmacklich war sie super. So super, dass der liebe Mario den anderen Gästen davon abgeraten hat, nur um sie dann selber aufzuessen. Das Rezept stammt von David Lebovitz. Ich muss das nächste Mal unbedingt die Ränder besser versiegeln bzw. weniger Butter und vielleicht etwas Speisestärke verwenden, um die Füllung stabiler zu machen.



Donnerstag, 15. August 2013

Matcha Joconde mit Lemon Curd und Himbeeren

Der beste Backtag im Jahr ist der Krebsen Geburtstag. Da ist die einzige Tortenanweisung "Tob' dich aus!" und nichts ist mir lieber als das. Tagelang wird recherchiert welche Aromen und Konsistenzen aus verschiedensten Rezepten die ultimativ legendäre Schwesterngeburtstagstorte ergeben. Und genau so ist diese Schönheit entstanden: vier Lagen hauchdünne Matcha Joconde, saftig und voller Geschmack, dazwischen Schichten aus fruchtiger Himbeermasse, säuerlichem Lemon Curd und cremigem Schlagobers. Damit noch nicht genug wird die Torte mit einer dünnen Schicht Matcha Ganache bestrichen, mit Matchapulver bestreut und mit frischen Himbeeren verziert. Alle Komponenten harmonieren optisch wie geschmacklich perfekt. Meine Arbeit hier ist getan. Es war mir eine Freude.






Das Rezept nimmt als Ausgangsbasis diese Matchatorte von Sprinkle Bakes. Dazu habe ich eine Himbeermasse gemacht indem ich Himbeeren mit etwas Zucker erhitzt und dann püriert habe und mit etwas Gelatine zu Marmeladenkonsistenz eingedickt habe. Dann habe ich ein Lemon Curd nach dem Rezept meiner Limettentarte gemacht, mit Zitronen statt Limetten natürlich. Da reicht die halbe Menge völlig. Bei der Himbeermasse würde ich sagen reichen 200ml, aber selbst wenn einem nachher etwas übrig bleibt, kann man beide Massen noch als Füllung für andere Dinge oder einfach als Brotaufstrich weiterverwenden.